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geographie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Bevölkerung

Bevölkerung, wichtige städte, sprache, religion in brasilien





Bevölkerung Brasilien hat eine Bevölkerungsdichte von 18E/Quadratkilometer (Deutschland 228). Man könnte also meinen, dass Brasilien äußerst dünn besiedelt ist. Das stimmt jedoch nicht, denn der Durchschnittswert verschleiert die Verteilung der Bevölkerung. Im Norden und Mittelwesten sind die Bundesstaaten Roraima, Amazonas, Acre und Mato Grosso mit weniger als 3E/quadratkm zwar äußerst dünn besiedelt, aber andererseits haben einige Staaten im Südosten Bevölkerungsdichtewerte, die durchaus mit denen in Europa vergleichbar sind. So hat der Staat Sao Paulo mit 127E/quadratkm eine höhere Dichte als Frankreich und der Bundesstaat Rio de Janeiro übertrifft mit 293E/qudkm die Bevölkerungsdichte Deutschlands deutlich.
Im Norden und Mittelwesten leben auf 64% der Landesfläche Brasiliens nur 8,4% der Einwohner. In den Regionen Südosten und Süden leben hingegen auf 18% der Fläche 55,5% Leute. Die küstennahen Regionen der Ostküste sind also relativ dicht besiedelt. Je weiter man ins Landesinnere kommt, desto weniger Menschen leben dort.
Vorallem das Amazonastiefland ist wegen seiner schwierigen Zugänglichkeit und wegen seines feuchtheißen Tropenklima siedlungsfeindlich.

.) Bevölkerungswachstum:
Heute hat Brasilien mindestens 160 Mio Einwohner. Die Einwohneranzahl ist in letzter Zeit sehr stark angestiegen. Dieses starke Wachstum geht weniger auf die Einwanderung als auf das hohe natürliche Bevölkerungswachstum zurück. Hohe Geburtenraten führen zu Kinderreichtum und zu nachhaltigem Bevölkerungswachstum. Das natürliche Bevölkerungswachstum Brasileins beträgt zur Zeit ca. 1,6%, d.h. in nur einem Jahr wächst die Bevölkerung um rund 2,6 Millionen Menschen.


.)Bevölkerungspyramide:
Sie zeigt, dass es sich um eine "junge Bevölkerung" handelt. Die breite Basis bedeutet, dass der größte Teil der Bevölkerung jung ist. Die Brasilianer bekommen nun sogar schon Probleme mit der großen Zahl der Kinder und Jugendlichen. Auf Dauer muss gewährleistet sein, dass sie ausreichend ernährt werden. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass Kindergarten- und Ausbildungsplätze in ausreichender Zahl vorhanden sind. Das Problem in der Zukunft ist der Arbeitsplatzmangel! Zur Zeit müssten jährlich ca. 1,5 Mio neue Arbeitsplätze geschaffen werden......

Etwa 22 Prozent der brasilianischen Bevölkerung sind Mulatten. Die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe bilden Personen portugiesischer Abstammung (15 Prozent), gefolgt von Mestizen (12 Prozent), Italienern (11 Prozent), Schwarzafrikanern (11 Prozent) und Spaniern (10 Prozent). Die restliche Bevölkerung setzt sich aus Deutschen, Japanern und den Nachfahren der präkolumbianischen Bewohner zusammen.

Wichtige Städte:

.)Sao Paulo
Das Zentrum von Sao Paulo unterscheidet sich nur wenig von dem anderer Metropolen auf der Welt. Hochhäuser aus Glas, Beton und Stahl bestimmen das Bild.
Der Reichtum der Metropole ist es auch, der auf viele Zuwanderer wie ein Magnet wirkt. Auch große Firmen lassen nach Möglichkeit in der City nieder. Zwar sind freie Grundstücke kaum mehr vorhanden, doch werden immer wieder ältere Hochhäuser abgerissen und durch modernere, noch höhere ersetzt.
Die Stadt wuchert sehr stark, sodass immer weniger Flächen für Gewerbe und Wohngebiete zur Verfügung stehen. Folglich steigen die Bodenpreise drastisch und die Behörden stehen schließlich bei Umweltproblemen vor nahezu unüberwindbaren Problemen.

.)Rio de Janeiro:
Rios Wirtschaft hängt heute weitgehend von einem riesigen Industriegebiet im Norden der Stadt ab, in dem eine große Zahl der Einwohner beschäftigt ist. Natürlich stellt auch der Tourismus einen wichtigen Wirtschaftszweig dar. In keiner anderen Stadt des Landes wird Lebenslust und Sinnlichkeit so offen zur Schau getragen wie in Rio de Janeiro.
Rio ist ehemalige Landeshauptstadt und Handelszentrum.

.)Brasilia
Die Hauptstadt Brasiliens ist eine aus dem Nichts entstandene Stadt. Durch die Verlegung der Hauptstadt von der Küste in das Landesinnere sollte nicht nur das Gefühl der Einheit für alle Brasilianer geschaffen, sondern auch ein Fanal für die Eroberung des Hinterlandes gesetzt werden.
Über Brasilia wurde viel diskutiert: Die einen sehen in ihr eine Horrorvision, in der menschliches Leben unmöglich ist, die anderen betrachten die Stadt als eine architektonische Meisterleistung.


Weitere bedeutende Städte (Stand der Einwohnerzahlen jeweils 1993) sind Porto Alegre, Hafenstadt am Atlantik (1 254 000); Salvador, Hafenstadt in einer fruchtbaren, landwirtschaftlich wichtigen Region (2 056 000); Belém, bedeutende Hafenstadt am unteren Amazonas (1 235 000); Recife, wichtigste Handelsstadt der zentralen Region (1 335 000); Curitiba (1 248 000); Belo Horizonte, Mittelpunkt der Baumwoll-Industrie (2 048 000) und Manaus, Hafenstadt am Fluß Negro (996 000).
Sprache
Die offizielle Landessprache Brasiliens ist Portugiesisch. Viele Brasilianer sprechen auch Deutsch und Italienisch, insbesondere in den Städten des Südens.
Religion
Etwa 88 Prozent der brasilianischen Bevölkerung gehören der römisch-katholischen Konfession an. Etwa 20 Millionen Katholiken sind zugleich auch Anhänger afro-brasilianischer Glaubensvorstellungen. Daneben gibt es im Land mindestens fünf Millionen Angehörige der lutheranischen, methodistischen und der Episkopal-Kirche. Darüber hinaus hat sich eine kleine jüdische Gemeinde gebildet. Die Nachfahren der vorkolumbianischen Bevölkerung üben meist ihre alten Religionen aus. Die Trennung von Kirche und Staat ist formal und vollständig.

Große Unterschiede zwischen Armen und Reichen

Brasilien gilt als das Land mit den größten Unterschieden zwischen Armen und Reichen. Um den Arbeitnehmern eine Grundversorgung zu gewährleisten, hat der Staat den "salario minimo", den gesetzlichen Mindestlohn, eingeführt.
Ein großes Problem stellt die Situation der Kinder und Jugendlichen dar. Wegen des geringen Einkommens der unteren Bevölkerungsschichten
sind sie zur Arbeit gezwungen, um einen Betrag zur Sicherung des Lebensunterhaltes zu leisten. Durch die Kinderarbeit leidet auch die Schulbildung.
Ein schwer abzuschätzender Teil gehört zu den sogenannten Straßenkindern. Sie arbeiten als Schuhputzer, Hausierer, Straßenhändler und sind ständig Bedrohungen ausgesetzt.

 
 




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