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geographie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Azteken, die altmexikanische kultur





1.1 Einleitung Die Azteken nannten sich selbst nie Azteken. Und sehr wahrscheinlich bildeten sie auch kein Reich. Außerdem traten sie auf mexikanischem Boden erst sehr spät in Erscheinung und waren, als sie an die Seen kamen, die Mexiko bestimmen, so unbedeutend, daß kein einziger Volksstamm über ihre Ankunft berichtete. Die \"Azteken\" genannten Tenochas waren die ersten von den alten Sonnenreichen, die der Alten Welt bekannt wurden, und die ersten, die in Europas Schoß taumelten.

1.2 Der Aufstieg der Azteken

1.2.1 Herkunft
Die Azteken kamen im Jahre 1168 n. Chr. nach Anáhuac. Diese Jahreszahl ist nach Übereinstimmung ihrer Ideogramme mit unserer Zeitrechnung ermittelt worden, und niemand zweifelt sie an. Die Tenochas (Azteken) waren Nomaden, ein landloser bedürftiger Stamm, er vom Norden Mexikos herkam. Im Grunde waren sie herumziehende "Habenichtse", die sich einmal hier, einmal dort kurz niederließen, an den Grenzen fremder Stammesgebiete solange "naschten", bis schließlich ein Kampf losbrach, und danach hieß es wieder wandern. Die Jahreszahl 1168 sagt natürlich nicht mit Sicherheit, daß die Azteken damals seßhaft wurden. Von wo die Azteken kamen und wer sie waren - das beantwortet die Mythologie.

1.2.2 Geschichte
Aus einer Mythe geht hervor das durch die Opferung des Herzes eines Dämons, an dieser Stelle ein Kaktus entsprossen sei, der den Azteken den Ort für die Gründung ihrer Stadt bezeichnet habe. Nach einer dritten Fassung soll an der Stelle, wo das Herz lag, eine Quelle entsprungen sein, die jetzt noch sprudelt. Unglaublich schnell entwickelte sich nicht nur die Stadt Tenochtitlán, sondern auch der Staat und die Macht der Azteken. Sie beherrschten, zu Zeiten ihres Herrschers Moctezuma, praktisch das ganze Hochtal von Mexiko. Als dann den Azteken ihr eigenes Gebiet zu eng wurde, überschritten sie die Gebirgswälle und erweiterten gegen Mitte des 15. Jahrhunderts unter der Herrschaft Moctezumas ihre Besitzungen bis zu den Gestaden des Golfs von Mexiko. Eine Reihe begabter Herrscher folgte Moctezuma auf den Thron. Kein Staat war imstande, auf die Dauer der vereinten Macht der Verbündeten zu widerstehen, denn der Staatenbund bestand weiter. So erstreckte sich zu Anfang des 16. Jahrhunderts - der Zeit der größten Blüte und zugleich ihres Endes - die Herrschaft der Azteken vom Atlantischen bis zum Stillen Ozean, und ihre Einflußgebiete reichten bis zu den äußersten Grenzen des heutigen Guatemala, ja bis nach Nicaragua.


1.3 Der Zerfall der Azteken
Im Jahr 1519 ging eine kleine Flotte von Schiffen in Vera Cruz vor Anker: der Spanier Hernado Cortez war angekommen. Die Hauptstadt Tenochtitlán fiel. Der Untergang der Stadt war ein Drama . Die Spanier die daran teilnahmen, fühlten den historischen Augenblick. Hernado Cortez schrieb seine berühmten "fünf Briefe", in den Schlachtpausen während er noch im "Meer des aztekischen Blutes" wanderte, an seinen Kaiser. Ganz Mexiko wurde von den Spaniern erobert. Dort wo die Soldaten aufgehört hatten, setzten die Missionare fort. Sie wollten den Azteken den christlichen Glauben zuführen. Das Gesamte 17. Jahrhundert gehörte den Missionaren.



1.4 Die sozialen Strukturen der Azteken
1.4.1 Die staatliche und gesellschaftliche Ordnung
Die staatliche Organisation in Tenochtitlán war durch das System schon angedeutet: der "König" gab seine Wünsche an den "Rat der Vier" weiter; dieser leitete sie weiter an die größere Körperschaft der Sippenführer, diese wiederum weiter hinunter zum Sippenrat, wo ein anderer Würdenträger, dem die Aufrechterhaltung der Ruhe oblag und der während des Krieges Sippenführer war, die Wünsche der höheren Stellen den Mitgliedern der Sippe bekannt gab. Die Sippe bildete, wie bereits gesagt, die Grundeinheit des Systems. Sie sorgte für Eintracht innerhalb der Sippe, traf Vorbereitungen für den Krieg, errechnete die Steuern für die Sippenmitglieder. Befehle gelangten auf diese Weise bis zur untersten Sprosse der gesellschaftlichen Leiter hinab. Die Azteken schufen sich keine Freunde und sie schmiedeten sich auch kein Reich. Sie machten genau die gleiche Entwicklung durch wie alle neolithischen Gemeinwesen anderswo. Sie wanderten vom Land, wo zuerst alle in der Landwirtschaft tätig waren, ab, zogen in die Stadt, die zu einer Tempelstadt wurde und die einen Überschuß an Nichtbauern, an Fachkräften der Architektur, Skulptur, Steinmetzkunst und an Priestern hervorbrachte - alles Menschen, die ihre Nahrung nicht mehr dem Feld abrangen. Dann ging ihre Gesellschaft in einen Stadtstaat mit Satellitenstädten über, und in Tenochtitlán entwickelte sich eine erweiterte Priesterklasse. Die Azteken waren ein Kämpfervolk. Ihr Land bot ihnen keinen Luxus; Baumwolle, die herrlichen Vogelfedern, Schokolade, Gold, Gummi versagte es ihnen. Wollten sie diese Dinge besitzen, dann mußten sie sie erobern. Der Handel gewann für Mexiko enorme Bedeutung und Krieg gab es ununterbrochen. Als Folge dieser Kriege flossen von weit und breit die Abgaben der Besiegten in die Stadt und wurden unter den Sippen verteilt. Dadurch brauchten sich die Bewohner der Stadt weniger den Feldarbeiten zu widmen und konnten in der so gewonnenen Freizeit wieder verschiedene andere Dinge herstellen, die sie dann für Luxusgüter auf dem Markt verhandelten.

 
 




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