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informatik artikel (Interpretation und charakterisierung)

Praktisch / kommerzieller teil


1. Java
2. Viren

3.1. Einsatzerwartungen Die Nutzeffekte, die von den Auftraggebern von Expertensystemen erwartet werden, lassen sich wie folgt aufgliedern:

* Rationalisierungseffekte:

* Verkürzung von Bearbeitungszeiten

* Erhöhung der Produktivität
* Senkung des Personalaufwandes
* Dequalifikationseffekt (verwenden angelernter Kräfte möglich)


* Kontrolleffekte:

* Beherrschung der qualitativen Konsistenz von Produkt und Arbeit
* Besseres Verständnis / Analyse von Arbeitsvorgängen ("Nun, nachdem sie unsere Abteilung so genau analysiert haben, funktioniert alles so gut, daß wir ihr System gar nicht mehr brauchen")



3.2. Einsatzfelder

Ein allgemeine Eingrenzung geeigneter Arbeitsgebiete für Expertensysteme umfaßt folgende Bedingungen:

* Der Aufgabenbereich sollte deutlich abgrenzbar und nicht zu umfangreich sein.
* Der Aufgabenbereich sollte bereits einen gewissen Grad wissenschaftlicher Durchdringung und Systematisierung aufweisen (Fachliteratur, Lehrbücher vorhanden)
* Es sollte mindestens ein anerkannter menschlicher Experte, der sich auf die betreffenden Aufgabenklassen versteht, verfügbar sein. Aber: ,,Ein Experte ist jemand der keine Zeit hat."
* Hauptquelle der außergewöhnlichen Leistungen des Experten sollten Spezialwissen, Erfahrung und geschultes differenziertes Beurteilungsvermögen sein.
* Der Experte muß bereit und in der Lage sein, sein Spezialwissen und seine Erfahrung (verbal) mitzuteilen.

Verschiedene Einsatzgebiete von Expertensystemen


* Analytische Expertensysteme
* Diagnose (MYCIN, Maschinenfehleranalyse)

* Klassifikation (Dendral, Prospektor)
* Sythetische Expertensysteme

* Planung (Maschinenbelegung, CIM)
* Konfiguration (R1/XCON)

* Andere Einsatzgebiete
* Entscheidung (Management)

* Beratung (Bank)
* Aktive Hilfe (rechnergestützte intelligente Handbücher)

* Unterricht


3.3. Marktüberblick

3.3.1. Marktgröße und Marktentwicklung

Leider sind mir nur Daten von Ende der achziger Jahre verfügbar geworden. Bei meinem Literaturstudium war es nicht möglich Daten aus neuerer Zeit zu gewinnen.
All diese Statistiken bzw. Prognosen sind mit Vorsicht zu genießen, da verschiedene nicht offengelegte Randbedingungen die Zahlen beeinflussen:

* Firmen können den Umsatz ankurbeln wollen durch den Effekt selbsterfüllender Prophezeiungen, so daß die Zahlen zu hoch sein können.
* Es kann aber in Firmen evtl. auch als Firmengeheimnis gehaltene Systeme geben. Zum Beispiel um die Marktreife eines Systems abzuwarten.
* Es können unterschiedliche Definitionen von Expertensystem im Spiel sein. (Zählen von trivialen Systemen oder Prototypen etc.)

Trotz dieser Unklarheiten kann man zusammenfassend sagen, daß sich eine eher zögerliche Einführung der Expertensystemtechnologie abzeichnet. Nach Ansicht des Frauenhofer - Instituts für Arbeitswissenschaft und Organisation in Stuttgart ist dies der Fall, wegen der noch nicht nachgewiesenen Wirtschaftlichkeit der Systeme ([AD90]).

Laut Batelleinstitut gab es 1987 weltweit 2000 - 3000 Systeme davon 1000 im Systementwurf, 700 als Prototyp, 200 im Test und nur 100 in routinemäßiger Anwendung ([AD90]).

Nach einer Untersuchug, die Mertens (Wirtschaftsinformatiker an der Universität Erlangen - Nürnberg) 1988 durchführte, gab es zu dieser Zeit 935 Systeme auf verschiedenen Realisierungsstufen, davon 445 in USA. 32 Systeme seien in der BRD im betrieblichen Einsatz.

Nach einer DGB Studie von 1989 gab es in den USA 80 - 120 betrieblich eingesetzte Systeme.

Nach dem Japanischen Ministerium für Industrie und Handel MITI gab es in Japan 1987 60 Systeme.

Bei strengen Maßstäben der Eingeschwungenheit sinkt die Zahl der wirklich im Einsatz befindlichen Systeme auf 5 Stück für die BRD 1989.

Als eingeschwungen wird ein System bezeichnet, wenn es folgende Bedingungen erfüllt: Es wird schon mehr als ein Jahr vor Ort betrieben , es stellt eine echte Anwendungsentwicklung dar, keine Spielzeug-, Demo-, Messe- oder Ausbildungsentwicklung und es keine größere Rekonfiguration des Systems über die üblichen Wartungsänderungen hinaus gibt ([AD90]).

Auf Expertensysteme enfielen nur 1988 0,3 % des Datenverarbeitungs Marktes. Das sind 122 Mio DM Marktvolumen für Expertensysteme gegenüber dem gesamten DV-Marktvolumen (das sind Software + Hardware + Dienstleistungen) von 37 Mrd. DM. (Nach [CB89] S. 81)
Bei dieser Größe stellt sich die Frage: \"Warum veranstalten IG-Metall, Kirchen, die deutsche Landwirtschaftsgesellschaft und der Bundestag Symposien und Anhörungen zum Thema Expertensysteme, wenn der ganze aktuelle Markt gerade ein drittel Prozent des bundesrepublikanischen DV-Marktes ausmacht und weniger bringt, als der Verkauf eines einzigen gerüsteten Tornado Jagdbombers?\" [CB89]

Der Markt für Expertensysteme erlebte Mitte der achtziger Jahre weltweit einen Einbruch weg von der prognostizierten exponentiellen Entwicklung. Die Befürworter der Technologie sprechen trotzdem nicht von einer Trendwende, sondern sie prognostizieren eine sogenannte ,,zweite Welle" der Expertensystem - Verbreitung, die nun anschließend einsetzen soll. Ob diese erneute Wachstumsprophezeiung wirklich eintritt ist allerdings noch fraglich.

Zusammenfassend kann man sagen, daß wir es bei der Marktverbreitung von Expertensystemen noch nicht mit einem Phänomen zu tun haben, das bereits die Wirtschaft in nennenswertem Maße erfaßt hat. Man sollte dies bei aller Diskussion über gesellschaftliche Folgen im Auge behalten.

Wenn man sich statt dessen das Ausmaß der ,,unspektakulären" normalen DV-Technologie vor Augen hält, die auf PC Basis in fast alle Büros und Fabriken eingezogen ist, so kommt man vielleicht zu einer ausgewogeneren Einschätzung, des Stellenwerts der Expertensystemtechnik.

Für die Verbreitung einer Technik sind auch die Preise sehr wichtig, die man für die nötige Hardware und Software zu zahlen hat. Bei Expertensystemen zeichnet sich dabei eine ständig sinkende Tendenz ab. Es gibt eine zunehmende Abkehr von teurer Spezialhardware, nachdem nun schon gute Systeme selbst für PCs angeboten werden. Bei Preisen von ca. $ 800 - $ 5000 für eine Expertensystem-Shell oder ca. $ 50000 für eine LISP Maschine kann man von einem im Verhältnis günstigen Einstieg in eine ,,Schlüsseltechnologie" sprechen. Diese Tendenz scheint ganz im Gegensatz zu der oben erwähnten zögernden Marktentwicklung zu stehen, doch darf man nicht vergessen, daß der Hauptunsicherheitsfaktor bei der Expertensystementwicklung nicht die Hard- und Softwarepreise sind, sondern die Personalkosten und vor allem anschließend die Wartungskosten. Es sind schon mehrere Systeme wegen ,,unerwartet hohen Wartungsaufwandes" eingestellt worden ([AD90]).

 
 

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