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deutsch artikel (Interpretation und charakterisierung)

Buchvorstellung: franz kafka


1. Drama
2. Liebe



Das Schloss Von Franz Kafka Kurze Angaben zum Autor Franz Kafka Franz Kafka wurde am 3.Juli 1883 in Prag, ehemaliges Österreich-Ungarn, geboren und starb am 3. Juni 1924 in Kierling bei Wien. Er wuchs somit in einem Vielvölkerstaat auf. Seine Eltern sprachen beide Deutsch. Hermann Kafka (1852-1931) und Julie Kafka (1856-1934) waren beide jüdischen Glaubens und erzogen auch ihren Sohn religiös.

     Die Kafkas gehörten zu den gebildeten Leuten in Österreich. Seine Mutter stammte aus einer wohlhabenden Familie und sein Vater war ein selbständiger Galanteriewarenhändler. Franz Kafkas Werke zählen zu den wichtigsten des 20. Jahrhunderts. Die Arbeit an dem Werk "Das Schloss" wurde 1922 von ihm abgeschlossen, war jedoch unvollendet. 1926 wurde es gedruckt.

     Der Roman bricht in der Handlung ab, ohne dass ein Schluss erkennbar wäre. Aufgrund dessen schrieb sein enger Vertrauter Max Brod ein Ende, welches auf den persönlichen Erzählungen Kafkas basieren. Handlung von "Das Schloss" Der Roman "Das Schloss" von Franz Kafka spielt in einem kleinen Dorf. In der Nähe des Dorfes befindet sich der Schlossberg. Der Roman beginnt mit der Ankunft von Herr K. in einem kleinen Wirtshaus, in dem alle Zimmer belegt sind.

     Herr K. wird als Landmesser in das Dorf gerufen, doch niemand scheint ihn erwartet zu haben. Durch seine Ankunft werden die Wirtshausbesucher nervös und unruhig. Sie sind es nicht gewohnt ein unbekanntes Gesicht zu sehen und begegnen ihm mit Distanz und Misstrauen. Hinzu verweigert das Volk Herr K. die gesellschaftliche Anerkennung.

     Nachdem Schwarzer ein Telefongespräch mit dem Bürochef geführt hat, wird Herr K. mit Respekt und Würde behandelt. Es ist leicht zu erkennen, dass das Dorf sehr auf die Bürokratie des Schlosses gestützt ist. Die Menschen im Dorf leben nach den Regeln der Beamten, die die Spitze der Schlossregierung darstellen. Das erkennt man daran, dass das Volk vorerst keine Gastfreundlichkeit zeigt, doch als bekannt wird, dass die Beamten mit der Ankunft von Herr K. rechnen, bekommt Herr K.

     Gastfreundschaft und Anerkennung. Herr K. fühlt sich in eine unverständliche Welt gesetzt, wo die Menschen sich nicht annähernd so verhalten, wie er es kennt. Die Verwaltung scheint das Leben der Bevölkerung völlig zu kontrollieren. Man könnte sogar von einer Hierarchie sprechen, in der sich die Beamten des Schlosses an der Spitze befinden. Das Leben der Bevölkerung beschränkt sich auf die Regelungen und Vorschriften der Beamten.

     Sollte eine Regelung oder eine Vorschrift, wie zum Beispiel eine Aufenthaltsgenehmigung oder eine Schlafgenehmigung, nicht eingehalten werden, dann droht eine schlimme Strafe. Die schlimmste Strafe für jeden Bürger ist die Ausgrenzung oder Verbannung aus dem Dorf. Nun beginnt Herr K. als Schuldiener. Sein Ziel ist es, Kontakt mit den höheren Ämtern der Schlossverwaltung aufzunehmen. Schnell wird klar, dass die Erfüllung des Ziels von der Eingliederung in die Dorfgemeinschaft abhängt.

     Doch er scheitert daran, dass er das Verhalten der Dorfbewohner nicht versteht. Man kann sagen, dass Herr K. wie ein Fremdkörper erscheint, weil er sich gar nicht anpassen will und kann und an der Situation zu scheitern scheint. Das Dorf und das Schloss verwirren ihn bereits so stark, dass er zu verzweifeln droht. Nachdem Herr K. nachts zum Sekretär eines Schlossbeamten gerufen wird, deutet sich ein Wechsel der Handlung an.

     Doch die Chance zur Eingliederung in die Dorfgemeinschaft verpasst er, weil er sich für die falsche Tür entscheidet. Die Anstrengung macht ihn so müde, dass er in einen Tiefschlaf fällt. Herr K. muss auf die nächste Chance warten, wenn es nicht schon seine erste und letzte war. Sein Ehrgeiz und seine Zuversicht brechen an dem System zusammen. Damit endet der Roman, denn in Kafkas Original existiert kein Selbstgeschriebenes Ende.

     Deutung von "Das Schloss" Die Deutung von "Das Schloss" ist für den Leser auf den ersten Blick eindeutig, denn er kann sich leicht in K. hinein versetzen, weil er im ersten Moment sehr menschlich und normal erscheint. Auch sein Handeln am Anfang der Geschichte ist leicht nachzuvollziehen. Der krasse Gegensatz zu Herr K. ist die Bevölkerung. Ihr Verhalten ist sehr unverständlich, weil sie sehr gehorsam und obrigkeitsgetreu sind.

     Doch was auf den ersten Blick scheint, sieht beim zweiten Blick schon ganz anders aus. Als Leser erfährt man kaum etwas über Herrn K., außer einer Szene aus seiner Jugend, in der seine Beharrlichkeit und sein Ehrgeiz unterstrichen werden. Jedoch bleibt sein Name zu jeder Zeit verkürzt. Herr K.s Ziele bleiben auch zu jeder Zeit des Romans unklar, denn man erfährt bis zum Ende nicht, wieso Herr K.

     Kontakt zum Schloss sucht. Herr K. besitzt keine Identität, denn er ist gefühlskalt und unverständlich. Er ist in seiner eigenen Welt, zweifelt oft an sich und ihm fehlt an Selbstbewusstsein. Sein Lebensinhalt besteht daraus, dass er die Anerkennung der anderen Menschen gewinnen will, um sich selbst zu bestätigen. Alles in allem wird die Geschichte auf Herr K.

     aufgebaut und alles um ihn herum scheint verrückt zu sein, doch es stellt sich heraus, dass er noch ungewöhnlicher ist.

 
 




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