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Beschreibung der befunde der subpopulation aus den usa


1. Java
2. Viren



Die Befragten sind eine sehr homogene Gruppe, die im Rahmen eines Deutschkurses an der Erhebung teilgenommen haben. Es handelt sich um 68 Personen, 29 Frauen und 39 Männer. Ich werde hier nur auf die Frauen eingehen.
Die Frauen sind zwischen 17 und 22 Jahren alt, der Mittelwert liegt bei 18,8. Alle Frauen sind Studentinnen. Die durchschnittliche Nutzungsdauer in Monaten (13,1 Monate) stimmt gut mit den Werten der deutschsprachigen Frauen überein, allerdings \"surfen\" die US-Amerikanerinnen wesentlich weniger Stunden in der Woche (im Mittel: 5,5 Stunden; der Median liegt bei 2 Stunden).
Den Interneteinstieg haben die US-Amerikanerinnen komplett anders gefunden, als die deutschsprachigen Frauen (s. Tabelle 4). Der berufliche Bereich spielt für die US- Amerikanerinnen kaum eine Rolle, dafür Freunde und Freundinnen umso mehr.
Tabelle 4: Rangfolge Interneteinstieg getrennt für Studentinnen aus USA und BRD

- noch nicht enthalten -
Auch in den Bereichen, die genutzt werden, gibt es in der Rangfolge Unterschiede zu den deutschsprachigen Studentinnen (s. Tabelle 5). Der Bereich \"download\" wird von allen Studentinnen am wenigsten genutzt. In allen anderen Bereichen gibt es keine Übereinstimmung.
Tabelle 5: Rangfolge der Nutzungsbereiche getrennt für Studentinnen aus USA und BRD

- noch nicht enthalten -
US-Amerikanerinnen glauben, daß der Frauenanteil im Internet zwischen 20% und 50% liegt, im Mittel 37%. Der Mittelwert kommt den Werten aus Erhebungen in den USA nahe. In der GVU-Untersuchung waren von den in den USA Befragten 34,35% Frauen. MIDS gibt den Frauenanteil für Oktober 1995 mit 37% an.
Den Umgangston im Internet haben 27,6% negativ bewertet, auf sexistische und dis- kriminierende Aussagen sind 34,5% gestoßen.
Nach Frauenseiten haben nur 20% der Frauen gesucht, für frauenpolitische Themen und Diskussionen interessieren sich knapp über 50%. Ein Frauennetz halten 65,5% der Userinnen für sinnvoll. In eingegangenen Mails der US-Amerikanerinnen kam zum Ausdruck, daß die Frauen sich bisher keine großen Gedanken zu Frauenthemen gemacht haben, sie aber das Thema an sich sehr spannend finden. Dieses Ergebnis ist eigentlich erstaunlich, da es gerade in den USA viele, auch sehr gute Frauenseiten online gibt. Vergleicht man die deutschsprachigen mit den amerikanischen Studentinnen, so findet man viele Gemeinsamkeiten in den spezifischen Frauenbelangen, lediglich beim Ton findet sich ein größerer Unterschied.

Diskussion
In bezug auf die Themenbereiche Nutzungsverhalten und Diskriminierung im Internet, sowie die Einstellung zu frauenspezifischen Themen, erbrachte die hier vorgelegte Untersuchung zusammenfassend folgende Ergebnisse. Das Bildungsniveau der Teilnehmerinnen ist eher hoch einzuschätzen, 2/3 der Befragten sind Studentinnen oder Akademikerinnen. Der berufliche Bereich bietet den meisten Teilnehmerinnen den Internet-Einstieg. Knapp 60% der Frauen berichten, daß sie das Internet seit weniger als einem Jahr nutzen und 1/3 sind Neueinsteigerinnen mit einem Netzzugang seit 5 Monaten oder kürzer. Diese Werte stimmen mit denen der 4. GVU-Studie gut überein (56% der Frauen sind weniger als ein Jahr dabei und 34% weniger als 6 Monate).
Der Umgangston im Internet wird von gut einem Viertel der Frauen als diskriminierend eingestuft und fast die Hälfte ist schon auf sexistische Äußerungen gestoßen. In dem hier vorliegenden Fragebogen wurde nicht detailliert erhoben, wo bzw. wie die Frauen auf solche Äußerungen gestoßen sind. Es ist nicht festzustellen, ob es sich eher um Diskriminierungen durch die CMC handelt oder beim \"surfen\" pornographisches oder sexistisches Material gefunden wurde. Da Frauen in erster Linie das Internet als kommunikatives Medium nutzen, wie die Women Online-Studie (1995) herausfand, werden Frauen wahrscheinlich hauptsächlich in Diskussionsforen und durch E-Mail diskriminiert. Exemplarisch sind im Anhang E jeweils eine kritische Mail von einer Frau und einem Mann zu diesem Fragebogen abgebildet. Die Frau entschuldigt sich für ihre (konstruktive) Kritik und bietet Hilfe mit Beispielen an, der Mann ist beleidigend und destruktiv.
Zu spezifischen Frauenthemen signalisieren die Frauen großes Interesse. Wieviele der Befragten Frauen-Mailbox-Systeme kennen, wurde hier nicht ermittelt. Da die \"virtuelle Schwesternschaft\" noch ein kleiner Kreis ist, kann daraus geschlossen werden, daß viele Teilnehmerinnen diese Frage als eine Zukunftsvision angesehen haben, insbesondere ältere Frauen, die sich am stärksten für ein Frauennetz aussprechen, aber oft erst seit kurzem einen Internet-Zugang haben.
Das Interesse von Männern an Frauenseiten bestätigt sich auch durch ihre Beteiligung an einem Frauenforum . Die Verfasserin der Frauenseite stellt aktuelle Themen zur Debatte z.B. \"Bayern will neue Gesetze für Sexualtäter\" oder \"Vergewalti- gung in der Ehe\". Wer möchte, kann per E-Mail seine Meinung äußern. Der Männeranteil der gemachten Äußerungen auf dieser Frauenseite betrug 42%!
Zusammenfassend kann gesagt werden, daß Frauen vorwiegend an der Kommunikation im Internet interessiert sind, an einem interaktiven Austausch, weniger an den technischen Anwendungen. Durch den Umgangston im Internet diskriminiert fühlen sich nur wenige Frauen. Frauen haben großes Interesse an Frauenthemen im Internet, scheinen sich bisher aber noch nicht besonders gut auszukennen.

Ausblick
Der Fragebogen vermittelt einen ersten Überblick, welche Frauen sich im Internet tummeln. Weitere Untersuchungen sollten mehr offene Antwortkategorien beinhalten, in denen Frauen selbst zu Wort kommen könnten. Ich denke viele interessante Antworten gingen verloren, da die Frauen nicht die Möglichkeit hatten, sich differenzierter zu äußern. Der hier vorgestellte Fragebogen konnte keine detaillierten Angaben zu dem Themenbereich \"Diskriminierung von Frauen im Internet\" machen. Wünschenswert wären weitere Analysen, z.B. wie oft Frauen überhaupt auf sexuelle Äußerungen stoßen und ob sie sich gegen Diskriminierungen wehren. Da ein Großteil der Frauen über den beruflichen Bereich zum Internet kamen wäre auch die Frage, von wo aus die Userinnen ins Netz gehen (vom Arbeitsplatz oder von zu Hause aus) ein weiterer interessanter Untersuchungsgegenstand.
Der Frauenanteil im Internet nimmt zu. Um eine frauenfreundlichere Internet- Atmosphäre zu schaffen, ist es wünschenswert und auch notwendig, daß sich mehr Frauen aktiv an der Gestaltung des Cyberspaces beteiligen.

 
 




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