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geschichte artikel (Interpretation und charakterisierung)

Der dänisch - niedersächsische krieg (1625 - 1629)



Das Vordringen der Armee der Liga, die Bedrohung der Niederlande durch spanische Truppen und vor allem die Rekatholisierungsversuche im Norden des Reiches
veranlassten König Christian IV. von Dänemark, Herzog von Holstein, in seiner Eigenschaft als Oberster des
Niedersächsischen Reichskreises, unterstützt durch England, die Niederlande und Frankreich in den Krieg einzugreifen.

Albrecht von Wallenstein, ein böhmischer Adeliger und
Herzog von Friedland, der 1606 vom Protestantismus zur
katholischen Religion übergetreten war und ursprünglich
Waldstein hieß, stellte Ferdinand II. aus eigenen Mitteln
ein 24 000 Mann - starkes Heer zur Verfügung. Ferdinand
ernannte ihn zum Generalissimus über alle kaiserlichen
Truppen im Reich und förderte ihn auch in Folge des Krieges, da er die kaiserliche Kasse nicht belastete. Wallenstein schlug nun den protestantischen Söldnerführer Ernst II. von Mansfeld an der Dressauer Elbbrücke (25. 4. 1626) und verfolgte ihn bis nach Ungarn (Neuhäusel). Tilly besiegte Christian IV. bei Lutter am Barenberg (27. 8. 1626) drängte den König gemeinsam mit Wallenstein nach Jütland zurück.

Wallenstein unterwarf Norddeutschland (Pommern, Brandenburg, Ostseeküste) bis auf Stralsund und wurde zum >Generlissimus der Baltischen und Ozeanischen Meere< ernannt, erhielt 1628 Mecklenburg zum Herzogtum und wurde Fürst von Sagan.

7.1) Die Folgen des Krieges - das Restitutuionsedikt

Um eine Verständigung zwischen Dänemark und Schweden, das derzeit außenpolitisch beschäftigt war, zuvorzukommen, schloß der Kaiser mit Christian IV., der keine andere Wahl hatte, den Frieden von Lübeck (22. 5. 1629). Christian IV. durfte zwar seinen Besitz behalten, doch musste er alle Bündnisse mit den deutschen Reichsfürsten aufkündigen und auf weitere Einmischung in den Krieg verzichten. Auf dem Hintergrund dieser neuen Machtstellung erließ der siegreiche Kaiser schon am 6. 3. 1629 das Restitutionsedikt, demzufolge alle geistlichen Gebiete, die nach 1552 in protestantischen Besitz gekommen waren, zurückgegeben werden sollte.

Doch mit dem Vostoß der katholischen Restauration nach Norddeutschland aktivierte Ferdinand einen Widerstand, mit dem er nicht gerechnet hatte: nicht nur den der protestantischen Reichsfürsten, sondern auch den der katholischen, die die Machtsteigerung des Kaisers, der auch versucht monarchisch - zentralistische Reichsverfassungsvorstellungen durchzusetzen, nicht hinzunehmen gewillt waren. Es formierter sich erstmals eine reichsständische Oopposition, die die Wende des Krieges insofern auslöste, als dass der Konflikt zwischen kathoöischer Liga und Kaiser offen ausbrach und dies dann Schweden und Frankreich veranlasste, in den Krieg einzugreifen.

Ein Erfolg des reichsständischen Widerstandes war es, dass auf dem Regensburger Kurfürstentag 1630 die Wahl von Ferdinands Sohn zum römischen Kaiser von der Absetzung Wallensteins, der den Hauptmachtfaktor von
Ferdinand darstellte, und der Verringerrung der kaiserlichen
Truppen abhängig gemacht wurde. Besonders starker Widerstand kam von Maximilian I. von Bayern, der im kaiserlichen Machtanstieg eine Gefährdung der ständisch - staatlichen Struktur des Reiches sah. Der Kaiser opferte tatsächlich seinen Feldherren, den er absetzte, und seine Armee, doch das genau zu dem Zeitpunkt, als König Gustav II. Adolf von Schweden, einer protestantischen Monarchie, in Vorpommern landete und in kurzer
Zeit Norddeutschland eroberte, was dem deutschen Protantismus neuen Auftrieb gab.

 
 

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