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deutsch artikel (Interpretation und charakterisierung)

Orhan pamuk - die weiße festung


1. Drama
2. Liebe



Orhan Pamuk - Die weiße Festung Inhaltsangabe Der Roman "Die weiße Festung" von Orhan Pamuk handelt von einem jungen Venezianer, der in türkische Gefangenschaft gerät und dann an einen Hodscha verkauft wird. Der Venezianer und der Hodscha bilden eine besondere Herr-und-Knecht-Beziehung. Der junge namenlose Venezianer wird auf einer Schiffsreise von Venedig nach Neapel von Türken gefangen genommen und als Sklave nach Istanbul gebracht. An Bord erzählt er von seinen Kenntnissen in Anatomie und drückt sich vor der Ruderbank. Im Gefängnis versucht er ebenfalls, durch den Vorwand, er sei Arzt, den körperlichen Strapazen zu entkommen. Durch seinen Einsatz als "Arzt", bei Gefangenen sowie auch bei den Wärtern, verdient er Geld für Türkischunterricht.

     An einem Abend lässt der Pascha ihn zu sich bringen. Der Pascha schildert ihm sein Problem und der Venezianer erkennt, dass dieser an Asthma leidet. Eines Morgens ruft man ihn zum Pascha und dort hat er die Begegnung mit seinem Doppelgänger, dem fünf, sechs Jahre älteren Hodscha. Auftrag des Paschas für die beiden Männer war, ein Feuerwerk für eine Hochzeit zu gestalten. Der Venezianer will das Feuerwerk ordentlich hinbekommen, da er auf seine Freilassung hofft. Doch seine Freiheit bekommt er nur, wenn er Moslem würde.

     Er weigert sich und wird kurze Zeit später an den Hodscha als Sklave verkauft. Sie wohnen gemeinsam im Haus des Hodschas und der Junge soll ihn lehren. Der Pascha beobachtet die beiden Männer sehr gerne. Es vergeht einige Zeit, der Pascha stirbt und der Hodscha muss als Wahrsager Träume deuten. Die beiden Männer sitzen sich gegenüber und schreiben, meistens über ihre eigenen Schwächen und Schlechtigkeiten. Als die Pest ausbricht, hat sich der Hodscha nichts vorzuwerfen und ist davon überzeugt, dass er dagegen immun ist.

     Der Sklave ist ganz anderer Ansicht. Er hat große Angst vor der Pest und verlässt das Haus nicht mehr. Der Hodscha zwingt den Sklaven seine Kleidung abzulegen und versucht den Sklaven mit einer Art Pestbeule anzustecken. Er will auch das Leben beider vertauschen - Sklave wird zum Hodscha, Hodscha wird zum Sklaven. Als der Sklave glaubt, dass der Hodscha im Sterben liegt, flieht er auf eine Insel. Die Beule am Körper des Hodschas war nur ein Insektenstich und so wird der Sklave wieder zurückgeholt.

     Er kommt gerne und hilft dem Hodscha bei seinen neuen Plänen. Die beiden Männer gewinnen die Gunst des Sultans durch die Voraussage, dass die Pest ihr Ende hätte. Der Hodscha wird oberster Sterndeuter und der Sklave fühlt sich vernachlässigt. Der Hodscha wird vom Sultan zum Bau der "Superwaffe" beauftragt. Die Vorbereitungen für den Feldzug, in dem die Waffe eingesetzt werden soll, schreiten voran. Als es dann zum Einsatz der Waffe kommt, wissen der Hodscha und sein Sklave genau, dass die Waffe nicht kriegstauglich ist.

     Durch das Versagen der "Superwaffe" ist der Kopf des Hodschas gefährdet. Der Hodscha tauscht die Kleidung mit seinem Sklaven und flieht. Der Sklave wird oberster Sterndeuter, heiratet und wird Vater von vier Kindern. Bevor er jedoch "seinen Kopf verliert", gibt er seine Tätigkeit als Sterndeuter auf. Charakteristik: Erzähler (kein Name) Die Hauptperson ist der namenlose Erzähler. Er ist ein junger Venezianer, der in Florenz und Venedig Wissenschaft und Kunst studiert hat.

     Er ist sehr von sich überzeugt und glaubt alles bis ins kleinste Detail zu verstehen, da er Ahnung von Astronomie, Mathematik, Physik und Malerei hat. Am Anfang gibt er sich als Arzt aus, um nicht auf die Ruderbank zu kommen, dadurch wird er von den anderen Gefangen gehasst. Im Gefängnis versucht er sich ebenfalls vor der körperlichen Arbeit zu drücken. Er hat einen Doppelgänger, den Hodscha. Sie haben das gleiche Aussehen, jedoch komplett anderen Ansichten und Eigenschaften durch ihre beiden Kulturen (westliche - Italien, östliche - Türkei) Bei ihm lebt er als Sklave und muss ihn lehren. Er hat große Angst vor der Pest und flüchtet auf eine Insel, als der Hodscha mit einer Beule am Körper erscheint.

     Er führt am Ende das Leben des Hodschas. Er trauert wahrscheinlich ewig um ihn und wird ihn nie vergessen. Charakteristik: Hodscha Der Hodscha hat wie die Hauptperson keinen Namen. Die Bezeichnung "Hodscha" bedeutet Lehrer, Gelehrter und Geistlicher. Genau diese Berufe übt der Hodscha auch aus. Er ist sehr zuversichtlich, dass er von der Pest nicht infiziert wird, da er in seinem Leben alles richtig gemacht hat.

     Er glaubt, dass die Pest nur Menschen trifft, die in ihrem Leben etwas falsch gemacht haben. Der Hodscha ist der Doppelgänger / Zwillingsbruder des jungen Venezianers. Er will sich von dem Jungen, vor allem in Astronomie, lehren lassen und verwendet ihn als Sklaven. Die beiden Männer entwickeln eine ganz besondere Herr - Knecht - Beziehung. Sie haben beinahe ein freundschaftliches Verhältnis zu einander, doch dann behandelt der Türke den jungen Mann wieder als Sklaven, fesselt ihn und schlägt ihn. Der Hodscha nutzt die Schwächen und Ängste des Venezianers aus.

     Am Ende des Textes werden die Charaktere fast eins, sie tauschen ihre Leben. Der Hodscha geht nach Italien und der Venezianer lebt das Leben des Hodschas in Istanbul weiter. Fakten zu historisch-gesellschaftlichen Hintergrund: Die Hauptthemen in Orhan Pamuks "Die weiße Festung" sind die unterschiedlichen Ansichten der östlichen und westlichen Gesellschaft. Vor allem in der östlichen Region gibt es verschiedene Strategien und Machtkämpfe zwischen Sultan, Hof und der geistlichen Bevölkerung. Er versucht die Probleme der Kulturen von beiden Seiten zu erzählen. Einerseits aus der Sicht des Venezianers und andererseits aus der Sicht des Hodschas.

     Orhan Pamuk versucht in seinen Texten Kritik zu vermeiden, er beschreibt nur die Zustände in der Türkei des 17. Jahrhunderts.

 
 




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