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englisch artikel (Interpretation und charakterisierung)

Etappe: darwin - kakadu nationalpark - arnhemland - australien





Als wir in Darwin das klimatisierte Flughafengebäude verließen, glaubten wir geohrfeigt zu werden. Die drückende Hitze war auch spät in der Nacht noch so stark, daß schon das Verscheuchen einer Fliege einen Schweißausbruch zur Folge hatte. Mit einem Shuttle-Bus fuhren wir in die Stadt, und es dauerte kaum eine halbe Stunde, da waren wir auch schon in einer Jugendherberge (Backpackers Ressorts) untergebracht. Es gibt in Australien etwa 140 solche, voneinander unabhängige Ressorts, wo man im Gegensatz zu den eigens gekennzeichneten Jugendherbergen (YHA) keine Mitgliedschaft benötigt. Der lockere Lebensstil, der in solchen Unterkünften herrscht, sagte uns sofort zu und wir waren in unserem einfachen, zweckmäßig eingerichteten Zimmer sofort 'zu Hause'.

Darwin ist die jüngste, australische Hauptstadt mit interessanter, multikultureller Ausrichtung, denn Einwanderer aus fast fünfzig Nationen sind hier ansässig geworden. Die Bevölkerung des Nord Territoriums erwartet sich aufgrund der günstigen Lage Darwins (Südostasien ist nicht weit), daß sich die Stadt zu einem weiteren, wirtschaftlichen Zentrum oder zu einem australischen Singapur entwickeln würde.

Zu Weihnachten 1974 zerstörte der Wirbelsturm 'Tracy' mit Windgeschwindigkeiten von 280 km/h die Stadt fast vollständig. Am Wachstum und Wohlstand Darwins ist der Tourismus unübersehbar beteiligt. Auf die 73.000 Einwohner kommen jährlich 495.000 Besucher, die das 'Top End' bereisen.

Bei einem Rundgang kann man die meisten Sehenswürdigkeiten und die locker-lässige Atmosphäre der Stadt kennenlernen. Wegen der tropischen Mittagshitze, unternimmt man solche Spaziergänge schon früh am Morgen oder später am Abend. Die Mittagszeit verbringt man am besten an einem Pool oder im Bett. Dabei kann man den Mauergeckos zusehen, wie sie über die Wände huschen. In einem kleinen Garten neben unserer Unterkunft bemerkten wir zwei Mungos, die sich auf ihren nächtlichen Beutezügen ganz nahe an menschliche Behausungen heranwagten.

Unser Ventilator im Zimmer hatte große Mühe, die brütende Luft zumindest ein bißchen durcheinanderzuwirbeln.

An jeder Ecke der Stadt wurden mehrtägige Ausflüge in den Kakadu Nationalpark mit seinen Naturschönheiten angeboten. Weil wir von Natur aus neugierig sind, buchten wir eine solche Tour. Wir hatten Glück, denn unsere Reisegruppe bestand aus nicht mehr als zehn jungen Leuten aus verschiedenen Nationen, und wir waren mit einem Führer unterwegs, den wir den 'Mann aus dem Sumpf' nannten. Man hatte so das Gefühl, daß sich Jason, so hieß er, nur dann richtig wohl und zuhause fühlte, wenn er den Motor des Landcruiser hörte und er selbst vor Dreck fast erstarrte. Die gewählte Richtung führte uns zuerst aus der Stadt nach Osten, zum Adelaide River, wo wir ein Stück des Flusses mit dem Boot befuhren. Kaum waren wir auf dem Wasser, tauchten auch schon die ersten Krokodile aus dem trüben Wasser auf. Jeden von uns beschlich das Gefühl, daß uns diese riesigen, gepanzerte Echsen, mit ihren eiskalten Blicken beobachteten, als würden sie gerade an das Abendessen denken. Würde man sich dabei über die Reeling lehnen, gäbe man den Krokodilen zu verstehen, daß hier etwas zu holen ist. Der Bootsführer bemerkte auch, daß diese Tiere kräftig genug seien, um ins Boot zu springen. Es war ein unheimliches Gefühl, so feindselig von allen Seiten beobachtet zu werden. Und wieder beschlich uns der Gedanke, daß der Mensch in einer derart unberührten Natur ziemlich fehl am Platz ist.

Im dichten Uferwald nistete ein seltener Seeadler, der sich ein Stück Fleisch, das man ihm an einer langen Stange aus dem Boot hielt, blitzschnell aus dem Flug schnappte.

In einer sicheren Entfernung zum Fluß, grasten einige Wasserbüffel, die einst nur im asiatischen Raum beheimatet waren aber von Einwanderern aus China mitgenommen wurden. Im tropischen Klima mit seiner hohen Luftfeuchtigkeit fanden die Büffel auch hier einen geeigneten Lebensraum.

Unser Weg führte uns weiter Richtung Osten auf dem endlosen, schwarzen Asphaltstreifen des Arnhem Highways, der in die entlegene Urwaldsiedlung Jabiru führt. Aufgrund der Tatsache, daß es in diesem Teil Australiens ungefähr sieben Monate im Jahr regnet, überquerten wir ein gigantisches Überschwemmungsgebiet, das als Trinkwasserreservoir für Darwin dient. Vom Wandern durch dieses dichte, bodennah bewachsene Gebiet wird, aufgrund der vielen Schlangen, Krokodile und Moskitoschwärme, dringend abgeraten.

Als das 'West Land' bereits einige Kilometer hinter uns lag, standen links und rechts der Straße tausende Termitenbauten, von denen die größten mehr als vier Meter über den Boden hinausragten. Im Inneren dieser Kathedralen lebt eine einzige Königin, die bei einer konstanten Raumtemperatur von 45° für die gesamte Nachkommenschaft des Termitenvolkes verantwortlich ist. Ein Millionenheer von Arbeiterinnen ist ständig damit beschäftigt, den Bau zu erweitern. Dabei reißen sie winzige Grasbüschel aus und kleben sie mit Hilfe von Speichel und Exkrementen an das bestehende Bauwerk. An regnerischen Tagen, so sagte man uns, würden diese Kathedralen, aufgrund der hohen Innentemperatur, wie Schornsteine rauchen.

Während der mehrstündigen Fahrt durch den tropischen Urwald, trat Jason, unser Fahrer, plötzlich auf die Bremse. Etwa fünfzig Meter vor uns hatte sich eine Kragenechse mitten auf der Fahrbahn drohend aufgerichtet. Jason, der tollkühne Buschläufer, sprang aus dem Auto und hetzte der Echse, die inzwischen die Flucht ergriffen hatte, nach. Selbst als das Tier in der Krone einer Palme verschwand, gab der Mann aus dem Sumpf nicht auf. Gewandt verfolgte er die Echse bis in die Palmenkrone, angefeuert von unseren beiden japanischen Reisegefährtinnen. Der Abstieg gestaltete sich für Jason ungleich schwerer, weil ihn das Reptil ständig zu beißen und kratzen versuchte. Schließlich ließ er sich einfach, mit der Kragenechse in der Hand, vom Baum in den Dreck fallen. Stolz präsentierte er seinen Fang, den es ausschließlich in Nordaustralien zu bewundern gibt. Die sonst flach anliegende Kragenhaut stellt das Tier nur dann auf, wenn es sich bedroht fühlt. Es versucht dann mit Imponiergehabe und Zischlauten, größer und gefährlicher zu wirken.

Das Eigenartigste an dem Reptil ist jedoch, daß es sich auf der Flucht auf seine Hinterbeine stellt und hocherhobenen Hauptes durchs Dickicht joggt.

Der Kakadu Nationalpark hat seinen Namen nicht von den Kakadu-Vögeln, sondern von Gagadju, einer Sprache der Aborigines, die dort im Arnhem Land schon mehr als dreißigtausend Jahre leben. Doch ist anzunehmen, daß sie schon viel länger hier sind - als Teil der Natur und Landschaft, wir ihre mythischen Geschichten von den Anfängen allen Seins in der Traumzeit berichten.

Dieser Nationalpark ist nicht nur der größte Australiens, sondern zugleich auch der drittgrößte der Welt. Er umfaßt eine Fläche von 1,75 Millionen ha. Er hat eine Ausdehnung von Nord nach Süd von über 200 km und von 100 km von Ost nach West. Im Norden des Parks, am felsigen Hochplateau, wanderten wir zu Fuß durch unwegsames Gebiet zum Ubirr Rock, einer wunderbaren Plattform, von wo man einen grandiosen Ausblick auf endloses Buschland, auf Sumpflandschaften und auf das weniger dicht bewachsene Felsplateau im Norden mit dem South Alligator River im dunstigen Hintergrund, hat.

Der Aufstieg war aufgrund des extrem schwülen Klimas eine ziemlich schweißtreibende Angelegenheit. Der Flüssigkeitsverlust war enorm. Außerdem wurden wir dort ständig von Fliegenschwärmen belästigt, die gnadenlos unsere Gesichter, vor allem die Augen und den Mund, als Landeplatz bevorzugten.

Die Behausungen der Aborigines, mit ihren reichhaltig ausgestatteten Wandmalereien, schienen so frisch verlassen und jederzeit wieder bezugsfertig, als würden die Familien erst heute Morgen ausgezogen sein. In Wirklichkeit haben sie aber schon vor Jahrzehnten diesen Teil von Arnhem Land verlassen, als ihre heiligen Stätten für jedermann zugänglich gemacht wurden.

Am Abend saßen wir am South Alligator River und beobachteten einen großartigen und farbenprächtigen Sonnenuntergang. Kurz danach fuhren wir bei völliger Dunkelheit auf einem einfachen Weg in unser bescheidenes Camp, bestehend aus zwei großen Zelten. Schnell war ein Feuer entfacht, auf dem wir große Stücke Rindersteaks braten konnten. Dazu gab es allerlei frisches Gemüse und Obst. Vom Duft unserer Steaks und vom Schein des Feuers angezogen, kamen Dingos aus dem Dschungel und beobachteten uns.

Die Nacht war sehr warm, sodaß wir wie immer ohne Schlafsack auf einer einfachen Matratze schliefen. Zur Vorsicht hatten wir uns noch am Abend mit einem Insektenschutzmittel eingesprüht, und siehe da - es hat überhaupt nichts genützt. Wir waren mit Stichen übersäht. Schon um fünf Uhr früh standen wir auf, kratzten unsere Einstichstellen und nahmen ein wohlschmeckendes Frühstück aus Obst und Gemüse zu uns, und schon konnte die Fahrt durch den Kakadu Nationalpark weitergehen. Zuvor bemerkten wir noch, daß alle Knochen unserer Steaks feinsäuberlich abgenagt waren, aber von den Dingos war weit und breit nichts mehr zu sehen.



Auf zum letzten Paradies

Unser Tagesziel waren die Twin- und Jim Jim-Falls im südlichen Teil des Parks. Der Weg dorthin war ausschließlich mit einem robusten und geländegängigen Fahrzeug zu bewältigen. 60 Kilometer unwegsamstes Gelände trennten uns vom Tagesziel. Wenn man Jason beim Fahren durch den Urwald zusah, wie er lächelnd über Stock und Stein hopste, so hatte man das Gefühl, daß er sich nur hier zuhause fühlt. Wir mußten mit dem Auto Flüsse durchqueren, wobei Jason keinen Augenblick zögerte, vorher zu Fuß den Wasserstand zu messen und eine günstige Durchfahrtsmöglichkeit auszukundschaften. Es machte ihm dabei nichts aus, dabei der Länge nach ins Wasser zu stürzen. Völlig durchnäßt und schmutzig (aber glücklich), sprang er dann wieder ins Auto und fuhr mit vorgestrecktem Kinn durch das Hindernis. Mehrere Stunden manövrierte er auf diese Weise sein Fahrzeug durch die Wildnis.

Endlich kamen wir an einer grandiosen Sandsteinschlucht an. Vor der Begehung dieser Schlucht, verteilte Jason Luftmatratzen an jeden von uns. Die Vegetation am Eingang der Schlucht war dicht, doch man kam in einem breiten Pfad zügig voran. Bald schon war der Boden zu felsig, um noch irgend einer Pflanze als Nährboden zu dienen, und so gab es bald nur noch blanken Fels, der links und rechts 200 Meter senkrecht aufragte. Dazwischen war nur der stille, ruhige Fluß und der staubige, ausgetretene Weg. An der nächsten Biegung endete schließlich auch noch dieser Pfad. Jetzt wußten wir wozu wir die Luftmatratzen mitschleppten mußten. Mit diesen Schwimmbehelfen glitten wir durch das ruhige, 25° warme Wasser, vorbei an steilen Felswänden und unter gefährlich überhängenden Steinkolossen. Schon von weitem vernahmen wir das Getöse eines Wasserfalls. Langsam und fast lautlos glitten wir etwa 800 Meter durch die schmale Schlucht. Plötzlich weitete sich das enge Tal zu einem großen, runden Talkessel mit senkrechten, rostbraunen bis schwarzen Steinwänden. Über diese Wände stürzten die Twin Falls 200 Meter in das Becken, das wir gerade erreichten.

Außerdem gab es dort noch einen kleinen, strahlendweißen Sandstrand und einige grüne Sträucher. Staunend ließen wir die unglaublich positive Stimmung, die von diesem paradiesischen Ort ausging, auf uns einwirken. Eine besondere Genugtuung war es, sich das erfrischende Naß das Wasserfalls, auf den Kopf und den Rücken prasseln zu lassen.

Nie werde ich diese Stimmung vergessen, als wir staunend und schweigend dastanden und dem Rauschen der Wasserfälle lauschten. Wenn man dabei in die leuchtenden Augen der anderen gesehen hat, wußte man, jeder ist überwältigt von der verschwenderischen Schönheit der Natur, in der jedes gesprochene Wort als störend empfunden worden wäre. Stundenlang, ja tagelang hätte ich an der Stelle bleiben wollen, doch Jason, der an den Tagesplan dachte, drängte zum Aufbruch. Gemächlich ließen wir uns wieder aus dem Paradies hinaustreiben.

Als wir wieder beim Auto angelangt waren, spürten wir erst wieder die Hitze des Tages und ein Fliegenschwarm stürzte sich unbarmherzig in unsere Gesichter. Nur Jason konnten diese Viecher nichts anhaben. \"I love flys\", versicherte er uns immer wieder. Einen japanischen Mitreisenden brachten die Insekten jedoch zur Raserei. Laut schimpfend und fluchend schlug er wie ein Karatekämpfer auf die Fliegen ein.

Eine andere Schlucht führte zu den Jim-Jim Fällen. Dieser Felseinschnitt war etwas breiter als der erste, es lagen hier aber viel mehr Gesteinsbrocken umher, die das Vorankommen erheblich erschwerten. Sehr schnell war die Anstrengung vergessen, als wir am Fuß der Wasserfälle standen und in das angenehm kühle, glasklare Naß eintauchten. Das frische Wasser war den Australiern viel zu kalt zum Schwimmen, aber wir Europäer ließen es uns nicht nehmen, auch von dieser gigantischen Naturdusche Gebrauch zu machen.

Leider drängte schon wieder die Zeit, und wir kletterten durch die Geröllmassen, an zerklüfteten Felsformationen vorbei zum geparkten Auto, das uns in der Nacht nach anstrengender, fünfstündiger Fahrt zurück nach Darwin brachte. Wir waren sehr froh, eine solche Tour mitgemacht zu haben. Denn ohne die Ortskenntnisse eines erfahrenen Führers und ohne geeignetem Fahrzeug wären uns viele dieser Naturschönheiten verborgen geblieben. Erleichtert waren wir, als im brütend heißen Darwin, die Fliegenplage endlich ein Ende gefunden hatte.

Am nächsten Morgen bestiegen wir einen Überlandbus, der uns nach Alice Springs bringen sollte. Die 1500 Kilometer lange Fahrt begann um 11 Uhr Vormittags und endete um 5 Uhr früh des nächsten Tages. Irgendwann in der Nacht, hielt plötzlich der Bus und alle Passagiere verließen das Fahrzeug. Verschlafen und völlig verwirrt torkelten auch wir ins Freie und folgten den anderen in einen Wartesaal. Ich benötigte noch einige Minuten um zu begreifen, wo ich war. Egal, wenig später saßen wir wieder im Bus nach Alice Springs und rollten über den schnurgeraden Stuart Highway Richtung Süden.



5. Etappe: Alice Springs - Watarrka Nationalpark - Uluru Nationalpark - Melbourne

Der erste Eindruck, den wir von Alice Springs erhielten, war die Kälte. Um fünf Uhr früh war es so saukalt, sodaß wir eiligst unsere langen Hosen aus dem Rucksack holten. Wir betraten das nahegelegene Backpackerressort und bekamen, ohne ein Wort zu sagen, sofort ein Zimmer zugeteilt. Das war ein buchstäblich überwältigendes Service.

Alice Springs entstand genau an der Stelle, wo die McDonnel-Ranges, eine langgezogene Hügelkette quer durch das Red Center, unterbrochen ist. Dieser enge Einschnitt, durch den sich heute nicht nur der Todd River sondern auch die Eisenbahn und der Stuart Highway zwängen, nennt sich Heavitree Gap. An dieser Stelle führte einst die Telegraphenleitung, die das 1700 km entfernte Adelaide mit dem 1500 km nördlich von Alice Springs gelegenen Darwin verband, vorbei. Dort, wo einst die Telegraphenstation stand, liegt heute, vor der Great Sandy Desert (große Sandwüste), mit rasterförmig angelegten Straßen, Alice Springs. Diese Stadt mit 25.000 Einwohnern, die in der gleißenden Mittagshitze wie ausgestorben scheint, bemüht sich sichtlich, mit künstlich gewässerten Grünanlagen und buntbemalten Häusern, sich gegen den allgegenwärtigen, roten Sandstaub, der permanent die Stadt zu ersticken droht, zu wehren.

Bruce Chatwin, ein englischer Autor der Australien bereiste, beschrieb Alice Springs so: \"Diese Stadt ist ein Netz verbrannter Wege, wo Männer in langen weißen Socken unaufhörlich in Landcruiser einsteigen oder aus Landcruisern aussteigen und in irgendwelchen Bars verschwinden.\" Und genauso war es auch!

Auffällig an Alice Springs ist der große Bevölkerungsanteil der Schwarzen. Es ist ein sehr trauriges Bild, das man als Besucher von den Aborigines erhält. Überall, unter schattenspendenden Bäumen, sieht man Gruppen der Urbevölkerung, entweder lautstark miteinander streitend oder sie sind betrunken, sodaß sie nur mit glasigen Augen dasitzen und versuchen ihre Lage zu vergessen. Seit die weißen Einwanderer ihnen das Land ihrer Ahnen weggenommen haben, befinden Sie sich in einem schrecklichen Kreislauf. Daher sind sie gezwungen, in der Nähe von Städten zu leben, wo sie sich regelmäßig einen bescheidenen Geldbetrag abholen können, der ihnen laut Gesetz als Entschädigung für ihr Land zusteht. Doch mit den paar Dollars kann man sich keine Wohnung, geschweige denn ein Haus leisten. Also vertrinken sie das Geld, daß für eine anständige Mahlzeit für die ganze Familie ohnehin zuwenig wäre. Und als alkoholabhängiger Obdachloser bekommt man auch in Australien keine Arbeit.



Das Schicksal der Aborigines

Diese Menschen, die seit 40.000 Jahren auf diesem Kontinent leben, waren Nomaden, die es gewohnt waren, ausschließlich von dem zu leben, was ihnen die Natur gab. Auf ihren 'Songlines', den unsichtbaren Linien, die sich an fixen Punkten (markante Bäume, Felsen, Büsche ...) kreuzten, wanderten die Aborigines durch ihr weites Land. Es gab bei den Aborigines keine Schriften, deshalb lernte jeder von ihnen die Songs (Kreuzungen) anhand von Liedertexten auswendig. Ihre ganze Orientierung basierte einzig auf diesen 'Texten', die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. So hatten viele Stammesältere eine perfekte Landkarte vom gesamten Kontinent im Kopf.

Die Aborigines suchten ihre Nahrung nicht, sie fanden sie. Denn sie lebten streng nach dem Grundsatz: \"Wer sucht und jagt, der beutet aus. Wer aber Nahrung findet, dem hat das Schicksal seine Ration bereitgelegt.\" Daß sie bei der Auswahl ihrer Nahrung nicht wählerisch waren, erschreckte die europäischen Siedler seit jeher. So standen allerlei, bitter schmeckende Früchte, die im Staub der Wüste wuchsen, ebenso auf ihrem Speiseplan wie Engerlinge, Maden, Echsen, Schlangen, Kamele, Wasserbüffel aber auch Nüsse, Kräuter, Gewürze, Pilze, Gemüse sowie Vögel, Fische und vieles mehr, das heutzutage als 'Bush Food' auch auf den Speisekarten der Nobelrestaurants zu finden ist.

Die Aborigines lebten in dreihundert verschiedenen Stämmen. Dazu bedienten sie sich zweihundertfünfzig verschiedener Sprachen, aus denen wiederum neunhundert verschiedene Dialekte hervorgingen, welche untereinander nicht verstanden wurden. Diese Sprachen sind mit anderen Sprachen dieser Welt nicht zu vergleichen, und es ist auch fast unmöglich eine solche zu erlernen. Ein Wort, das vom Vater zum Sohn gesprochen wird, kann eine ganz andere Bedeutung haben, als wenn die Mutter dieses Wort an ihre Tochter richtet. Außerdem bedienen sie sich sehr, sehr langer, fast unaussprechlicher Wörter. Die Bedeutung eines Satzes hängt auch sehr von der Gestik und dem Tonfall ab. Wird ein Satz im Sitzen oder im Stehen ausgesprochen, kann der Sinn des Gesagten schon verändert werden. Heute gibt es nur mehr etwa fünfzig verschiedene Aborigine-Sprachen, und es werden immer weniger.

Die Aborigines waren auch wahre Meister in der telepatischen Kommunikation und großartige Naturmediziner, die mit der Kraft ihrer geistigen Energie angeblich Krankheiten und sogar Knochenbrüche innerhalb kürzester Zeit heilen konnten.

Als die ersten Einwanderer aus Europa in Australien eintrafen, beschrieben sie dieses Naturvolk als schwarzes, unzivilisiertes (sie waren nackt), primitives, dummes, dreckfressendes Gesindel, das ihnen das Vieh stahl. Die Aborigines wußten nicht, daß diese Tiere jemandem gehörten.

Bis zum heutigen Tag, so hat man das Gefühl, wird dieses friedfertige Volk, mit dem enormen spirituellen Wissen, von den weißen Mitbürgern nicht verstanden. 'Mitbürger' stimmt nicht ganz, denn erst in den sechziger Jahren wurden die Aborigines als Bürger Australiens anerkannt, wenn auch mit eingeschränkten Bürgerrechten.

Die Regierung hat sie in Reservate gepfercht, die viel zu klein und zu unfruchtbar für so viele Menschen sind. Man gab ihnen Wellblechhütten, die sie bewohnen sollten - und das schlimmste: man gibt ihnen Geld statt Nahrung. Heute schaut man nur beschämt zur Seite, wenn ein alter Aborigine mit dreckigem Gewand und zahnlosem Mund, vor einem Bottle Shop um ein paar Cent's bettelt. Groteskerweise lernen heute die schwarzen Kinder die Kultur der Aborigines in der Schule von weißen Lehrern.

Zu vieles wurde hier schon falsch gemacht, und ich weiß nicht, ob ich bestürzt oder froh sein soll, daß sich dieses Volk, das seine Ursprünglichkeit nicht mehr wiedererlangen kann, aufgrund des zunehmenden Alkoholismus immer weniger vermehrt.



The School of the Air - 'Funkunterricht' seit 1951

Alice Springs ist eine der wichtigsten Funkstationen im Red Center. Nicht nur das 'Flying Doctor Service' ist hier beheimatet sondern auch 'The School of the Air' wird von hier aus in die entlegensten Rinderfarmen und Stationen ausgestrahlt. Kinder, die so weit entfernt von der Stadt wohnen, daß es für sie unmöglich ist, jeden Tag eine Schule zu besuchen, werden schon seit 1951 via Funkgerät unterrichtet.

Die Stadt lebt heute vom Bergbau und größtenteils vom Fremdenverkehr. Die Ausrichtung auf den Tourismus hat die Stadt völlig umgestaltet, von der isolierten, staubigen Outbacksiedlung ist wenig geblieben. Das Bild des neuen Alice Springs wird bestimmt von Restaurants, Luxushotels und Caravanparks, von Unterhaltungslokalen (Spielcasinos) und von zahllosen Läden und Galerien. In vielen dieser Läden wurden geführte Touren zum Watarrka- und dem Uluru Nationalpark angeboten. Weil wir schon in Darwin von solch einer Tour begeistert waren, griffen wir auch hier die Gelegenheit beim Schopf.

Früh Morgens um halb sechs ging es los. Unser Fahrer hieß Glen. Er hatte sich sehr intensiv mit der Kultur der Aborigines beschäftigt. Das einzige, das er nicht mochte, war körperliche Anstrengung, wie zum Beispiel Bergsteigen.

Mit hoher Geschwindigkeit raste Glen mit dem Kleinbus auf einer unbefestigten Waschbrettpiste hinaus in die Wüste. Daß er dabei manchmal ein Schlagloch übersah, worauf wir drei in der letzten Reihe an die Decke geschleudert wurden, sei ihm jetzt verziehen. Genauso wie wir darüber hinwegsahen, daß er manchmal vergaß, die Türen des Anhängers zu schließen, in dem sich unser Gepäck befand.

Zufällig war auch eine 'alte Bekannte' mit von der Partie, die wir auch von der Tour in Darwin kannten. Es war eine kleine Chinesin namens 'Happy'.

An einer steil ansteigenden Hügelkette aus rotem, brüchigem Sandstein, etwa 320 km südwestlich von Alice Springs, hielt Glen seinen Boliden an und stattete uns mit Wasserflaschen aus, um für die bevorstehende Wanderung im Watarraka Nationalpark gerüstet zu sein. Steil führte der Weg hinauf auf ein Hochplateau. Die Hitze des Tages forderte alle unsere Flüssigkeitsreserven, denn der Schweiß floß in Strömen. Oben angekommen, tat sich vor uns die sogenannte verlorene Stadt auf. 'Lost City', wie sie genannt wird, ist ein großes Gebiet aus stark verwitterten Sandsteinkuppeln, die an verfallene Häuser und Straßen erinnern. In dieser unwirtlichen Gegend, in der absolut kein Geräusch zu hören war, wuchs - man sollte es nicht für möglich halten - eine einsame Ananasstaude, die sogar eine Frucht trug.

Außerdem zeigte uns Glen ausgewaschene Steingebilde, die man sonst nur an den Küsten der Meere findet. Er erklärte uns, daß vor Jahrmillionen ein Ozean dieses Gebiet bedeckte und daß man hier schon viele fossile Fische und Krebse gefunden hat. Es war schwer vorstellbar, angesichts dieser knochentrockenen, wüstenartigen Gegend. Aber es machte die Sache mit der Ananasstaude verständlicher, wenn auch nicht ganz.

Als wir in der sengenden Hitze weiterwanderten, gelangten wir an einen gewaltigen Riß in der Erdoberfläche, der sich 'Kings Canyon' nennt. Bis zu 270 Meter tief und 300 Meter breit, mit senkrechten, glatten Wänden, als wären sie mit dem Messer geschnitten, klaffte vor uns der Abgrund. Staunend und respektvoll traten wir an den Rand des Abgrundes heran. An manchen Stellen des Canyons bildeten sich vor langer Zeit Wassertümpel, die angeblich niemals austrocknen. Diese Plätze waren mit Palmen und anderen Sträuchern umwachsen. Diese Oasen schienen Relikte aus längst vergangenen Tagen zu sein. Einen Abschnitt des Canyons nennt man 'Garden of Eden', was mir angesichts der Umgebung als recht passend erschien.

Der Watarrka Nationalpark grenzt direkt an ein Aboriginal-Reservat. Watarrka ist die Bezeichnung für den Canyon und er dient den Aborigines als Kult-, Rast- und Versammlungsstätte.

Am Abend kamen wir gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang im Uluru Nationalpark, etwa 450 km südwestlich von Alice Springs, an. Zum ersten Mal standen wir ihm gegenüber. Auch wenn wir ihn schon von vielen tausend Abbildungen kannten, so war es doch ein wunderbar erhebender Augenblick, als wir ihn in der untergehenden Sonne, strahlend vor uns sahen - den Ayers Rock.



Das 'Herz' Australiens, der Ayers Rock

Majestätisch und vom letzten Sonnenlicht in ein unglaubliches Rot getaucht, präsentierte sich der gigantische Felsen von seiner schönsten Seite.

Der Ayers Rock, der 1872 erstmals von einem Weißen gesehen wurde, und von den Aborigines 'Uluru' (schattiger Platz) genannt wird, erhebt sich 348 Meter über die weite Ebene und hat einen Umfang von fast 9 Kilometer. Weil sich der Berg ziemlich genau im geographischen Mittelpunkt des Kontinents befindet und nicht zuletzt wegen seiner Farbe, wird er gern das Herz Australiens genannt. Für die Aborigines war und ist dieser Felsen einer der wichtigsten Versammlungspunkte überhaupt. Am Fuße des Berges sind zahlreich natürliche Höhlen zu sehen, die als Unterschlupf für ganze Stämme dienten. Sie hatten eigene Räume für Familien, andere eigens für Männer, wieder andere eigens für Frauen, die übrigens unabhängig von ihren Männern, eigene Gesetze hatten und in der Familie als Mutter den höchsten Rang innehatten. Die Aufgabe des Mannes war es lediglich für die Nahrung zu sorgen.

Staunend standen wir hier, umgeben von hunderten Touristen, die dieses Spektakel auch nicht versäumen wollten, und beobachteten wie sich der Berg mit jeder Minute in eine andere Farbschattierung hüllte, bis er schließlich von einem grellen Orange in ein tiefes Purpurrot überwechselte. Kurz vor der absoluten Dunkelheit zeigte er sich nur noch in grauen und schwarzen Tönen. Glen erzählte, daß der Ayers Rock am schönsten ist, wenn er sich, vom Regen naß, in einem glänzenden Schwarz präsentiert. Die Nacht verbrachten wir in Yulara, einer langgestreckten, in die Gegend eingefügten Touristensiedlung mit einfachen Camps. Wir schliefen in sogenannten Swag's, den traditionellen Reisebündeln der Viehtreiber. \"A swag is the Bushman's best friend\", pflegte Glen zu sagen. So ein Swag besteht aus einem groben, massiven, rechteckigen Segeltuchsack, worin sich eine dünne Matratze und ein kleines Kissen befinden. Zusätzlich zur äußeren Hülle schläft man dann noch im Schlafsack in diesem komfortablen Bett. Vor dem Einschlafen sieht man dann noch einen unbeschreiblichen Sternenhimmel über der Wüste und man hört nur das knackende Geräusch des Lagerfeuers. Wir mußten nur aufpassen, daß die Dingos unsere Schuhe nicht davonschleppten. Ich glaube, man schläft kaum irgendwo besser als in der kühlen Nachtluft der Wüste.

Um vier Uhr Morgens begann es im Camp unruhig zu werden. Viele der Touristen wollten schon vor Sonnenaufgang den Ayers Rock bezwingen und schepperten mit Kochtöpfen und schlugen mit Autotüren, daß an ein Weiterschlafen nicht mehr zu denken war. Schnell standen wir auf, machten Feuer, frühstückten, räumten auf und fuhren mit dem Bus zum Ayers Rock, um am täglichen Rennen um den Gipfelsieg teilzunehmen.

Ganze Scharen von Touristen quollen aus den Bussen, die herbeigeeilt waren, und stürmten auf den markierten Anstieg zu.

Bei völliger Dunkelheit und bei frischem, böigem Wind, nahmen auch wir die sportliche Herausforderung an. Vergessen war für einen Moment die Heiligkeit des Felsens. Wir wollten nur hinauf, um von seiner Spitze den Sonnenaufgang zu beobachten. Schritt für Schritt überholten wir schlecht ausgerüstete Besucher, die sich zuviel vorgenommen hatten. Ohne mich herausheben zu wollen, stellte ich wohl an diesem Morgen eine Bestzeit im 'Uphil Race' auf.

Unvergeßlich war der Augenblick, als die Sonne über dem Horizont hervorkam und die 40 km weiter westlich gelegenen Olgas, mit ihrem roten Licht beschien. Die ganze Welt schien in diesem Augenblick in ein kräftiges, dunkles Orange getaucht zu sein. Wenn ich dabei in die verschwitzten aber glücklichen Gesichter der anderen 'Bergsteiger' sah, wußte ich, daß ich nicht alleine so bewegt von diesem Augenblick war.

Mir tun Australienbesucher, die glauben, man müßte um diesen Berg, mit all seinem Tourismusrummel, einen großen Bogen machen, sehr leid. Denn wenn auch dieser Felsen ein vielbesuchtes Touristenziel ist, so war es doch eines der schönsten Erlebnisse dieser Reise und ich bin stolz darauf, dort gewesen zu sein.

Der Ayers Rock war für uns, wie auch für die Aborigines, ein Ort der Begegnung. Drei Mädchen aus Salzburg, die wir unterwegs schon zwei Mal getroffen hatten, erreichten gerade die Hochebene des Berges, als wir uns schon an den Abstieg machten. Und als wir schon fast wieder unten waren, begegneten uns auch noch unsere beiden japanischen Kollegen, die wir aus dem Kakadu Nationalpark kannten, und die sich so lautstark über die Fliegenplage beschwert hatten.



Kata Tjuta, die Olgas

Eine halbe Autostunde entfernt, ragen die Olgas, von den Aborigines 'Kata Tjuta' genannt, wie riesige Sandsteinköpfe aus dem Boden. Noch immer waren wir von den Erlebnissen am Ayers Rock so sehr begeistert, daß wir die bestimmt genau so eindrucksvollen Olgas gar nicht richtig wahrnahmen. Erst ein Spaziergang zwischen den riesigen Kuppeln, die unterirdisch mit dem Ayers Rock verbunden sind, brachte uns ein reelles Bild von diesen natürlichen Kunstwerken. Kata Tjuta gehört zum Aborigine-Land und es ist daher nicht erwünscht, den Berg zu besteigen.

Der Uluru Nationalpark wurde 1958 eingerichtet und ist seit 1985 wieder im Besitz der Aborigines, die seit jeher hier ansässig sind. Die Verwaltung in Canberra bezahlt den Ureinwohnern jährlich 20.000 Dollar, um Touristen in dieses Gebiet bringen zu dürfen.

Leider drängte die Zeit schon wieder und wir mußten zurück nach Alice Springs. Lange begleitete uns dabei noch der wunderschöne Anblick des Ayers Rock, bis er schließlich hinter einer Sanddüne verschwand.

Uns beschlich plötzlich das eigenartige Gefühl, daß wir nun von Australien das meiste gesehen hatten und wir nach Hause fahren konnten. Sehr viel mehr konnten wir auch die letzten drei Tage unseres Urlaubs nicht mehr unternehmen.

Tags darauf stiegen wir in Alice Springs ins Flugzeug und flogen noch einmal über diese beeindruckende Landschaft des südlichen Nordterritoriums, Richtung Adelaide. Von dort aus ging es, nach einem kurzen Aufenthalt, auch gleich weiter nach Melbourne, wo wir in einer sehr schönen, neuen Jugendherberge untergebracht waren. Nach den vielen Tagen, erst im Regenwald und dann in der Wüste, brauchten wir eine ganze Zeit, um uns wieder an eine Großstadt zu gewöhnen.

Melbourne, die zweitgrößte Stadt Australiens mit 3,1 Millionen Einwohnern, liegt im Südosten des Kontinents, an den Ufern des Yarra Rivers, im Bundesstaat Victoria. Melbourne ist eine junge, sehr moderne Stadt. Auf den ersten Blick ist sie wohl die amerikanischste Stadt Australiens.

Die vorweihnachtliche Stimmung in den vielen Einkaufszentren im Inneren der Stadt, machte uns nervös, sodaß wir gleich in den Flinderspark flüchteten und das Tenniszentrum besichtigten, in dem die Vorbereitungen für die bevorstehenden 'Australien Open' auf Hochtouren liefen.

Nach einem erholsamen Spaziergang am Yarra River mit Blick auf die gläserne Skyline von Melbourne, zogen wir uns in ein kleines Straßencafe zurück und feierten Abschied von Australien. Jedem von uns war klar, daß wir nicht zum letzten Mal auf diesem herrlichen Kontinent waren.

Gegen Mitternacht bestiegen wir die Maschine der Lauda Air, die uns in einem fast vierundzwanzigstündigen Flug nach Wien brachte, wo wir Anfang Dezember heftig froren.

Wenn ich heute an Australien denke, so denke ich an Eukalyptuswälder, Sandstrände, Staub, Hitze, 'XXXX', an unseren Campingbus, Ayers Rock, Känguruhs, den lockeren Lebensstil der Australier, an den unglaublichen Kakadu Nationalpark, an Regenwälder, Krokodile, Koalas und vor allem an die erstklassige Zusammenarbeit unseres Teams.

 
 




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