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Leichter als luft





Die allerersten Lebewesen die mit einem Ballon in die Luft gingen waren ein Hahn, ein Schaf und eine Ente. Dies geschah am 19. September 1783. Im selben Jahr noch erhob sich der wohl berühmteste Heißluftballon der Welt. Es war am 21. November um 13.45 Uhr im Garten des Schlosses La Muette bei Paris, als sich der Heißluftballon der Brüder Montgolfier in die Luft erhob. Der Ballon bestand aus einer 2000 cbm fassenden, mit Papier beklebten Stoffhülle, einer Galerie aus stoffbespannten Weidenruten und einem Feuerrost im Innern, der von der Galerie aus beheizt wurde. Als Brennstoffe dienten Stroh und Wolle. Heißluft wurde zuerst unter einem offenen Podest erzeugt, darauf wurde die Hülle mit einem Seil zwischen zwei Pfosten hochgezogen bis sie prall war.

Um das Gleichgewicht zu halten standen sich die Ballonfahrer auf der Galerie gegenüber. Die Brüder Montgolfier hatten einen ernsthaften Konkurrenten: den Physiker Jacques A.C. Charles, der ebenfalls im Jahre 1783 in einem selbstkonstruierten Ballon aufstieg, den er allerdings nicht mit Heißluft, sondern mit Wasserstoffgas gefüllt war. So kam es in der Folgezeit zu immer wieder neu aufflammenden Wettkämpfen und Disputen, welche Ballonart die bessere sei: die Heißluft - Montgolfiéren oder die Gas- Chaliéren. Heute erlebt das Ballonfahren eine ungeahnte Blüte. Die Frage zwischen den Ballontypen hat sich wohl zugunsten der Heißluftballons entschieden:

Sie lassen sich in 20 Minuten vom Beipackanhänger startklar machen. Mit modernen Heißluftgebläsen wird die Luft erwärmt. Gasballons brauchen eine längere Aufrüstungszeit, sie sind komplizierter und teurer.

Ganz anders war das Prinzip der Luftschiffe. Sie dominierten eine glorreiche und kurze Zeit in der Luftfahrt. Sie hatten den enormen Vorzug steuerbar zu sein und nicht wie die Ballons vollkommen vom Wind abhängig. Bereits 1852 wurde das erste mit Wasserstoff gefüllte Luftschiff gebaut. Eine winzige Dampfmaschine trieb mit 3 PS den Propeller an, der das über 40 Meter lange Schiff mit viel Glück und höchstens 8km/h voran brachte. Der Durchbruch im Bau dieser Ungetüme gelang 1899 dem Deutschen Ferdinand Graf von Zeppelin. Nach ihm wurden in der Folgezeit alle Luftschiffe in der Bauart Starrluftschiff benannt. Starr bedeutet hier: Es wurde ein festes Gitterwerk aus leichtem Aluminium gebaut, das die äußere Form bestimmte. Darüber wurde eine Stoffhülle gespannt. Diese Art von Luftschiff war so konstruiert, dass sie auch im Passagierverkehr eingesetzt wurde. Nachfolger der Graf Zeppelin wurde die Hindenburg. Sie sollte das größte jemals erbaute Starrluftschiff werden. Es hatte einen Durchmesser von 41 Metern und eine Länge von 247 Metern.

Zum Vergleich: Der Rumpf eines Boing Jumbos ist 71 Meter lang. Der Komfort an Bord war für die Passagiere einmalig: Es gab Schlafkabinen, einen Musiksalon und sogar einen Rauchsalon. Ansonsten war Feuer an Bord wegen des Wasserstoffgases strengstens verboten! Als das Riesenschiff im Mai 1937 in Lakehurst bei New York ankern wollte geschah das Unglück: Nachdem das Luftschiff unplanmäßig lange an einer Gewitterfront entlang gefahren war und auf Wetterbesserung gewartet hatte, kurvte der Kapitän Max Pruss endlich zum Andocken ein. Entweder hatte die starke Turbulenz in der Gewitterzone am Heck einen Riss entstehen lassen , oder eines der ausgeworfenen Landekabel hatte dort etwas beschädigt. Jedenfalls waren das Schiff und die Kabel durch die Gewitternähe mit statischer Elektrizität aufgeladen. Als die Kabel den Boden berührten, gab es Funken, die das aus dem Riss strömende Gas entzündeten. Aus dem Heck schoss eine Stichflamme, das Schiff verbrannte. 13 Passagiere und 22 Besatzungsmitglieder kamen in den Flammen des glühend zu Boden stürzenden Wracks um. Hätte man statt Wasserstoff das unbrennbare Helium an Bord gehabt, wäre die Katastrophe von Lakehurst nicht passiert.

 
 




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