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geographie artikel (Interpretation und charakterisierung)

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China - bevÖlkerung





Die Bevölkerung Chinas besteht zu 93 Prozent aus Chinesen (Han-Chinesen). Die Chinesen sind überwiegend mongolischer Abstammung und unterscheiden sich innerhalb Chinas nicht durch verschiedene Herkunft, sondern durch sprachliche Variationen.

Mehr als 70 Millionen Menschen gehören den 56 nationalen Minderheiten an. Die meisten dieser Gruppen unterscheiden sich von den Chinesen durch Sprache oder Religion und weniger durch ethnische Merkmale. Zu den größten Minderheiten zählen die mit den Thais verwandten Zhuang (14,6 Millionen, überwiegend in der Autonomen Region Guangxi Zhuang), die Hui (8 Millionen chinesische Muslime in der Autonomen Region Ningxia Hui), die Gansu und Qinghai, die turksprachigen Uigur (6,5 Millionen in der Autonomen Region Singkiang), die Yi (6 Millionen in Sichuan, Yunnan und Guangxi), die Miao (5,5 Millionen in Guizhou, Hunan und Yunnan), die Tibeter (4,3 Millionen in der Autonomen Region Tibet und Qinghai) sowie die Mongolen (3,7 Millionen in der Inneren Mongolei, Gansu und Singkiang). Weitere zahlenmäßig starke Gruppen sind Koreaner, Bonyei und Mandschu. Die Qing stammen von jener Volksgruppe ab, die im 17. Jahrhundert China eroberte und die Qing- oder Mandschu-Dynastie begründete; sie sind von den Han-Chinesen kaum zu unterscheiden.

Mit der ersten nationalen Volkszählung seit der kommunistischen Machtübernahme 1953 versuchte man, die menschlichen Ressourcen für den ersten Fünfjahresplan zu erfassen. Zu dieser Zeit betrug die chinesische Bevölkerung 585,5 Millionen. Eine zweite Volkszählung von 1964 zeigte eine Zunahme auf 694,6 Millionen und die dritte Zählung von 1982 ergab eine Einwohnerzahl von knapp über einer Milliarde (nicht einbezogen sind Hongkong, Macao und Taiwan). Die Einwohnerzahl ist mittlerweile auf 1,29 Milliarden gestiegen (2003). Das jährliche Bevölkerungswachstum beträgt 0,60 Prozent (2003). Die Bevölkerung ist sehr ungleichmäßig über das Land verteilt. Der Großteil lebt in den 19 östlichen Provinzen, dem historischen Kernland Chinas. Dies zeigen die unterschiedliche historische Landnutzung und die Siedlungsmuster der Chinesen im Osten und der nicht zu den Han-Chinesen gehörenden Völker im Westen. Seit 1960 propagiert die chinesische Regierung die Besiedlung der westlichen Provinzen und der autonomen Regionen.

Der Geburtenrückgang zwischen 1950 und 1980 basierte zum großen Teil auf den Anstrengungen der Regierung, späte Eheschließungen zu befürworten und, erst in jüngerer Zeit, chinesische Familien auf die Zeugung nur eines Kindes zu verpflichten. Dieses Programm wurde mit einem kontinuierlichen Ausbau medizinischer Versorgungseinrichtungen gekoppelt, die über Geburtenkontrolle informieren und empfängnisverhütende Mittel gegen geringes Entgelt oder kostenfrei ausgeben. Offizielle Schätzungen im Jahr 1984 ergaben, dass 70 Prozent aller verheirateten Paare im zeugungsfähigen Alter Verhütungsmittel anwenden und 24 Millionen Paare formell einem Verzicht auf mehr als ein Kind zugestimmt haben. Die Abtreibung ist in China legal, und der soziale Druck, eine Schwangerschaft abzubrechen, ist insbesondere für jene Frauen hoch, die bereits ein Kind oder mehrere geboren haben. Die nationalen Minderheiten wurden generell vom Programm der Geburtenkontrolle ausgenommen. Dadurch soll eine Politik aufrechterhalten werden, die allen nicht den Han-Chinesen zugehörigen Menschen größtmögliche Unabhängigkeit bietet.

Trotz starker Industrialisierung ist China nach wie vor ein stark agrarisch geprägtes Land. Obwohl im Gebiet des heutigen China bereits vor der Zeit des Römischen Reiches wichtige Stadtzentren existierten, nahm der Anteil der in Städten lebenden Bevölkerung nur langsam zu. Etwa 63 Prozent der Bevölkerung leben auf dem Land (2001).

Spontane Umsiedlungen vom Land in die Städte wurden Mitte der fünfziger Jahre verboten, da es an Produktivkraft zur Errichtung weiteren Wohnraumes in der Stadt mangelte. Dieses Verbot entsprang auch dem Glauben Mao Tse-tungs, dass der Klassenunterschied zwischen Stadt- und Landbevölkerung eine der Ursachen für soziale Ungleichheit in China sei. Während der sechziger Jahre und in der ersten Hälfte der siebziger Jahre verwendeten die Chinesen beträchtliche Energien auf ein Konzept, bei dem die ausgebildete Stadtjugend für mehrere Jahre oder sogar für eine dauerhafte Ansiedlung auf das Land geschickt wurde. Mit dieser Bewegung sollten die in den Städten erworbenen Kenntnisse in ländliche Gebiete transportiert werden, und sie sollte das Interesse der Bauern dämpfen, in die Städte abzuwandern. Dieses Landentwicklungsprogramm wurde nach dem Tod von Mao 1976 nicht weiterverfolgt und Ende 1978 komplett aufgegeben. Zu dieser Zeit nahm die Abwanderung in die Städte zu. Innerhalb der Städte wird ein Wohnsitzwechsel ebenfalls von der Regierung beschränkt. Wer umziehen will, muss eine offizielle Erlaubnis besitzen und den Nachweis eines Wohnsitzes und einer Arbeitsstelle erbringen. Dennoch hat der Wohnsitzwechsel innerhalb der großen Städte zum Abriss vieler alter Häuser geführt, an deren Stelle dann moderne Wohn- oder Bürogebäude errichtet wurden.

3.1 Wichtige Städte

Die ersten Städte Chinas entstanden um 1500 v. Chr. zur Zeit der Shang-Dynastie. Die Städte erfüllten damals überwiegend hoheitliche (administrative oder halbreligiöse) Funktionen. Außerdem waren sie für den Materialnachschub an den chinesischen Hof von Bedeutung und dienten als Marktplätze. Im 20. Jahrhundert und besonders seit den fünfziger Jahren haben die chinesischen Städte einen großen Stellenwert als Industrie- und Produktionszentren erlangt. Doch auch heute haben die Städte hoheitliche Bedeutung, die von der kommunistischen Regierung gepflegt wird.

In China gibt es 40 Städte, deren Einwohnerzahl über einer Million liegt. Zu den bevölkerungsmäßig größten Städten zählen Kanton (Guangzhou) (9,94 Millionen), Hafenstadt am Xi Jiang; Shanghai (9,54 Millionen), größte Stadt des Landes mit dem wichtigsten Hafen; Peking (7,34 Millionen), Hauptstadt und kulturelles Zentrum Chinas; Tientsin (5,21 Millionen), Hafenstadt am Zusammenfluss des Hai mit dem Kaiserkanal; Shenyang (4,24 Millionen) sowie Wuhan (4,25 Millionen), Hafenstadt am Zusammenfluss von Han und Jangtsekiang.

3.2 Sprache

Die Amtssprache ist Chinesisch, das zur sinotibetischen Sprachfamilie gehört, basierend auf dem Dialekt Putonghua, im Westen auch als Mandarin bekannt. Die chinesische Schrift ist über 3 000 Jahre alt. Obwohl die chinesische Sprache mehr als ein Dutzend gesprochener Dialekte umfasst, z. B. Kantonesisch, Fukienesisch und Hakka, deren Sprecher sich kaum untereinander verständigen können, schreiben alle Chinesen mit denselben Schriftzeichen.

Seit 1949 versucht die kommunistische Regierung des Landes eine Änderung der chinesischen Sprache. Die offizielle Landessprache der Chinesen, der Dialekt Putonghua, wurde bei der Nationalkonferenz zur Reform der chinesischen Schriftsprache 1955 zur Amtssprache erklärt. Die Verwendung einfacherer traditioneller Zeichen mit einer geringeren Anzahl von Strichen oder in einer Art Kurzschrift ist inzwischen durchaus üblich. Ziel war es, das Analphabetentum einzudämmen. Die chinesische Schriftsprache umfasst insgesamt mehr als 50 000 Zeichen, von denen aber nur etwa 8 000 ständig gebraucht werden. Um eine Zeitung lesen zu können, muss man rund 3 000 bis 4 000 Schriftzeichen beherrschen.

1977 reichte China eine formelle Anfrage bei den Vereinten Nationen ein, um mit Hilfe der Alphabetschrift Pinyin eine Benennung geographischer Örtlichkeiten in lateinischer Schrift zu ermöglichen. Diese Übertragungstechnik wurde Ende der fünfziger Jahre erfunden und ist seitdem ständigen Änderungen unterworfen. Einige chinesische Funktionäre wünschen, dass Pinyin die chinesische Schrift bald ganz ersetzen soll.

Die etwa 70 Millionen Angehörigen der Minderheiten in China verfügen über eigene Sprachen. Dazu zählen beispielsweise Mongolisch, Tibetisch, Miao, Tai, Uigur und Kasachisch. Früher hatten viele der Minderheitensprachen keine geschriebene Form. Die chinesische Regierung hat dazu ermutigt, mit Hilfe von Pinyin auch für diese Sprachen eine Schrift festzulegen. Die Minderheiten wurden auch darin unterstützt, ihre Tradition und Sprache zu pflegen. Mandarin wird in den Schulen meist als zweite Sprache unterrichtet.

3.3 Religion

Eine der ersten Amtshandlungen der Chinesischen Kommunistischen Partei nach deren Regierungsübernahme 1949 war die offizielle Abschaffung organisierter Religionen. Bis dahin waren Konfuzianismus, Taoismus und Buddhismus bestimmend gewesen. Tempel und religiös orientierte Schulen wurden säkularisiert.

Unter den formellen Religionen in China finden sich neben dem Buddhismus und dem Taoismus auch Christentum und Islam. In der Verfassung von 1978 wurden die Rechte religiöser Gemeinschaften wieder etwas fester verankert.

3.3.1 Feiertage

Das chinesische Neujahrsfest (auch Frühlingsfest genannt) findet entsprechend dem chinesischen Mondkalender im Januar oder Februar statt und ist der bedeutendste Feiertag. Der Jahreszeitenwechsel vom Winter zum Frühling erfolgt um den 5. März und heißt Jing zhe (Ching Che) oder "Fest der aufgeregten Insekten". Für Chinesen ist dies der Tag, an dem "der Drache sein Haupt erhebt" und die Insekten aus ihrer Überwinterung reißt. Am 8. März ist Internationaler Frauentag. Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit. Der Internationale Tag der Bildung wird in China und anderen Ländern, die den Vereinten Nationen (UN) angehören, seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts am 8. September begangen. Am 28. September feiert man den Geburtstag von K'ung-fu-tzu (Konfuzius) bzw. den Lehrertag. Weitere gesetzliche Feiertage sind der Nationalfeiertag (1. und 2. Oktober), gefolgt vom Tag der Vereinten Nationen am 24. Oktober. An diesem Tag trafen sich 1945 die Nationalisten Chinas mit Repräsentanten anderer Länder, um die Charta der Vereinten Nationen zu verabschieden. Am 12. November ist der Geburtstag von Sun Yatsen, der aufgrund seiner Planung der industriellen Entwicklung als der Vater des modernen Chinas gilt und in der chinesischen Politik zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine führende Rolle spielte. Weitere traditionelle Feste, die in China zu unterschiedlichen Jahreszeiten stattfinden, sind das Laternenfest (15. Tag des ersten Mondmonats), das Drachenbootfest (5. Tag des fünften Mondmonats) und das Herbstmitte- oder Mondfest (15. Tag des achten Mondmonats).

3.4 Soziales

In China trägt die Regierung die Verantwortung für das Wohlergehen der Bevölkerung. Das Programm einer sozialen Versorgung war ein wesentliches Element für die Machtübernahme der kommunistischen Partei. Zu den wichtigsten sozialen Maßnahmen gehören die Wohnraum- und Arbeitsplatzbeschaffung, die Gesundheits- und Altersversorgung sowie die Übernahme der Bestattungskosten.

Die wichtigsten Reformen wurden im Bereich der Gesundheitsvorsorge erzielt. 1949 lag die Lebenserwartung in China bei 45 Jahren. Mittlerweile ist sie bereits auf 70,3 Jahre für Männer und auf 74,3 Jahre für Frauen angestiegen (2003). Während desselben Zeitraumes ist die Zahl der Mediziner stark angestiegen; trotz der rapiden Bevölkerungszunahme kommt jetzt auf etwa 595 Einwohner ein Arzt. 1949 belief sich das Verhältnis noch auf einen Arzt pro 27 000 Einwohner. Kliniken wurden auf Dorf- und Bezirksebene eingerichtet, während die großen Städte und die Landkreise mit Krankenhäusern versorgt sind. Für Klinikaufenthalte wird eine geringe Gebühr erhoben. Intensivere Behandlungen in städtischen oder Provinzkrankenhäusern zahlt die Arbeitsstelle oder die Regierung.

Zu den wesentlichsten Änderungen im Gesundheitswesen aus neuerer Zeit zählt das wieder erwachte Interesse an der Traditionellen Chinesischen Medizin, beispielsweise an der Medikation mit heimischen Kräutern, der Volksmedizin und der Akupunktur. Solche Behandlungsmethoden sind heutzutage in China gängiger als in westlichen Ländern. In den ländlichen Gebieten basieren vier Fünftel der verabreichten Medikamente auf homöopathischer Basis. So genannte Barfuß-Doktoren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle; sie sind überwiegend im Bereich der Hygiene, der Präventivmedizin, der Akupunktur und der Behandlung üblicher Krankheiten ausgebildet und wirken vor allem auf dem Land, wo es sowohl an chinesischen Ärzten als auch an mit westlichen Methoden vertrauten Fachleuten mangelt.

In China wurden im Bereich der Gesundheitsfürsorge groß angelegte Kampagnen durchgeführt. Dazu gehörten Kinderschutzimpfungen und die systematische Bekämpfung von Geschlechtskrankheiten, Tuberkulose, Malaria oder Filariose. Bei der Familienplanung durch Geburtenkontrolle zeigte die Regierung zunächst eine eher unentschlossene Haltung. Seit der Kulturrevolution Ende der sechziger Jahre wurde ein Programm zur Geburtenkontrolle entschieden vorangetrieben. Die Politik der Einkindfamilie ist in der Verfassung verankert.

Bei Erwerbsunfähigkeit, Mutterschaft, Schwerbeschädigung und im Alter sorgt die Regierung für die Betroffenen.

 
 



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