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philosophie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Philosophie



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  • Platon heute

    Die Philosophie Platons stellt die Grundlage für eine Vielzahl der später erarbeiteten Theorien vor allem in der Beschreibung des Erkenntnisprozesses dar. Das Problem des Apriorismus beschäftigt die Philosophie ebenso wie die Naturwissenschaft noch heute, und das Höhlengleichnis ist dabei ein oft zitiertes Beispiel. Man braucht nur in einer mondlosen Nacht den Kopf zu heben, um das Unmögliche vor Augen zu haben: einen Raum der Raum der ¯Welt® ...

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  • Person platon

    a) Biografie Platon, der mit wirklichem Namen Aristokles hieß, kam um 428 vor Christus in Athen zur Welt. Er stammte aus einer aristokratischen Familie. Ursprünglich wollte auch Platon in die Politik, wie er im "siebenten Brief" bestätigte: "Als ich noch jung war, ging es mir ebenso wie vielen. Ich war gesonnen, sobald ich zur Selbständigkeit gelangt sein würde, sogleich zur Teilnahme an den öffentlichen Angelegenheiten mich anzuschicken." ...

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  • Interpretation des höhlengleichnisses

    Ich persönlich sehe viele Parallelen zwischen Platons Höhlengleichnis und seinem tatsächlichen Leben. Das Gleichnis illustriert Wahrheit und Schein. Auf Platons Leben bezogen, erkennen wir: Platon hielt früher seine Welt für "real". Durch die Begegnung mit Sokrates lernte er die Philosophie kennen und lieben - und mit ihr eine neue Welt. Er entdeckte seine "Ideenwelt" - im Höhlengleichnis dargestellt durch die eigentliche Welt außerhalb der H ...

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  • Das höhlengleichnis-

    Im Inneren einer Höhle sitzen einige gefesselte Männer, die nur "auf die rückwärtige Wand sehen und ihren Blick nie dem Ausgang zuwenden können" . Hinter dem Rücken dieser Männer, befindet sich eine Straße gesäumt von kleinen Mauern, und dahinter gehen andere Männer vorüber, die Gegenstände aller Art tragen, "ein wenig wie die Gaukler, die den Zuschauern die Puppen zeigen" . Die dadurch verursachten Geräusche und Gespräche werden in der Höhle n ...

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  • Die platonische idee

    Für Platon bestand alles, das der Sinneswelt angehörte, aus einem vergänglichen Material, aber aus einer zeitlosen Form. Diese Form nannte er "Idee". Platon glaubte an eine eigene Wirklichkeit hinter der Sinneswelt - die "Welt der Ideen", wo die Urbilder zu Hause waren. Zur Erläuterung ein mathematisches Beispiel: 2 x 2 = 4 Dieser Satz hat eine zeitlose Gültigkeit. Der mathematische Zusammenhang existiert unabhängig von jeglicher psychisc ...

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  • Demiurgen

    Demiurgen sind in Platons Vorstellung eine Art göttlicher Handwerker, sozusagen ein Zwischenglied zwischen den Ideen und der sinnlichen Welt. Ein Demiurg formt die Materie nach göttlichem Vorbild (er ist also der Schöpfer, aber nicht "Gott" selbst!). ...

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  • Die welt der idee-

    Im "Phaidon" schreibt Platon: "Die ganze Sinnenwelt strebt danach zu sein wie die Ideenwelt, vermag es aber nicht, sondern bleibt dahinter zurück". Die sichtbare Welt ist also ein bloßes (und noch dazu schlechteres )Abbild der Ideenwelt. Die Idee ist ohne jede Ausnahme alles, was mit dem "an sich" oder der "Wesenheit" bestimmt werden kann. Die Ideenwelt ist für Platon auch gleichzeitig die Welt der Wahrheit und der Wissenschaft. Die Seele blei ...

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  • Die seelenlehre - definition

    Der Körper ist nur ein vorübergehender Aufenthaltsort für die Seele. Bei jedem Tod wechselt sie ihre Wohnung, und sie "steigt oder fallt in der Hierarchie des Lebens" . Die Voraussetzung für Platons Seelenlehre ist die Wesensverschiedenheit von Geist und Körper. Platon vergleicht die Seele mit der "vereinten Kraft eines Gespanns geflügelter Rosse und seines Lenkers (...) Von den Rossen ist eines gut und edel und von edler Herkunft, das ander ...

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  • Die lehre von der wiedererinnerung (= anamnese)

    "Die Seele entsteht nicht erst mit der individuellen Person, sondern sie existierte schon vor ihrem Eintritt in den Leib, und zwar im Ideenreich, so dass sie die Ideen in ihrer Reinheit unmittelbar schauen konnte." Durch den Eintritt der Seele in den Körper werde das ursprüngliche Wissen verschüttet, könne aber wieder in Erinnerung gerufen werden ("anamnesis"). Die Wiedererinnerung konnte zum Beispiel durch Sokrates' legendäre Fragetechnik ...

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  • Die unsterblichkeit der seele

    Im Dialog "Phaidon" diskutiert Sokrates kurz vor seinem Tod mit seinen Freunden über die Unsterblichkeit der Seele. Er versucht ihre Präexistenz und ihre Postexistenz zu beweisen. . Die Präexistenz der Seele wird anhand des Phänomens der Anamnese (Wiedererinnerung) erklärt: Der Mensch hat bereits vor aller Erfahrung ein Wissen von den unwandelbaren Begriffen und Gestalten (= Ideen) . Im menschlichen Erkenntnisprozess beschäftigt sich die Se ...

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  • Die erkenntnislehre

    Unter dem Einfluss von Sokrates war Platon von der Möglichkeit der Erkenntnis überzeugt. Gegenstand der Erkenntnis sei das wahrhaft Wirkliche und nicht das bloße Scheinbild der Wirklichkeit. Nach Platon muss das vollkommene Wirkliche ewig und unveränderlich sein. Er setzte das Wirkliche mit der idealen Welt gleich, die der physischen Welt des Werdens entgegengesetzt ist. Den Empirismus - die Lehre ,wonach die gesamte Erkenntnis abhängig von der ...

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  • Staatslehre

    a) Gerechtigkeit Platon wollte "Normen für den sittlichen und den rechtlichen Bereich aufstellen" Die Frage nach dem Wesen der Gerechtigkeit ist zentrales Thema in "Politeia". Platon forderte, dass die "Regierungskunst" nicht aus Eigeninteresse ausgeübt werden sollte: - Die Gesellschaftsordnung ist gerecht, "wenn die Stände - nämlich der Stand der Regierenden, der Stand der Krieger und Sicherheitsorgane (die "Wächter"), der Stand der Arbe ...

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  • Wirkung auf platons nachwelt

    Platons Werk hat die gesamte Geschichte der abendländischen Philosophie nachhaltig beeinflusst. Seine Akademie blieb bis 529 n.Chr. bestehen. Sie wurde auf Veranlassung des byzantinischen Kaisers Justinian geschlossen. Platons Wirkung auf das jüdische Gedankengut zeigt sich in dem Werk des alexandrinischen Philosophen des 1. Jahrhunderts, Philo Judaeus. Bedeutung erlangte auch der Neuplatonismus, der im 3. Jahrhundert von dem Philosophen Plotin ...

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  • Platons lehre

    Platons Theorie des Erkennens basiert auf dem Apriorismus der Sinneswahrnehmungen, dass heisst, er geht von bestimmten "Gewusstheiten" aus, die jedem Menschen angeboren sind. Zu diesen apriorischen "Gewusstheiten" zählt er unter anderem Identität, Gleichheit, Verschiedenheit, Gegensatz, Einheit, Zahlenbestimmtheit, Gerades und Ungerades. Zu diesen Unveränderlichkeiten zählt auch jede Wesenheit (z.B. das Schöne an sich, das Gute, die Gesundhei ...

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  • Die idee-

    Die Idee hat eine doppelte Bedeutung: Sie ist zum einen ein Gedanke (subjektive Idee), zum anderen aber auch der Gegenstand, den wir denken (objektive Idee). Aufgrund ihrer Apriorischen Verankerung im Denken versteht man sie auch als Gegenstände der wahren Erkenntnis. Die platonische Idee existiert unabhängig von Raum oder Zeit und ist lediglich dem Denken zugänglich ist. Diese Idee stellt im Grunde eine ideale Wirklichkeit dar. Hinter der sch ...

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  • Das höhlengleichnis -

    Diese Gedanken über Wahrheit und Wirklichkeit hat Platon sehr anschaulich durch sein berühmtes Höhlengleichnis erläutert: Platon vergleicht die Situation der Menschen mit Leuten, die sich seit ihrer Geburt in einer unterirdischen Höhle befinden, wo sie so an einer Bank gefesselt sind, daß sie sich nie umdrehen können und nur die dem Eingang gegenüberliegende Wand sehen können. Hinter ihnen verläuft quer durch die Höhle eine hohe Mauer, hinter ...

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  • Die lage der gefangenen:

    Menschen, die von ihrer Geburt an immer in der selben Stellung gefesselt sind, leben in einer unterirdischen Wohnstätte mit lang nach aufwärts gestreckten Eingang. Von oben her aus der Ferne von rückwärts leuchtet ihnen ein Feuerstein. Zwischen dem Feuer und den Gefangenen läuft oben ein Weg, längs dessen eine Mauer errichtet ist. Längs dieser Mauer tragen Menschen Menschenwerke verschiedenster Art vorbei, mal schweigend, mal redend. Die Gefan ...

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  • Die befreiung von den fesseln:

    Wenn einer von ihnen entfesselt wurde und er gezwungen wurde, sich in Bewegung zusetzen und zum Licht empor zu schauen, wäre er nicht imstande, die Dinge zu erkennen, deren Schatten er vorher sah. Er würde nicht glauben, dass er damals nur Nichtigkeiten gesehen hat und jetzt die Dinge genauer und besser sehen könne. ...

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  • Befreiung aus der höhle:

    Wenn man ihn nach oben bringen würde, würde er sich dagegen sträuben und , völlig vom Glanz geblendet, würde er nichts erkennen können. Er würde sich erst daran gewöhnen müssen, wenn es ihm gelingen soll, die Dinge da oben anzuschauen, darauf die Abbilder der Menschen und der übrigen Dinge im Wasser, und später dann die wirklichen Gegenstände selbst zu erkennen. ...

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  • Im angesicht der sonne:

    Zuletzt wird er sich im Klaren werden, dass der Sonne die Jahreszeiten und die Jahresumläufe zu verdanken sind. Weiters wird er sich bewusst werden, wie wichtig die Sonne für unser gesamtes Leben ist. Er wird sämtliche Zusammenhänge erlernen und verstehen. ...

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