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geschichte artikel (Interpretation und charakterisierung)

Die wissenschaft - maya





3.4.1 Der Kalender Der Mondkalender der Maya ist einer der besten und berühmtesten, die je erstellt wurden. Astronomie und Himmelsbeobachtung spielten im, vor allem religiösen, Leben der Maya allgemein eine große Rolle. Da sie alle religiösen Feste und Zeremonien nach einem genau vorgeschriebenen Zeitplan begingen, beschäftigten sie sich ausgiebig mit Sternkonstel-lationen und Himmelserscheinungen.
Um komplizierte Rechnungen durchführen zu können, entwickelten die Maya ein 20er-Zahlensystem. So hatte jeder Monat [Uinal] 20 Tage [1Tag: Kin], das Jahr [Tun] 18 Monate, 20 Jahre waren die nächsthöhere Einheit [Katun], davon 20 (also 400 Jahre) die höchste [Baktun]. Diese verwirrende Einteilung war notwendig, da die Maya in ihrer Zeitrechnung von der Erschaffung der Erde ausgingen, die nach ihrer Vorstellung 3114 v. Chr. stattgefunden haben soll.



Dementsprechend sahen ihre Datumsangaben aus:
Der Tag 7 (Baktun). 16 (Katun). 3 (Tun). 2 (Uinal). 13 (Kin). entspricht, umgerechnet,
dem 1 124 333sten Tag nach der Erschaffung der Welt (ein Tag im Jahre 34 v.Chr.).
Ferner hatte jeder Tag eine Bezeichnung aus Tagesnummer, Tagesname (20 verschiedene, Imix, Ik, Akbal, Kan, Chicchan, Cimi, Manik, Lamat, Muluc, Oc, Chuen, Eb, Ben, Ix, Men, Cib, Caban, Etznab, Canac und Ahau), Monatsnummer und Monatsname.
Die Maya entwickelten jedoch nicht nur einen sehr genauen Kalender (es waren Berech-nungen bis zu 400 Mio. (!) Jahren in die Zukunft möglich), sondern hatten auch Tierkreis-zeichen und konnten sehr exakt Sonnen- und Mondfinsternisse zeitlich festlegen. Dazu schrieb der dt. Professor Husum :
"Die Finsternistafel ist so genial angelegt, daß für Hunderte von Jahren jede einzelne überhaupt im Gebiet mögliche Finsternis und außerdem, als nicht beobachtbare, theoretische Finsternis, jede andere auf den Tag genau bestimmbar und ablesbar ist."
-Prof. Noll Husum, 1937-
Die Sonnen- und Venusjahre berechneten sie sogar bis auf 4 Kommastellen genau.

3.4.2 Die Sprache

Über die Sprache als solche ist relativ wenig bekannt, die historischen Nachforschungen beschränken sich eher auf das Schriftmaterial (was nicht weiter verwunderlich ist, schließlich läßt sich gesprochene Sprache schlecht konservieren).

Doch kann man sagen, daß sich gegen 1000 v. Chr. eine kleine Gruppe vom Urstamm der Maya abspaltete und nach Yucatan zog. Sie gründeten Mayat'an - die "Sprache der Maya". Eine andere Gruppe wanderte an die Golfküste und von dort nach Norden, sie sprechen Huaxtekisch.
Damals waren diese beiden die Hauptsprachen der Maya. Heute gibt es um die 30 verschie-dene Dialekte, die teilweise von Stadt zu Stadt variieren.


3.4.3 Die Schrift


3.4.3.1 Wörter

Die Schrift ist die wichtigste Quelle für Archäologen, Historiker, Sprachforscher, etc. Sie bildet die Grundlage für das detaillierte Wissen über die Kultur der Maya.
Die Maya schrieben in Bildern, wobei ein Bild entweder für eine Silbe oder einen ganzen Begriff stehen kann. Ein gutes Beispiel ist der Name Pacal, der "Schild" bedeutet. Es gab nun 4 Möglichkeiten, dieses Wort zu schreiben.
1) pa - ca - la : drei Silben-Bilder, die zusammengezogen Pacal ergeben
2) ein Symbol für "Schild"
3) Das Schild-Zeichen und die Bilder für die Silben dicht nebeneinander - eigentlich eine
Verdopplung des Namens.
4) eine kompliziert verzierte Mischung aus Wort- und Silbensymbolen (würde in etwa
unserer unleserlichen Handschrift entsprechen...)
Man sieht, den Maya kam es weder auf Geschwindigkeit oder Einfachheit ihrer Schrift an, sondern auf Ästhetik und Variation. Darauf lassen auch die prunkvollen Hieroglyphen auf allen Tempeln und Pyramiden schließen.
Die Maya sammelten ihre Texte in sogenannten Kodizes (MZ von Kodex), von denen Bruchstücke noch gut erhalten sind (Abb.3.4.3.1a). Die meisten wurden jedoch verbrannt, was ein Bericht des Diego de Landa, eines Missionars, zeigt:
"Wir fanden eine große Zahl von Büchern mit Zeichnungen, aber da sie nur Lügen und Teufelswerk enthielten, verbrannten wir sie alle, was die Maya zutiefst bedrückte und ihnen sehr Kummer bereitete."
-Diego de Landa, 12.7.1562-
Die Kodizes bestanden aus einer langen Rolle aus Rinde, die mit verdünntem Kalk präpariert war. Sie enthielten eine große Vielfalt von Bildern, Hieroglyphen und Zahlen. Auf den einzelnen Seiten sind Tafeln zu sehen, die sich auf ein Ereignis des Tages beziehen, z.B. eine Hochzeit oder ein Krieg, und am Rand die Tages-Zeichen und Zahlenreihen, durch die die Priester feststellen konnten, z.B., welche Götter an diesem Tag Einfluß auf das Leben hatten. Die Priester verwendeten einen Kodex aber auch zu Vorhersagen (beste Pflanzzeit, etc.). Ebenso schrieben die Kodizes vor, wann welche Rituale abgehalten werden mußten, sie bestimmten den Beginn und das Ende der Jahreszeiten, sowie die Daten der Finsternissen.


3.4.3.2 Zahlen

Die Maya hatten vom Grundgedanken her ein ähnliches Zahlenschreibsystem wie die Römer. Doch die Höhe ihrer Zahlen, besonders beim Kalender, verlangten eine platzsparende Methode (über deren Sinnhaftigheit läßt sich streiten...)
Die Zahlen 1-4 wurden durch nebeneinander liegende Punkte dargestellt, 5 war ein waagrechter Strich. Bis zur Zahl 19 schrieben sie entsprechend viele Striche und Punkte nebeneinander. Für höhere Zahlen entwickelten die Maya ein Stellenwertsystem, das auch die Zahl 0 beinhaltete (was damals bemerkenswert war) und in "Stockwerken" - mehrere Linien bzw. Punkte übereinander - aufgebaut war. Die unterste Linie stand für die Einheiten (1-19), die darüberliegende für die Vielfachen von 20, die dritte für die Vielfachen von 400 (20x20), die vierte für die Vielfachen von 8000 (20x20x20) und so weiter. Diese Methode ermöglichte es den Maya mit Millionenwerten zu rechnen.

 
 




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