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Objekt

Abschließende praxistips





Zum Abschluß dieses Kapitels sollen noch einige Praxistips gegeben werden. Zum Teil handelt es sich um Wiederholungen, aber auch um Vorgriffe auf die Kapitel Objektive und Verschluß. Doch die Tips sind für die Praxis so wichtig, daß sie an dieser Stelle zusammengefaßt werden sollen.

Auf jede Filmverpackung ist die Empfindlichkeit aufgedruckt. Normalerweise stellt der Fotograf diesen Wert an der Kamera oder am Handbelichtungsmesser ein. Nun ist es möglich, daß die Kameraverschlußzeiten vom Sollwert abweichen. Zudem sind bei der Filmproduktion Schwankungen möglich. Während das bei Negativfilmen praktisch keine Rolle spielt, können Diafilme zu hell oder zu dunkel ausfallen. Letztlich spielt auch der persönliche Geschmack eine Rolle. So belichten manche Fotografen Diafilme generell um ein bis zwei ASA-Schritte knapper oder reichlicher, als von den Herstellern empfohlen wird. Unter einen ASA-Schritt ist dasselbe zu verstehen wie eine Veränderung der Filmempfindlichkeit um

1 DIN.

Eine knappere Belichtung erhält man durch die Einstellung einer höheren ASA-Zahl, indem man z.B. 125 oder 160 ASA statt 100 ASA einstellt. Dadurch erscheinen die Farben etwas kräftiger. Stellt man eine niedrigere ASA-Zahl ein, fällt die Belichtung reichlicher aus und die Farben sind weniger kräftig. Diafilme werden in der Regel besser zu knapp als zu reichlich belichtet.

Wer bei der Empfindlichkeitseinstellung ganz sicher gehen will, kann einen Test vornehmen. Dazu sucht man sich ein farbiges Motiv aus, beispielsweise eine mit unterschiedlichen Früchten gefüllte Obstschale, das möglichst gleichmäßig und schattenfrei beleuchtet wird. Man fotografiert nun eine Serie, wobei ein Bild genau nach Herstellerangabe belichtet wird, die restlichen dann jeweils um einen ASA-Schritt knapper sowie reichlicher, bis zur halben/doppelten ASA-Zahl. Einen 100 ASA-Film belichtet man zuerst wie 100 ASA, dann wie 125, 160 und 200 ASA, gefolgt von 80, 64 und 50 ASA. Nach normaler Entwicklung wird für zukünftige Belichtungen die ASA-Zahl zugrunde gelegt, die den besten Eindruck hinterläßt.
Hier ist der persönliche Geschmack entscheidend. Allerdings ist der Test nur dann sinnvoll, wenn sämtliche Kameraverschlußzeiten genau abgestuft sind und man Filme mit gleicher Emulsionsnummer verwendet. Mit der genauen Abstufung der Verschlußzeiten ist gemeint, daß sie zwar ungenau sein dürfen, aber alle um den gleichen Faktor. So darf sich der Verschluß bei der Einstellung von 1/500 Sekunde nur 1/333 Sekunde öffnen. Dann müssen aber auch alle anderen Zeiten um den Faktor 1,5 nachgehen, die Einstellung von 1/15 Sekunde also nur 1/10 belichten.

Um Filme auch nach dem Verfalldatum verwenden zu können, lagert man sie in Kühlschränken oder noch besser in Gefriertruhen. Bevor man kaltgelagerte Filme in die Kamera einlegt, müssen sie erst für eine oder mehrere Stunden an die Umgebungstemperatur angepaßt werden. Je niedriger die Lagertemperatur war, desto länger muß man sie im Zimmer stehen lassen. Allerdings lohnt sich die Kühlschranklagerung von Amateurfilmen nur für Schwarzweißfilme oder Filme, die von den Herstellern über längere Zeit nicht verändert werden. Die meisten Farbnegativ- oder Farbdiafilme werden alle ein bis zwei Jahre verbessert. So lange kann man sie auch bei Zimmertemperatur lagern. Manchmal wird ein Film verbessert, ohne daß der Hersteller das bekanntgibt. Man erwirbt dann einen Film mit gleichen Namen in gleicher Verpackung, der aber andere Eigenschaften besitzen kann.

Die Frage nach der richtigen Empfindlichkeit kann generell mit `so niedrig wie möglich, aber so hoch wie nötig\' beantwortet werden. Wenn man Landschafts- oder Architekturaufnahmen fotografiert, sollte man 25 ASA oder 50 ASA-Filme einsetzen und das Stativ nicht vergessen. Auf Reisen ist der 100 ASA-Film ein guter Begleiter, aber auch einige 400 ASA oder gar noch höherempfindliche Filme ermöglichen ungewöhnliche Aufnahmen, z.B. im Theater oder Kneipen bei Originalbeleuchtung.

Wenn man aus freier Hand fotografiert, entscheidet auch die Brennweite des Objektives über die richtige Filmempfindlichkeit. Die Verschlußzeit in Sekunden sollte nicht unterhalb des Kehrwertes der Brennweite in Millimetern liegen.

Bei einen 500 mm-Objektiv sollte die Verschlußzeit höchstens 1/500 Sekunde betragen oder noch kürzer sein, bei einen 50 mm-Objektiv höchstens 1/60 Sekunde. Wenn Zoomobjektive verwendet werden, ist die längste Brennweite ausschlaggebend. So wählt man bei einen 75-300 mm-Objektiv vorsichtshalber 1/500 Sekunde, also die nächstliegende kürzere Zeit zu 1/300 Sekunde, denn die läßt sich bei den für alle Kameras genormten Verschlußzeitenabstufungen normalerweise nicht einstellen.

Die Kehrwertregel ist nur eine Faustregel. Natürlich ist die längste Verschlußzeit, die man mit einer bestimmten Brennweite `halten\' kann, von Mensch zu Mensch verschieden und hängt auch vom momentanen Zustand ab (z.B. müde). Wer jedoch behauptet, mit einem Telebjektiv großer Brennweite auch noch bei verdächtig langen Zeiten freihändig scharfe Aufnahmen zustandezubringen, der soll mit behaupteter Zeit eine Zeitungsseite fotografieren -- einmal freihändig und einmal mit Stativ. Jede Wette: Wenn er anschließend das Ergebnis mit einer hochwertigen Lupe (das sind Lupen, die um 300 DM kosten) betrachtet, nimmt er seine Aussage zurück.
Bevor man einen Film auswählt, setzt man das Objektiv an das Kameragehäuse und mißt bei offener Blende die Verschlußzeit. Ist diese nicht kurz genug, verstellt man die ASA-Zahl solange, bis das der Fall ist und wählt dementsprechend den Film aus. Bei wechselhaften Licht, wenn die Sonne sich z.B. öfter einmal hinter den Wolken versteckt oder wenn man durch helle und dunkle Straßenzüge zieht, muß eine verwacklungssichere Verschlußzeit auch bei geringerer Beleuchtungsstärke erreicht werden.

Benötigt man einen höherempfindlichen Film, hat aber keinen zur Hand, kann man einen niedrigempfindlicheren wie einen höherempfindlichen belichten. Stellt man z.B. fest, daß die für ein verwacklungsfreies Fotografieren notwendige Verschlußzeit nur mit einen 200 ASA-Film erreicht werden kann, aber man hat nur 100 ASA-Filme, so verwendet man einen 100 ASA-Film, stellt aber 200 ASA an der Kamera oder am Handbelichtungsmesser ein. Dabei muß der ganze Film wie 200 ASA belichtet werden. Anschließend wird der Film gut gekennzeichnet, z.B. mit einen roten Aufkleber, auf dem die normale und die belichtete ASA-Zahl steht. Das Fotolabor muß extra darauf hingewiesen werden, damit es eine Sonderentwicklung vornimmt. Man stellt immer die doppelte oder vierfache ASA-Zahl ein.

Dieser Vorgang wird auch als Pushen bezeichnet. Je weniger man den Film pusht, desto besser fallen die Ergebnisse aus. Am besten sind die Resultate natürlich dann, wenn man den Film genau nach Herstellerangabe belichtet. Es ist aber auch möglich, wenngleich wenig sinnvoll, einen höher empfindlichen Film wie einen niedriger empfindlichen zu belichten. Im Eifer des Gefechts habe ich einmal versehentlich einen 200 ASA-Diafilm wie 100 ASA belichtet. Für das Labor war es kein Problem, den Film entsprechend zu entwickeln. Allerdings war die Bildqualität nicht mit einem 100 ASA-Film, sondern mit der eines 200 ASA-Films vergleichbar.

Es kann schon einmal vorkommen, daß man einen Film noch nicht vollständig belichtet hat, aber nun mit einen höher- oder niedrigempfindlicheren Film oder einem Schwarzweißfilm statt des Farbfilms fotografieren will oder muß. Das ist kein Problem wenn man über ein zweites Kameragehäuse verfügt. Wenn das nicht der Fall ist, kann man den alten Film in der Kamera zurückspulen und den neuen einlegen. Was geschieht mit den restlichen Aufnahmen des alten Films? Man kann sie ohne größere Umstände noch ausnutzen, wenn man den Film nicht ganz in die Patrone zurückgespult hat. Nach der Rückspulung notiert man zuerst einmal die vorläufige Aufnahmezahl, am besten auf der Filmpatrone.

Wenn man den Film wieder in die Kamera einlegt, setzt man den schwarzen, lichtundurchlässigen Schutzdeckel vor das Objektiv und stellt dort die kleinste Blende, das ist die größte Zahl, ein. Am Kameraverschluß wird die kürzeste Zeit gewählt und anschließend Bild für Bild fotografiert, bis man um zwei Bilder weiter ist, als sich bereits Aufnahmen auf dem Film befinden. Weil durch den Objektivdeckel kein Licht fällt, werden die ursprünglichen Bilder nicht ein zweites Mal ungewollt belichtet. Die Sicherheitszugabe von einer Aufnahme ist notwendig, damit sich an der `Nahtstelle\' die Bilder nicht überlappen. Hat man also bereits 18 Aufnahmen fotografiert, so wird der Film bis Bild Nr. 20 transportiert.
Spult man von Hand über eine Kurbel zurück, fühlt man ein plötzliches Nachlassen des Widerstandes, wenn sich der Film von der Aufwickelspule der Kamera gelöst hat. Dann kann man die Rückwand öffnen und ist sicher, daß der Filmanfang nicht in der Patrone verschwunden ist. Nun gibt es Motorkameras, die den Film ganz in die Patrone zurückspulen. In diesem Fall hilft ein Filmherauszieher von der Firma hama, mit dem man den Filmanfang wieder aus der Filmpatrone zurückholen kann. Bei vollautomatischen Kompaktkameras ist es normalerweise nicht möglich, Blende und Verschlußzeit vorzuwählen und einen lichtdichten Deckel aufzusetzen. Hier kann man in einem lichtdichten Raum, z.B. im abgedunkelten Zimmer unter einer dicken Bettdecke, den Film Bild für Bild vortransportieren. Dazu muß der Automatikblitz abgestellt werden!

Manchmal möchte man auch einen teilbelichteten Film entwickeln, wenn z.B. von den 36 Aufnahmen nur 18 fotografiert wurden und man den unbelichteten Rest zu einen späteren Zeitpunkt weiterverwenden will. Oder man hat die ersten Aufnahmen mit einer anderen Empfindlichkeit belichtet. Ein schlimmerer Fall wäre, wenn der Film plötzlich reißt. Was wird dann aus den bereits belichteten Filmstück?

Auch hier benötigt man einen lichtdichten Raum, z.B. unter der Bettdecke im abgedunklten Schlafzimmer. Noch professioneller ist ein Film-Wechselsack, der aber für gelegentliche Anwendungen zu teuer ist. Im Dunkeln öffnet man die Kamerarückwand und entnimmt den teilbelichteten Film. Bei Kameras ohne motorischen Rücktransport muß man dazu den Rückspulentsperrknopf drücken. Ist der Film nicht abgerissen, schneidet man ihn mit der Schere an der Stelle, kurz nachdem er aus der Patrone kommt, senkrecht ab. Dann rollt man ihn auf und verstaut ihn in einer schwarzen, lichtdichten Filmdose.

Wird der Film nicht selbst entwickelt, klebt man den Dosendeckel zum Schutz gegen versehentliches Öffnen am besten mit Klebeband zu und fordert eine Spezialentwicklung an. Dazu müssen der genaue Filmtyp und die Empfindlichkeit angegeben werden. Den restlichen Film zieht man zur weiteren Verwendung ein Stück aus der Filmpatrone und schneidet den Anfang am besten nach den Muster eines neuen Films zu. Dieses Verfahren eignet sich natürlich nicht für Kameras, die zuerst den ganzen Film aus der Patrone ziehen, und dann Aufnahme für Aufnahme in die Patrone zurückziehen. Im Falle eines Filmrisses ist man hier besser dran, denn der belichtete Film befindet sich bereits in der Patrone. Allerdings ist es nicht möglich, einen teilbelichteten Film zu entnehmen und den Rest später wiederzuverwenden, denn der muß sich ja lichtgeschützt in einer Patrone befinden, die bereits für die belichteten Bilder reserviert ist.

 
 




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