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geschichte artikel (Interpretation und charakterisierung)

Die franziskaner



Franz von Assisi war der Sohn eines reichen Tuchändlers und seine Mutter kam aus einer angesehenen französischen Familie. Er war ein sehr begabtes Kind voll von künstlerischen Fähigkeiten. Doch nach einer Kriegsgefangenschaft und der darauffolgenden Krankheit machte sich ein starker religiöser Wandel bemerkbar. Er machte sich Sorgen um den Verfall der Kirche, half deswegen Kirchen wiederaufzubauen. Auch half er den Armen und Kranken im Umkreis des wohlhabenden Assisi. Dies paßte seinem Vater nicht und so enterbte er ihn. Daraufhin wandte er sich voll und ganz der Kirche hin und versuchte ein apostolisches Predigerleben in Armut zu führen. Bald schlossen sich im Männer an, welche dann zu zweit durch die Stadt und übers Land zogen und die frohe Botschaft des Herrn predigten. Laienbewegungen zu dieser Zeit, welche als häretisch abgestempelt wurden, waren dieser Gruppierung sehr ähnlich und so konnte nur die Gutheißung des Papstes dies in das rechte Licht rücken. 1210 erhielt er vom Bischof von Assisi und dem Kardinal des Papstes Innozenz III eine mündliche Bestätigung seiner Regeln. Der Papst selbst stellte dann die Gemeinschaft unter seinen Schutz und Franz selbst erhielt die Diakonatsweihe. Die Brüder selbst nannten sich die Minores (die Minderen).
Die Gruppierung breitete sich schnell aus und bekam immer mehr Zuwachs. Franziskus selbst ging 1212 nach Osten um auch nichtchristliche Völker zu belehren, kam aber nur bis Dalmatien, wollte nachher nach Afrika, erkrankte aber in Spanien. Schließlich begleitet er 1219 den 5. Kreuzzug um die dort lebenden Menschen zu bekehren. 1220 kehrte er dann nach Italien zurück.
Wieder zu Hause hatte er die Aufgabe die nun schon unübersehbare Brudergemeinschaft eine Verfassung zu geben, doch da er kein theologisches Wissen besaß wurde es zu einem schwierigen Unterfangen. Zum Glück nahm sich die Kirche dieser Sache an. Er nahm zwar dann beim ersten Generalkapitel teil zog sich aber dann mit einigen Brüdern zurück und führte ein leben voller Buße, Gebetsaskese und Kontemplation. Schließlich erlag er seinen vielen Krankheiten die er sich auf seinen Predigerfahrten zugezogen hatte und starb. Doch bereits zwei Jahre nach seinem Tod wurde er heilig gesprochen.
Im Gegensatz zum Dominikanerorden der nach dem Tod des Dominikus eine Institution war, blieb der Franziskanerorden eine Bewegung.
Armutseiferer bezogen sich auf das Testament von Franz, welches ein sehr armes Leben vorschrieb. Doch der Papst ließ das Testament nicht gelten und so entwickelte sich aus diesen Menschen die Spiritualen. Die Mitte entschloß sich nun, den sich ändernden Zeiten anzupassen aber trotzdem noch das Ideal von Franz zu wahren. Am Anfang waren nur kleine Spannungen dieser zwei zweige zu beobachten die sich immer mehr zu Krise hochschaukelten.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Minderorden jedoch schon in Irland, Schottland, Skandinavien, Syrien und dem heiligen Land ausgebreitet und umfaßte um 1300 etwa 40000 Anhänger. Mit Hilfe der Dominikaner wurde sogar eine Franziskanerschule gegründet um ebenbürtiger Weise der Theologie zu dienen.
Die Hauptwirksamkeit blieb jedoch bei der Predigt und am Sakrament (Beichtstuhl), wie auch bei der Pflege von Volksandachten und den Problemen der Menschen. Sie predigten in Städten und natürlich auch, wie Franz von Assisi selbst, als Wanderprediger am Land. Sie feierten sehr große erfolge bei der Heidenbekehrung. Sie predigten bis nach Afrika, Syrien, Palästina, Mongolei und nah Peking.
Der heilige Stuhl sah den Orden als wichtiges Werkzeug der kirchlichen Reformation und im Kampf gegen die Häresie.

 
 

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