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Alexander von humbold





ALEXANDER VON HUMBOLDT WARUM HABE ICH DIESES THEMA GEWÄHLT Zuerst wollte ich Hellen Keller als Referatsthema wählen. Ich hatte schon ein Buch über sie gelesen. Doch an dem Tag, als ich es Herrn Schmusch sagen wollte, hatte mein Bus Verspätung. Judit wollte das gleiche Referatsthema, da ich später in dem Unterricht kam hatte sie schon das Thema genannt und bekommen. Nun musste ich mich nach einem anderen Thema umschauen. Ich hatte eine Dokumentation über Alexander von Humboldt gesehen, die mir gut gefiel.

     In der Bücherei gab es auch eine Kurzfassung seines Lebens, die ich dann zu Hause las. Ich nahm dieses Thema. DER LEBENSLAUF VON ALEXANDER VON HUMBOLDT DIE KINDHEIT VON ALEXANDER Am 14. September 1769 wurde Alexander geboren. Seine Familie war zu dieser Zeit erst seit 31 Jahren in den Adel erhoben worden. Die Familie wohnte in Berlin.

     Der Vater Major Alexander Georg von Humboldt war Offizier im Heer Friedrich des Großen. Die Mutter Maria Elisabeth Colomb von Holwede war verwitwet und brachte einen Sohn mit in die Ehe. Der Sohn war zu alt um an der Erziehung seiner beiden Stiefbrüder teilzunehmen. Er hatte auch einen älteren Bruder namens Willhelm. Als Kind war Alexander oft krank und erst auf seiner " Großen Reise" zeigte sich seine andauernde Gesundheit. In jungen Jahren hielt man Wilhelm für den Klügeren von beiden, das lag aber wohl an dem Unterrichtsstoff, der Wilhelm besonders ansprach.

     Alexander interessierte sich besonders für Geografie, Geologie und Forschungsreisen. Der Lehrer Joachim Kampe beeindruckte Alexander durch seine anschaulichen Kartenspiele sehr. Auch Lehrer Dom machte einen großen Eindruck auf ihn. Nach dem Tod seines Vaters, als Alexander 10 Jahre alt war, scheute seine Mutter keine Kosten um die höchste Bildung für die beiden Brüder zu erreichen. Der Mentor Knut übernahm zu dem Zeitpunkt die Finanzverwaltung der Familie. Für Adelige war damals eine Laufbahn als Offizier oder im Staatsdienst möglich.

     Durch die Eltern, den Mentor Knut, der mit dem Mann von Henriette Herz befreundet war und den Lehrer Dom wurden Wilhelm und Alexander in die "Berliner Zirkel" eingeführt. Henriette Herz war die Gastgeberin eines Zirkels. Ein anderer Zirkel entstand um Moses Mendelsohn. Wilhelm und Alexander trafen sich hier mit den bedeutendsten geistig gebildeten reichen Bürgen, Adeligen, Dichtern, Musikern und Wissenschaftlern der damaligen Zeit. Dort wurde auch ein Zentrum der Musik aufgebaut. Nach den Wünschen seiner Mutter und seines Mentor machte Alexander ein Kameralistikstudium.

     Mit dieser Ausbildung hat er in einer höherer Stellung des Bergbaus gearbeitet. Bei dieser Arbeit hat er sich eine große Kenntnis in Geologie erarbeitet. Mit dem Tod seiner Mutter verließ er diesen Arbeitsbereich. Sein Pflichtstudium hat er immer gut mit seinen eigenen Interessen unter einen Hut gebracht. Er konnte in den wichtigsten Momenten seines Lebens entscheiden was er tun wollte. Alexander ging nie ein Verhältnis zu Frauen ein, da er annahm, dass sie ihn von seinem selbstgestellten Lebensziel abhalten würden.

     Als Alexander 24 Jahre alt war prophezeite sein Bruder " Großes" von ihm. Es war im Jahre 1793, einige Jahre bevor er seine "große Reise" antrat. Als Humboldt anfing sich mit dem Buch: "Der Kosmos" auseinander zu setzen, indem er sich mit dem Zusammenspiel der physischen und der moralischen Natur des Menschen befasste. In den beiden Semestern in Frankfurt konnten Wilhelm und Alexander sich bei Professor Löffler der Theologie unterrichtete ihre Lateinkenntnisse verbessern. Für Wilhelms Jurastudium und auch für Alexanders Benennung der Pflanzen, die nur mit lateinischen Namen wissenschaftlich anerkannt wurden, war das sehr nützlich. Mit seinem Studienfreund Willi Wegener blieb er auch noch nach dem Studium in Berlin in Briefkontakt.

     Alexander lieb ein halbes Jahr in Berlin und beschäftigte sich wieder mit den Dingen, die ihn wirklich interessierten, besonders mit Botanik. Die Freundschaft mit Karl Wegener war sehr wichtig, da er bei ihm die endscheidenden Anregungen für sein wissenschaftliches Leben erhielt. Außerdem gewann er Anregungen zur Physiologie der Pflanzen. Alexander arbeitete an einem Werk über die gesamten Kräfte der Pflanzen, ausgenommen die der Heilkräfte. Dies war nur im Teamwork anzugehen. DIE ERSTEN SCHRITTE DES SELBSTBESTIMMTEN LEBENS Bemerkenswert ist, dass er dort seine erste Forschungsreise unternahm.

     Göttingen war damals in den Naturwissenschaften die modernste Universität Deutschlands. Als zweite Uni in Deutschland hatte Göttingen auch einen Professor für Geographie, der Michael Franz hieß. Alexander hörte auch bei dem Altphilologen Heyne Vorträge und verfasste bei ihm eine Abhandlung über den Webstuhl der Alten, die aber nicht erhalten geblieben ist. Bei den physikalischen Vorlesungen von Lichtenberg beeindruckte ihn, dass er nicht nur ein hervorragender Experimentator sondern auch ein glänzender Schriftsteller war. Den größten Einfluss auf Alexander hatte der Mediziner und Zoologe Johannes Friedrich Blumbach, der für die moderne Anthropologie stand, mit Goethe verbunden war und früh die Bedeutung von Forschungsreisen für die Anthropologie und Biologie erkannte. Blumbach gründete ein neues Institut für Forschungsreisen, wo sich viele junge Forscher trafen unter anderem auch Alexander von Humboldt.

     Zu dieser Zeit bereitet Alexander seine erste Forschungsreise vor, an der Georg Foster teilnahm. Das Ziel der Reise war, den geologischen Ursprung des Basalts zu erforschen. Im 18. Jahrhundert sprach man von zwei Erdentstehungstheorien, dem Neptunismus: die Entstehung der Erde durch Ablagerungen aus dem Meer, d.h. die Erde besteht vollständig aus Sedimentgestein! Und dem Vulkanismus: d.

    h. die Entstehung der Erde durch Vulkanische Tätigkeit. Der Basalt war bei dem Neptunismus jedoch nicht einzuordnen. Er passte besser in die Theorie des Vulkanismus. Die Forschungsstätten waren der Hole Meißner bei Göttingen und Unkel und Linz am Rhein. In dem Buch "Biologische Beobachtungen am Rhein" veröffentlichte Alexander von Humboldt und Georg Forster die Ergebnisse dieser Reise.

     HUMBOLDTS ARBEITSZEIT IM BERGBAU Im April 1791, als er wieder nach Berlin ging, entschied er seine berufliche Laufbahn im Bergbau. Humboldt interessierte sich vor allem für das Mineralwesen, weil er hier die praktische Anwendung seiner mineralogischen und geologischen Kenntnisse testen konnte. Humboldt schrieb in diesem Sinne einen Brief am 14.Mai an den Minister von Heinitz, der als Oberhauptmann Chef der preußischen Mineralverwaltung war, in dem er um eine Anstellung bat. Schon nach zwei Wochen wurde er als Assessor im Bergbau angestellt und erhielt die Erlaubnis an der Bergakademie in Freiberg zu studieren und schrieb sich als 357. Student dort ein.

     Der bedeutendste Professor war Abraham Werner, der die Theorie des Neptunismus erstellte. In Freiberg wohnte Humboldt bei seinem Mentor John Karl Freiesleben, der lebenslang sein Freund bleiben sollte. Der Tagesablauf war streng geregelt und verband praktische mit theoretischen Vorlesungen. Sie mussten morgens um 6 Uhr aufstehen und vormittags Bergmannsdienst tun. Nachmittags hörten sie Vorträge, die über mineralogische Bergbaukunde und Gebirgskunde gehalten wurden. Werner ließ seine Studenten auch Referate schreiben über Mineralien, wie sie auf verschiedene Einwirkungen von außen reagieren.

     An der Akademie wurde noch die Chemie der Quantität gelehrt. Erst im 18. Jahrhundert verkündete der Franzose Lavoesir die moderne Chemie, die auch die Qualität der Stoffe mit einbezog. Nach dem Studium in Freiberg arbeitet Humboldt im Bergbau. Alexander von Humboldt war als Spezialist in den Bergbau gekommen. Er begann seine Laufbahn am 6.

     März 1792 als Assessor, wurde schon ein halbes Jahr später Oberbergmeister in Ansbach-Bayreuth und ein Jahr später kam er in den Oberbergrat. Humboldts Chef förderte ihn so gut er konnte. Nach fünf Jahren war er schon einer der höchsten Beamten, direkt unter dem Minister. Zum erforschen von Salzwerken machte er eine Reise nach Schlesien, Belgien und Österreich mit dem Ziel, ein besseres Abbausystem zu entwickeln. In Wien hörte Humboldt zum ersten Mal von den Experimenten Galvanis mit dem eine neue Physik begann. DIE ERSTE GRÖSSERE REISE DURCH EUROPA Zwischen dem Studium in Göttingen und Hamburg machte Alexander eine große Reise mit Georg Forster, der die Führung übernahm und einem Studienfreund van Genus.

     Diese Reise sollte über Holland nach England und Frankreich gehen. Mitte März 1790 verließen sie Göttingen um in Mainz auf Forster zu treffen. Am 25. März fuhren sie dann bis nach Düsseldorf, wo sie am 30. März ankamen. Von dort fuhren sie drei Wochen durch Belgien und Holland, wobei sie Aufenthalte in Städten wie Antwerpen, Den Haag und Leiden machten.

     Von Maas-Luis setzten sie über nach London, wo sie von Ende April bis Mitte Juni blieben. Von dort aus besuchten sie Oxford und andere Städte. Die weitere Reise ging dann über Dover nach Frankreich. In Frankreich blieben sie nur kurz, sie besuchten Paris und fuhren von dort nach Mainz, da die Ferien von Forster zu Ende gingen. Humboldt blieb noch bis Ende Juli in Mainz, dann ging er nach Göttingen und von dort nach Hamburg. Diese Reise war für ihn unter drei Gesichtspunkten wichtig: 1.

     er hatte bei Forsters Forschungsreise seine ersten praktischen Erfahrungen gesammelt. 2. er war in England als es sich zur größten Seefahrernation entwickelte. 3. er erlebte die Wirkungen unmittelbar nach der Französischen Revolution. Anfang August ging Humboldt nach Hamburg, um an der Busch-Akademie Handelswirtschaft, Volks- und Weltwirtschaft, die neuen Sprachen und Geographie zu studieren.

     Es gab in Deutschland keine gleichwertige Universität oder Akademie, an der viele internationale Studenten studierten (Holländer, Skandinavier, Spanier, Portugiesen, Russen, Italiener, Engländer, Amerikaner). Bis April blieb er dort. Die wichtigsten Professoren waren John Busch und Christoph Edeling. Humboldt profitierte vor allem von den Geografievorlesungen der beiden und von der großen Bibliothek. Er lernte dort auch Spanisch und Skandinavisch. Nach dem Tod seiner Mutter verlies Humboldt den Bergbau, da er eine beträchtliche Summe erbte.

     Zur Vorbereitung seiner Reise hat Alexander von Humboldt zwei Jahre und drei Monate gebraucht. In dieser zeit hielt er sich in Jena, Dresden, Wien, Salzburg, Marseille, Paris, Madrid und an vielen anderen Orten Spaniens auf. Paris war ein wichtiger Ort für ihn bei seiner Vorbereitung, da er dort seinen Mitarbeiter und Freund Bonpland kennen lernte und auch die für seine Forschungen notwendigen Instrumente erwerben konnte. Um seine Instrumente zu testen, machte er eine Reise durch Spanien. Zunächst plante Humboldt bei einer französischen Weltumsegelung mitzufahren, dieser Plan zerschlug sich aber, da Napoleon Krieg führte und deshalb keine finanziellen Mittel zur Verfügung stellte. Deshalb ging er zum spanischen König, um mit einem spanischen Schiff nach Südamerika zu fahren.

     Der König war von ihm und seinen Ideen sehr beeindruckt, wobei Humboldt seine guten Spanischkenntnisse zu Gute kamen. Die Reise der beiden wurde genehmigt, obwohl Bonpland Staatsbürger des mit Spanien verfeindeten Frankreich war. ERSTER ABSCHNITT DER GROSSEN REISE Am 5. Juni 1799 stachen sie mit der spanischen Fregatte "Pizarro" in See. Ihre Schiffsreise dauerte bis nach Venezuela 42 Tage, wobei sie sechs Tage in Teneriffa verbrachten. Die Tage in Teneriffa waren sehr nützlich, da sie erstmals tropisches Klima erlebten.

     Dort bestiegen sie auch den höchsten Berg Spaniens, den Vulkan Pico de Teyde. Am 25.Juni verließ die "Pizarro" Santa Cruz und am 5. Juli sah Humboldt und Bonpland erstmals das "Kreuz des Südens", ein bekanntes Sternbild. Gegen Ende der Seereise brach an Bord ein bösartiges Fieber aus, weshalb sie bereits am 16.Juli in Cumana in Venezuela an Land gingen und nicht wie geplant weiter bis nach Havanna ( Kuba) fuhren.

     In La Caruna mieteten sie ein Haus. Auf dem Flachdach stellten sie ihre astronomischen Geräte auf, um astronomische Messungen und Ortsbestimmungen vorzunehmen. Bei ihren ersten Urwalderkundungen, waren sie sehr ergriffen von der Vielfalt der Pflanzen und TiereSie entdeckten auch den Guacharovogel, der etwas sonderbare Züge aufweist, der ein Tagvogel ist aber erst Nachts aus seiner Höhle herauskommt. Er sieht aus wie ein Huhn und fliegt wie eine Taube. Die Ureinwohner fingen diese Vögel, da sie an der Unterseite ihres Bauches eine dicke Fettschicht haben. Nachdem Humboldt und Bonpland Ende Oktober 1799 noch die Sonnenfinsternis verfolgt hatten setzten sie am 18.

     November ihre Reise nach Caracas mit dem Schiff fort. Caracas liegt etwa auf 2700m hoch und war für damalige Zeiten eine große Stadt mit 40 000 Einwohnern. Humboldt und Bonpland blieben etwa 1½ Monate. Auch hier waren sie Gäste des Generalkapitäns von Venezuela. Sie bestiegen auch den Berg Silla, der Ausgangspunkt der Orinokoreise. Wahrscheinlich der schwerste Teil ihrer Reise.

     Dieser begann mit einem kleinen Umweg über die Täler von Aragua, wo die Landschaft blühte. Von dort aus ging es zu Valenzia-See und weiter bis zur Küste Puerto Cabello. Jetzt ritten sie zum Orinoko, von dort aus ging es weiter durch die große Ebene Lanas. Hier ritten sie durch die Nacht um sich tags vor der glühenden Hitze zu schützen. Nach der Hälfte der Strecke machten sie 10 Tage Pause. Dort trafen sie Carlo de Potzo, der Experimente mit Elektronik machte.

     Am 27.März trafen sie in San Fernando de Apure ein. Auf dem Apure, einem Nebenfluss des Orinoko fuhren sie mit einer Piroge abwärts, gingen dann auf den Orinoko, wo sie ein kleines Landstück überwinden mussten um auf dem Rio Negro weiter zu fahren und dann bis an die Grenze Brasiliens zu kommen. Auf der Rückfahrt entdeckten sie die Flussverbindung zwischen dem Orinoko und des Rio Negro. Sie mussten zurückfahren, da sie nur einen Pass für die spanische Kolonie hatten. Am21.

     Mai 1800 fuhren sie nach Esmeralda und hatten damit schon wieder den Orinoko erreicht. Vom 22.Mai bis zum 23.Juni fuhren sie von Esmeralda den Orinoko hinab bis nach Angostura. Auf dieser Fahrt lebten sie wie Indios. In Angostura blieben sie ungefähr einen Monat, da Bopnpland lebensgefährliches Fieber hatte.

     Am 10.Juli ritten sie zur Meeresküste nach Nueva Barcelona wo sie am 23. Juli eintrafen. Hier blieben sie einen Monat und fuhren dann vom 26. bis 27. August nach Cumana, in dem sie bis Mitte November verweilten.

     Am 16. November gingen sie wieder nach Nueva Barcelona zurück, um von dort mit einem Schiff nach Havanna auf Kuba zu fahren. Hier war der erste Abschnitt der Orinokoreise beendet. DER ZWEITE REISEABSCHNITT BEGANN AM 19.DEZEMBER 1800 IN KUBA In Kuba sammelte Humboldt viele Daten und führte sie zusammen, um später ein Buch darüber zu schreiben. Auch mit den drei Pflanzensammlungen hatten Humboldt und Bonpland genügend zu tun, da sie von jeder Pflanze genügend Exemplare brauchten.

     Die eine Sammlung schickten sie nach la Rochelle, die Zweite ging zu Willdenow seinem Freund in Berlin und die Dritte ließen sie in Kuba, wo sie sie bei ihrer Abreise wieder holten. In Kuba hatten sie zwei Möglichkeiten zur Weiterfahrt. Entweder an Baudins Weltumsegelung teilzunehmen oder über Mexiko zu den Philippinen weiter nach Europa zu fahren. Als Baudin seine Route änderte war diese Unternehmung geplatzt. Humboldt wollte zu den großen Seen im Norden fahren, dann den Mississippi entlang nach Mexiko. Dort wollte er etwas verweilen um dann über die Philippinen nach Europa zurück zu fahren.

     Doch als er hörte, dass Baudin über Peru fahren wollte entschloss er sich nach Peru aufzubrechen. Am 9. März 1801 verließ Humboldt und Bonpland Kuba. Auf der Reise herrschte Wassermangel und erst am 30. März kamen sie in Catagena in Kolumbien an. Sie blieben acht Monate in Kolumbien.

     Die beiden besuchten den Präsidenten der Handelskammer Jose Ignacio Pombo auf seinem Landsitz und blieben 10 Tage dort. Der Präsident riet ihnen nicht über den Seeweg nach Peru zu fahren sondern über den Rio Magdalena. Diese Zeit war sehr anstrengend. Acht der Knechte starben auf der Fahrt und viele hatten Geschwüre nach dieser Fahrt. In besichtigten sie ein Bergwerk. Zwei der Leiter des Bergwerkes kannte Humboldt aus seiner Freiberger Studienzeit.

     Nach einem anstrengenden Aufstieg waren Humboldt und Bonpland sehr überrascht von der weiten Hochebene, in der Bogota gebaut worden war. In Bogota traf Humboldt sich mit Mutes, der ein bedeutender Botaniker war. Mutes, der Leiter der Expedition Botanica in Bogota war Begünstigter des Vizekönig und vom Erzbischof. In den Vororten von Bogota wurden sie empfangen und zogen mit einem prachtvollen Gespann in Bogota ein. Von Mutes und dem Erzbischof wurden sie dort erwartet. Mit Mutes tauschten sie Pflanzen und Pflanzenbilder.

     Dem Vizekönig schlug Humboldt Verbesserungen für die Salzbergwerke vor und übergab ihm drei Karten, eine Karte des Rio Magdalenas, eine von der Hochebene Bogotas und den Grassteppen des Orinokos und eine Karte mi dem Prifil von Cartagena bis zur Hauptstadt Bogotas. Am 18. September 1801 beobachteten sie noch die Sonnenfinsternis und reisten am nächsten Tag ab. Sie überquerten zuerst den Rio Magdalena und gingen dann über den Pass von Quimdiu. Dieser Reiseabschnitt war sehr beschwerlich, da sie in Höhen über 3500 m waren. In diesen Höhen gibt es keine Vegetation mehr.

     Am 29. November reisten sie von Popayan nach Quito ( Ekuador ), wo sie am 6. Januar 1802 ankamen und vom Adel empfangen wurden. Man stellte ihnen auch ein Haus zur Verfügung. Die wichtigste Besteigung war hier der Vulkan Chimborazo und der Pichincha, den er erst an 26. Mai beim zweiten Aufstieg bezwingen konnte.

     In Quito erfuhr Humboldt, dass er nicht mit Baudin fahren würde, da dieser seine Route wieder einmal geändert hatte. Nun entschloss er sich nach Mexiko zu gehen und über die Philippinen nach Europa zu fahren. Auch in Ekuador blieb er acht Monate. In Quito erlernte Humboldt die Inkasprache. In der Nähe von Caxamarca überquerten sie den "Magnetischen Äquator". Auf der Straße der Inka, die durch das ganze Inkareich führte, waren in gewissen Abständen Rasthäuser nach Inkabauweise aus behauenem Stein gebaut.

     Humboldt reiste auf ihr und sah noch einige gut erhaltene Bauten. In Caxamarca traf er die Nachfahren der großen Inkakönige, die ihn durch die Alten Gemäuer führten. trafen sie in Lima ein und blieben zwei Monate dort. Es war der südlichste Punkt seiner Reise. In Lima gefiel es ihm nicht gut. Er schrieb darüber: "..

    Das Klima in Lima ist eines der unerfreulichsten in ganz Südamerika. Ein halbes Jahr gibt es dort keinen Sonnenstrahl, ohne das jedoch ein Regentropfen fällt." In einer klaren Nacht konnte er den Längengrad Limas bestimmen. Humboldt und Bopland verließen am 5. Dezember mit der Spanischen Fregatte "La Castor" den Hafen Limas. Am 9.

     Januar 1803 trafen sie in Guayquil ( Ekuador) ein, wo sie eine Woche verweilten. Hier maß er die Temperatur des nach ihm benannten Humboldt-Strom. Der Humboldt-Strom geht die ganze Südküste Südamerikas hinauf bis zum Äquator, wo er sich mit dem warmen Äquator-Strom verbindet. Er traf sich auch mit zwei Preußischen Botanikern, mit denen er auch Exkursionen in das nahegelegne Waldgebiet machte. Humboldt entwarf ein Profil der Vegetationszonen des Cambo und eine pflanzengeographische Skizze, die er Mutes nach Bogota schickte. Am 15.

    Februar1803 fuhren sie von Guayquil ab in Richtung Mexiko. DER DRITTE TEIL SEINER REISE BEGANN IN MEXIKO Nach einer schwierigen Fahrt kamen sie am 23. März in Mapulco in Mexiko an. Nach ein paar Tagen brachen sie nach Mexiko City auf, wo sie am 11. April 1803 ankamen. Sie machten auch einen Aufenthalt in Taxo wo es eine sehr große Silbermine gab.

     Humboldt hatte den ganzen Weg barometrisch vermessen und ein Höhenprofil erstellt. Auch bei seiner Rückreise von Mexiko City machte er dies. So hatte er von Mexiko ein Höhenprofil an seiner wichtigsten Stelle. In Mexiko City traf er eine sehr nette Dame und blieb dort ein Jahr. Mexiko City hatte viele Akademien für Kunst und Wissenschaften. Humboldt interessierte sich hauptsächlich für die Bergakademie, dort kannte er auch einige der führenden Bergleute aus seiner Freiberger Studienzeit.

     Humboldt bekam auch Einsicht in alle ihn interessierenden Archive, Bibliotheken und die Staatsverwaltung. Um nach Hause zu kommen gab es wieder zwei Möglichkeiten. Die erste war über die Philippinen nach Asien, oder von den Philippinen direkt nach Europa zurück zu fahren. Humboldt entschied sich für die Letztere. Dabei dachte Humboldt, dass er die Ergebnisse aus der Südamerikareise nur ausgewertet mit einer Asienreise vergleichen könnte. Er glaubte, dass er mindestens zehn Jahre braute um seine Reise auszuwerten.

     In Wirklichkeit brauchte er zwanzig Jahre dafür. Am 20. Januar 1804 fuhren sie von Mexiko City nach Mexiko Atlantikhafen um nach Veracruz zu gelangen. Sie vermaßen dabei den Vulkan Popocatepetl und stellten fest, dass dies der höchste Berg von Mexiko ist. Bis zum 7.März blieben sie in Veracruz und vermaßen auch die Pyramide von Cholula.

     Am 8. März fuhren sie in Richtung Havanna ab, dort blieben sie 1 ½ Monate. Sie machten hier ihre Sammlungen zur Abreise fertig. Am 29. April verließen sie Havanna in Richtung U.S.

    A. Wegen schlechten Wetters kamen sie erst am 19. Mai in den Philippinen an. Am 24. Mai schrieb Humboldt an den Präsidenten der U.S.

    A., daß er ihn besuchen möchte. Er legte einen kurzen Reisebericht bei. Schon am 28. Mai schrieb Thomas Jefferson, daß er bei ihm verweilen dürfe. Humboldt hielt sich drei Wochen bei Jefferson auf.

     Jefferson führte mit Humboldt interessante Gespräche. Auch bei der alten Wissenschaftlichen Gesellschaft, der Philosophical Society wurde er zum Mitglied gewählt und hielt einen Vortag über seine Reise. Am 9. Juni 1804 fuhren Humboldt, Bopland und Muntofar von Philadelphia ab und kamen am 3.August in Bordeaux an. In Bordeaux angekommen benachrichtigte die Pariser Akademie sofort die Frau seines Bruders, die wegen der Erkrankung ihres Mannes in Paris war.

     Hiermit ging die Bedeutendste Südamerikareise zuende. DIE ZEIT NACH DER REISE Die Zeit nach der Reise gliederte sich in zwei Abschnitte. Der Erste, zwanzig Jahre in Paris und der Zweite die Zeit des Kammerdieners von Preußen. DIE AUSWERTUNG SEINER REISE In Paris schrieb Humboldt ein 33 bändiges Reisewerk. Das wichtigste Buch war "Der Kosmos". Er schickte Goethe das Buch "Die Ideen zu einer Geographie der Pflanzen, nebst einem Naturgemälde der Tropenländer".

     Humboldts liebstes Buch war: "Die Ansichten der Natur". Die Reisebeschreibung umfasste nur die Orinokoreise, also nur das erste Drittel der Reise. Viel Zeit nahmen auch die vielen Gespräche mit den Zeichnern, Druckern und Mitarbeitern in Anspruch. Humboldt machte viele Reisen in ganz Europa. Die Bedeutendste war die zu seinem Bruder nach Rom. Der junge Simon Bolivar, ein junger Venezolaner, wurde von Humboldts Reiseberichten sehr beeindruckt und zu seiner Mission ermutigt.

     Humboldt hatte in Paris seine wissenschaftliche Heimat gefunden. Er wurde bald Mitglied der Pariser Akademie. Von Humboldt sagte Berthollet die Worte: ". Nach der Beendigung seines Reisewerkes war sein Vermögen erschöpft. Der Preußische König hatte Humboldt schon 1800 den Titel Kammerherr verliehen, hatte ihn aber bis zur Beendigung seines Reisewerkes beurlaubt. Nun konnte er sich nicht mehr verschließen nach Berlin zurück zu gehen, obwohl er ungern von Paris ging.

     Nach der einzigen großen Enttäuschung, keine große Asienreise durch den Himalaja unternehmen zu dürfen, da die asiatische Regierung ihm keine Aufenthaltsgenehmigung gab, überlegte er kurz nach Mexiko auszuwandern. DER STAATSMANN ALEXANDER VON HUMBOLDT Am 14.April 1827 verließ er Paris, machte einen Besuch in London und kam am 12. Mai in Berlin an. Die einzige Reise, die er noch unternahm machte er mit 60 Jahren auf Einladung des russischen Zaren. Diese Reise war aber von Anfang bis Ende durchgeplant.

     Man wollte Humboldts Kenntnisse im Bergbau nutzen. Das letzte Mal war Humboldt von Oktober 1847 bis Januar 1848 in Paris mit 79 Jahren. Am 8.April 1835 starb sein Bruder Wilhelm, der ihm viel bedeutet hat. Im Oktober 1858 befiel ihn eine schwere Grippe, von der er sich nicht mehr erholte. Ab dem 21.

     April 1859 konnte er das Bett nicht mehr verlassen und starb am 6.Mai 1859 um 14.30 Uhr. Für Alexander von Humboldt wurde ein Staatsbegräbnis gegeben. DER MENSCH ALEXANDER VON HUMBOLDT Alexander von Humboldt war ein sehr lebensfroher Mensch, der seine Ziele erreichen wollte und hart dafür arbeitete. Er wurde zu seiner Zeit als Wissenschaftler sehr geschätzt.

     Die wahre Bedeutung seiner Arbeit erkannte man erst später. Alexander von Humboldt hatte ein gutes Verhandlungsgespür und wurde vom Preußischen König in schwierigen Diplomatischen Verhandlungen eingesetzt. In vielen Bereichen waren ihm seine guten Sprachkenntnisse hilfreich. DIE AUSWIRKUNG VON HUMBOLDTS FORSCHUNG FÜR DIE HEUTIGE ZEIT Alexander hatte die Grundlage für alle anderen naturwissenschaftlichen Forschungen in Südamerika gelegt. Noch heute führt man die Forschungen in seinem Sinne fort. Er hat einen großen Teil Südamerikas geographisch erfasst, dazu gehörten Berge, Flüsse und Vegetationszonen.

     Vielen Tieren hat er Namen gegeben und ihre Eigenschaften erforscht. Er hat Vulkane bestiegen, vermessen und erfasst. Auch Klimaforschung hat er betrieben. Er hat sich sehr für Mineralien interessiert und deren Eigenschaften erforscht und aufgeschrieben. Viele Flüsse und Gebirge tragen seinen Namen so wie der schon erwähnte Humboldt-Strom. Es gibt auch eine Alexander von Humboldt Stiftung, die junge ausländische Wissenschaftler fördert und alle zwei Jahre einen Preis verleiht.

     Im Februar dieses Jahres wurde dieser Preis erneut vergeben.

 
 




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