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Neue unterschicht in deutschland





Unterschicht Seit SPD-Chef Kurt Beck den Begriff Unterschicht in den Mund genommen hat, wird dieses Thema wieder mehr diskutiert. Es wird überlegt, ob man überhaupt so extrem über eine Unterschicht und damit natürlich auch über eine Oberschicht reden kann. Außerdem wird diskutiert was die Unterschicht eigentlich ausmacht. In den Zeitungen stand viel darüber und es hat mich einfach interessiert, ob die Spanne zwischen Unter- und Oberschicht wirklich so groß ist. Wenn man unterschicht hört, denkt man im ersten Moment an Menschen ohne Geld und ohne Job. An arme Menschen.

     Aber was mich erstaunt hat ist, das das Geld nicht Hauptteil dieser Spanne ist. Denn arm ist nicht gleich Unterschicht. Und das erklär ich jetzt mit den Punkten - Was bedeutet Unterschicht? - Wer gehört zur Unterschicht? - Was macht die Unterschicht aus? Was bedeutet Unterschicht? Unterschicht ist ein Begriff der genauso wie Mittel- und Oberschicht eingeführt wurde, um die sozialen Schichtungen zu beschreiben. Unterschicht beschreibt eine bestimmte Bevölkerungsgruppe mit wenigen Ressourcen. Und die verschiedenen Bevölkerungsgruppen unterscheiden sich an verschiedenen Merkmalen wie z.B Herkunft, Ausbildung oder Muttersprache.

     Das Merkmal Ausbildung ist bei dem Thema Unterschicht sehr wichtig. Wer gehört zur Unterschicht? Die Jobs für Menschen ohne Ausbildung gibt es nicht mehr. Sie werden auch nie zurückkommen, denn in der heutigen Wirtschaft in Deutschland ist die Unterschicht überflüssig. Man gilt als arm, wenn man mit weniger als 60% des Durchschnittseinkommens auskommen muss. Aber wie viel Geld verdienen die Armen? Eine vierköpfige Familie, die von Sozialhilfe lebt, bekommt vom Staat inklusive Miete und allen Hilfen 1550€ im Monat. Das ist mehr, als Ungelernte netto verdienen können.

     Jahrelang wurde die Unterschicht mit Geld „bekämpft“. Doch die Kluft zwischen Unter- und Oberschicht ist trotzdem immer größer geworden. Denn am Geld liegt es nicht. Die heutige Unterschicht leidet keine Not, dennoch lebt sie im Elend. Das Elend ist keine Armut im Portmonaie, sondern die Armut im Geiste. Der Unterschicht fehlt es nicht an Geld, sondern an Bildung.

     Was macht die Unterschicht aus? In keinem anderen OECD-Land (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Es ist eine internationale Organisation mit Hauptsitz in Paris) werden Unterschichtskinder im Bildungssystem so skandalös benachteiligt wie in Deutschland. Das hat der Pisa-Test gerade zum zweiten Mal gezeigt. Es gilt das Motto „ Einmal unten, immer unten“. In den vergangenen Jahrzehnten hat die Unterschicht eigene Lebensformen entwickelt, mit eigenen Verhaltensweisen, eigenen Werten und eigenen Vorbildern. Man nennt das auch die Unterschichtskultur.

     Unterschichtskinder schauen nicht nur erheblich viel Fernsehen als Gleichaltrige aus der Mittel- und Oberschicht, sie bevorzugen auch lieber billige Comics und Werbung anstatt ein altersgerechtes Buch zu lesen oder anzugucken. Die „Sendung mit der Maus“ überfordert sie oft. Die Kinder sind noch nicht einmal in der Schule und trotzdem werden sie schon nicht mehr in ihrer Weiterbildung gefördert. Und das ist ziemlich schade, denn wenn sich die Unterschicht der Oberschicht wieder nähern will, fängt es bei der Bildungsförderung bei den Kindern an. Das die Kinder nicht gefördert werden liegt unter anderem auch daran, dass Männer, die arbeitslos sind und mit ihrer Ex-Frau Kinder haben, keinen Unterhalt zahlen, da sie das Geld dafür nicht haben. Für die Mütter bedeutet das dann, mehr Geld zu verdienen und damit hat sie nicht mehr genug Zeit für ihre Kinder.

     Die Väter sehen darin, dass sie Kinder haben und keinen Unterhalt zahlen einen Grund nicht zu arbeiten. Würden sie arbeiten, würden sie keine Sozialhilfe mehr empfangen und müssten Unterhalt zahlen, sodass für sie selber nicht mehr genug Geld übrig bleiben würde. Das monatliche Einkommen ist aber nicht der richtige Maßstab um die Situation der Menschen zu beurteilen. Unter den rund 10 Millionen Armen, die derzeit in Deutschland gezählt werden, sind auch etwa 800 000 junge Menschen in Ausbildung und Studium. Sie haben wenig Geld. Aber jede Menge Chancen.

     Und das unterscheidet sie von der Unterschicht, denn die Menschen aus der Unterschicht haben noch nicht einmal mehr Chancen.

 
 




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