Startseite   |  Site map   |  A-Z artikel   |  Artikel einreichen   |   Kontakt   |  
  


geographie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Erfindung des papiers



DAS PAPIER WURDE IN CHINA ERFUNDEN/>
Schreiben konnten die Menschen lange bevor das Papier erfunden wurde. Sie ritzten ihre Zeichen z. B. in Knochen oder Holz; oder sie schrieben auf Tontafeln und später auf Tierhäute.

Soweit wir wissen, wurde das allererste Papier im Jahr 105 n. Chr. von Cai Lun (oder Ts'ai Lun) erfunden. Er war Minister am Hof des Hedi (oder Ho Ti), des damaligen Herrschers in China. Cai Lun hat wahrscheinlich die Rinde des Maulbeerbaumes zur Papierherstellung benutzt. Das älteste bekannte und noch erhaltene Papier wurde um das Jahr 150 n. Chr. hergestellt und war aus Lumpen gemacht.

Im Laufe der Jahrhunderte verbreitete sich das Wissen, wie Papier gemacht wird, über die ganze Welt. Im Jahr 1390 fing die erste deutsche Papiermühle in Nürnberg an, Papier herzustellen. Papier brauchten vor allem die Mönche, die damals jedes Buch einzeln von Hand abschrieben. Als dann aber die Druckerpresse erfunden wurde, konnte jedes Buch so oft gedruckt werden, wie man wollte. Das war um das Jahr 1450 herum. Immer mehr Papier wurde jetzt gebraucht, denn immer mehr Menschen lernten jetzt auch Lesen.

Papier wurde auch damals noch aus Hadern, also aus Lumpen hergestellt. Aber so viel Stoffreste, wie damals benötigt wurden, gab es gar nicht. Die Papiermacher brauchten einen anderen Stoff, um Papier zu machen. Außerdem sollten Maschinen die schwere Arbeit erleichtern und billiger machen. Sie probierten allerlei aus und versuchten es schließlich mit Holz.

Die erste Papiermaschine erfand der Franzose Nicholas Louis Robert im Jahr 1798. Und im Jahr 1840 erfand ein Deutscher, Friedrich G. Keller, eine Maschine, die so stark war, dass damit Holzstöcke und Baumstämme zu Fasern zerkleinert werden konnten. So benutzten die meisten Papiermühlen in Europa und Amerika schon um das Jahr 1870 herum Holzfaserbrei statt Lumpen, um Papier herzustellen.


Wie kam das Papier zu seinem Namen?
Papier heißt deshalb Papier, weil die Menschen in Ägypten und Griechenland vor langer Zeit aus der Papyruspflanze Blätter gemacht haben, auf denen sie schreiben konnten.

PAPIER WIRD NOCH HEUTE (FAST) WIE VOR 2 000 JAHREN GEMACHT

Papier wird seit seiner Erfindung noch immer auf fast die gleiche Weise hergestellt: Fasern aus Holz, Stroh, Stoff oder Pflanzen werden zerkleinert und mit Wasser zu einem Brei verkocht. Diesen Faserbrei nennt man Pulpe. Die Pulpe kommt auf ein Sieb, das Wasser läuft ab, und der Brei trocknet. Damit ist im Prinzip ein Blatt Papier fertig. Für all das gibt es heute Maschinen, und weil es die verschiedensten Arten von Papier gibt, ist das Verfahren auch jeweils ein bisschen anders.

Holz, aus dem Papier heute ja hauptsächlich besteht, kann auf zwei Arten zur Papierherstellung aufbereitet werden: Man kann es zerschleifen oder kochen. Wenn man die Holzfasern mit Schleifsteinen abreibt, erhält man so genannten Holzschliff. Diese Fasern sind recht kurz. Sie taugen z. B. für die Herstellung von billigem Zeitungspapier.

Fast all unser Papier wird heute jedoch aus Cellulosefasern hergestellt. Alle Pflanzen haben diese langen, dünnen Cellulosefasern in sich, dünner als ein menschliches Haar. Holz besteht sogar fast zur Hälfte aus Cellulose; man gewinnt die Cellulosefasern, indem man das Holz kocht.

FÜR WEISSES PAPIER WIRD DER FASERBREI GEBLEICHT

Der jeweilige Faserbrei ist mehr oder weniger gelb bis braun - das hängt mit den Inhaltsstoffen im Holz, vor allem mit dem Lignin, zusammen. Lignin ist so etwas wie ein natürlicher Klebstoff, der die Fasern zusammenhält. Durch ein chemisches Verfahren, das so genannte Bleichen, wird das Lignin aus dem Faserbrei ausgewaschen.

Lange wurde der Faserbrei mit Chlor, einer chemischen Substanz, gebleicht. Beim Bleichen mit Chlor entstehen jedoch Chlorkohlenwasserstoffe, und die sind schlecht abbaubar und deshalb sehr umweltschädlich. Daher haben viele Papierfabriken die Chlorbleiche durch umweltverträglichere Verfahren ersetzt. Beim Bleichen mit Sauerstoff z. B. werden Sauerstoff oder Sauerstoffverbindungen wie Wasserstoffperoxid benutzt. Das Bleichen mit Wasserstoffperoxid ist der schonendste Prozess, denn diese chemische Verbindung zerfällt anschließend zu Sauerstoff und Wasser. Der dann saubere Papierbrei wird noch mit Stärke, Füllstoffen, Leim, Wasser und eventuell Altpapier gemischt.


Was ist holzfreies Papier?
Wenn auf deinen Schulheften steht, dass sie aus holzfreiem Papier sind, heißt das nicht, dass kein Holz drin ist. Holzfrei bedeutet, dass kein Holzschliff, sondern reiner Zellstoff die Basis für dein Heft war. Auch der Zellstoff wird jedoch meist aus Holz gewonnen. Während für Holzschliff hauptsächlich Fichten und Tannen verwendet werden, sind für die Gewinnung von Zellstoff auch Laubbäume geeignet.

IM ALTPAPIER IST IMMER ETWAS NEUES PAPIER DRIN

Für Altpapier braucht man zunächst einmal schon benutztes, also altes Papier - logisch! Das Altpapier wird in Wasser aufgelöst und zerfasert. Weil das Papier ja schon beschrieben oder bedruckt ist, müssen noch die Druckfarben ausgewaschen werden, bevor man wiederverwendbares Papier daraus machen kann. Die Druckfarben lassen sich mit Seifenlauge und Druckluft von den Fasern lösen. Dieses Verfahren nennen Techniker den De-Inking-Prozess; ink ist Englisch und heißt "Tinte". Zusätzlich lässt sich der so gewonnene Brei durch Bleichen noch weiter aufhellen.

Die Fasern des Papiers werden mit jeder Wiederverwertung etwas kürzer. Papier aus reinem Altpapier würde im Laufe der Zeit immer leichter reißen. Deshalb fügt man dem Papierbrei aus Altpapier immer auch ein Teil Frischfasern zu.

DIE PAPIERMASCHINE: BREI REIN - PAPIER RAUS

Ob aus Altpapier, Hadern, Holzschliff oder Cellulose, am Ende muss alles noch durch die Papiermaschine. Je nachdem, welche Papierart hinten rauskommen soll, werden die verschiedenen Breie gemischt.

Vorne kommt der Brei in die Papiermaschine rein, und hinten kommt das Papier raus. Dazwischen wird gesiebt, gepresst, getrocknet, geglättet und aufgerollt.

Papiere, die zum Schreiben oder Drucken verwendet werden sollen, muss man dann noch weiter behandeln, denn sonst würde das Papier die Tinte so stark aufsaugen wie Klopapier, und alles wäre verschwommen. Deshalb wird das Papier beispielsweise noch mit Knochenleim behandelt.


Das Besondere am Klopapier
Klopapier muss besonders reißfest und saugfähig sein. Für seine Herstellung braucht man also möglichst lange Cellulosefasern, und es darf nicht zu glatt sein oder mit Leim behandelt werden, so wie Papier zum Beschreiben. Außerdem kommen meist noch Noppen oder Rillen auf das Klopapier, um die Putzkraft zu erhöhen.

 
 

Datenschutz
Top Themen / Analyse
Arrow Der Treibhauseffekt --
Arrow PERSPEKTIVEN DER EU
Arrow Zentralisierung, Entstaatlichung und Verreichlichungder Polizei
Arrow Tschetschenien
Arrow Geschichte Afrika
Arrow Frankreich
Arrow Tourismus und informeller Sektor
Arrow Ausgewählte Modelle zur Pflegeversicherung
Arrow GPS Globales Positionierungssystem
Arrow Kuba - Sozialismus und Zerfall des Ostblocks


Datenschutz
Zum selben thema
icon Niederschlag
icon Treibhauseffekt
icon Industrie
icon Atmosphäre
icon Flora
icon Klima
icon Erdbeben
icon Berge
icon Länd
icon Verstädterung
icon Vulkan
icon Geologie
icon Gewitter
icon Staudämme
icon Kultur
icon Steppen
icon Religionen
icon Höhle
icon Vegetation
icon Jahreszeiten
icon Bevölkerung
icon Handel
icon Planeten
icon Deutschland
icon Tourismus
icon Ozon
icon Tornados
icon Erwärmung
icon Fauna
icon Energie
icon Wüste
icon Städt
icon Umwelt
icon Fossilien
icon Ökologie
icon Ernährung
icon Lawinen
icon Wicklung
icon Verkehr
icon Region
icon Regen
icon Böden
icon Bodenschätze
icon Erdöl
icon Erforschung
icon Wälder
icon Globalisierung
icon Wasser
A-Z geographie artikel:
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z #

Copyright © 2008 - : ARTIKEL32 | Alle rechte vorbehalten.
Vervielfältigung im Ganzen oder teilweise das Material auf dieser Website gegen das Urheberrecht und wird bestraft, nach dem Gesetz.
dsolution