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Chruschtschow und breschnew





Nach dem Tod Josefs Stalins 1953 kam es erneut zu einem erbitterten Machtkampf in Russland. Hauptakteure waren Malenkow, der das Amt des Ministerpräsidenten bekleidete, und Chruschtschow, der Generalsekretär des Zentral Komitees war. Malenkow wollte das Land umfassend reformieren, so versprach er zum Beispiel eine bessere Konsumgüterversorgung, eine Milderung der Strafjustiz und die Aufhebung der Strafarbeitslager. Chruschtschow hingegen betonte den Vorrang der Schwerindustrie.
Neulandaktionen in Westsibierien und Kasachstan booten Malenkow allerdings als Ministerpräsidenten aus. Ihm folgte der bis dato eher unbekannte Nikolai Bulganin, der sogleich die Versprechen Malenkows zurückzog.
Ausenpolitisch war die erste Zeit nach Stalins Tod vor allem durch Entspannungsbemühungen gekennzeichnet. (Abschluss der Koreakrise, Konferenzen über Deutschland)
Als allerdings die BRD 1955 der NATO beitrat, gründeten die sozialistischen Länder ihrerseits den Warschauer Pakt. Zu Beginn war die DDR noch kein Teil, da man den Dialog fortführen wollte.
Am 20. Parteitag der KPdSU (1956) wurden die Weichen in Richtung Entstalinisierung gestellt. Bücher, Denkmäler und Ähnliches wurden verbannt. Die Prawda veröffentlichte zur selben Zeit einen Artikel in dem anhand von Engels, Marx und Lenin Zitaten gezeigt wurde, dass der Personenkult de Stalin verfallen war nicht dem Kommunistischen Idealen entspreche. Weiters wollte man die Weltrevolution an das atomare Zeitalter anpassen was soviel wie Koexistenz mit dem Westen bedeutete.
1957 erreichte Chruschtschow den Ausschluss Malenkows und Molotows aus dem ZK. Eines der neuen Mitglieder war Breschnew. Mit dem Ausscheiden Bulganins konnte Chruschtschow, der nunmehr auch Ministerpräsident war, seine Position endgültig festigen.
Chruschtschow wollte drei Reformen verwirklichen:
1. Wirtschaftsverwaltung (Bürokratieabbau)
2. Landwirtschaft (Einrichtung von Großkolchosen, Intensivierung des Maisanbaus sowie die Auflösung der zentralen Traktorstationen)
3. Erziehung (Ausbau von Fachschulen, Verbindung von geistiger und körperlicher Arbeit)
1959, am 21 Parteikongress, präsentiert Chruschtschow seinen Siebenjahresplan zur Überholung der USA (in der pro Kopf Erzeugung)
Prestige gewann die Sowjetunion in dieser Zeit vor allem durch zahlreiche Errungenschaften in der Raumfahrt.(Erster Satellit, erste unbemannte Landung am Mond, erster Mensch im Weltall)
Bei der Moskauer Konferenz, 1960, kommt es zu einer weiteren Zuspitzung des Konflikts zwischen China und Russland, als Teng Hsiao-Ping Stalin´s "Zwei-Lager-Theorie" verteidigt.
Agrarkrisen 1962/63 führen dazu, dass Getreide aus Kanada uns Australien importiert werden muss.
Außenpolitisch hält die Welt wegen der Kuba-Krise den Atem an. Nach der US Blockade erklärt sich Chruschtschow bereit die Raketenbasen auf der Insel abzumontieren. Trotzdem feiert die UdSSR Castro als Helden.
Nachdem China Chruschtschow 1964 ideologischen Verrat vorwirft, kommt es im Oktober 1964 zum Sturz Chruschtschows. Weiters wirft man Chruschtschow Fehlverhalten in der Cuba Krise und in der Suez Krise vor, sowie eigenmächtige außenpolitische Entscheidungen.
Leonid Breschnew wird neuer ZK Sekretär.
Die 1968 verkündete Breschnew-Doktrin (Hauptthese: sie Souveränität eines Einzelnen der kommunistischen Staaten findet ihre Grenzen an den Interessen der sozialistischen Gemeinschaft) gibt den außenpolitischen Weg für die nächsten Jahre vor (zumindest was die Satellitenstaaten betrifft).
Gegenüber der USA ist man um Entspannung bemüht. Nixon besucht 1972 sogar als erster US-Präsident die UdSSR.
Gegenüber der Bundesrepublik Deutschland ist man auch um entspanntere Beziehungen bemüht. (Gewaltverzichtsvertrag 1970, Zusammenarbeitsabkommen 1973)
In den 70er Jahren bemüht man sich auch in den entkolonialisierten Staaten in Afrika fußzufassen. Dieses Vorhaben ist jedoch nur von geringen Erfolgen gekennzeichnet.
Internationales Aufsehen erregte der Einmarsch der Sowjetischen Truppen in Afghanistan 1979.
Innerhalb der UdSSR hält man weiter am System der Fünfjahrespläne fest. Wirtschaftsschädigend sind auch die Prestige Projekte die, die UdSSR in dieser Zeit errichtete. Ein Staudamm führe beispielsweise zum Austrocknen des Aral-Sees wodurch der Fischfang verheerende Einbusen verzeichnen musste.
In dieser Phase wurden Russische Jugendliche in den Sommermonaten auch zu "Arbeitsferien" gezwungen um die russische Wirtschaft weiter anzukurbeln.

 
 




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