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deutsch artikel (Interpretation und charakterisierung)

"novemberkatzen" mirjam pressler - beurteilung des buches


1. Drama
2. Liebe



1.1. Altersgemäßheit Der Roman ist für Leser ab etwa 12 Jahren geeignet. Jüngeren Lesern würde ich dieses Buch nicht unkommentiert , ohne Vorbereitung und späterer Auseinandersetzung mit einzelnen Situationen ( Mißbrauch , Prügel , Alkoholexzesse etc. ) in die Hände geben.



1.2. Zielsetzung
Mit diesem Buch würde ich erreichen wollen , dass das Kind sich Möglich-keiten und Ideen zur Problembewältigung überlegt und somit Handlungs-alternativen anzubieten , die das Selbstbewußtsein und die Selbstbestimmung des Kindes maßgeblich positiv beeinflussen könnten.
Das Kind wird im sich entwickelnden Realitätssinn verstärkt , es erfährt Lebenswelten , die heute noch aktuell sind. Somit ist auch ein Entwickeln des Sozialverhaltens bzw. der Toleranz und Rücksichtsnahme Schwächeren gegenüber möglich.


1.3. Angemessenheit der Thematik
Das Thema ist mit Sicherheit von Kindern/Jugendlichen zu bewältigen , vielmehr ist es eine Auseinandersetzung mit unangenehmen Themen , der Kindheit und somit ein guter und hochwertiger Gegenpol zur Masse , der in größeren Mengen konsumierten Comic-, Phantasy-, Science-Fiction- und ähnlichen Sparten.
Die Bewältigung der Problemstellungen liegt , je nach Alter und Entwicklung der Kinder , auf dem Aushalten und Miterleben der schwierigen Lebenssitua-tionen des Mädchens und hier liegt für jedes Kind die Aufgabe.
Danach könnte für jedes Kind das Bewältigen der Probleme in Gedanken stattfinden.








1.4. Identifikationsmöglichkeiten
Identifikationsmöglichkeiten für den Leser gibt es zur Genüge : Auseinandersetzungen mit den Eltern , Konkurrenzkämpfe mit den Geschwistern oder auch das Sich-Nicht-Verstanden-Fühlen von allem und jedem hat sicherlich jeder in seiner Kindheit erlebt. Diese Punkte sind gute Möglichkeiten sich in der Person des Mädchens wiederzufinden.


1.5. Unterhaltungswert
Das Buch ist eher ein ruhiges und leises Buch , das Interesse am Leben der benachteiligten Ilse wecken will und somit schon eine gewisse Spannung erleben lässt. Doch dies ist sicherlich keine Spannung im herkömmlichen Sinne , vielmehr ist es die spürbare Spannung Ilses , die den Leser dazu veranlasst weiterzulesen. Wie geht ihr Leben weiter ? Wann lehnt sie sich endlich gegen soviel Ungerechtigkeit auf ? Wann zeigt sie allen , was sie alles kann ? Hat sie irgendwann nochmal richtig Glück ? Darf sie ihre Katze behalten ? Kann sie in dem gelähmten Jungen , falls sich sein Zustand je ändern sollte , einen guten Freund finden ?
Und so weiter und so weiter.



1.6. Äußere Buchgestaltung
Zur äußeren Buchgestaltung ist zu sagen , dass sie auffällig unauffällig ist.
Keine verschnörkelte Illustration des Titelbildes , sondern nur Titel , Autor , Verlag und ein Bild , das als Ilse darstellen könnte.
Die Schriftart ist herkömmlich , der Umfang des Buches ( 201 Seiten ) ist für dieses Alter angemessen , ebenso wie die Schriftgröße.
Das Buch enthält 23 Kapitel , die sehr gut eine Situation abschließen und sogleich sehr gut die bevorstehende Situation darstellt.










2. Sprache

Die Autorin verwendet eine prägnante und direkte Sprache , die dem Leser die Möglichkeit gibt sich in die soziale Schicht und die Umgangssprache der Cha-raktere hineinversetzen zu können (Seite 9 "Ilse nickt , schnieft , wischt sich mit dem Handrücken die Rotzglocke weg ...").
Die Sprache der Charaktere ist auf Sachliches konzentriert , Gefühle bzw. Gefühlsregungen werden höchstens in Taten , Handlungen oder Gedanken ansatzweise aufgezeigt (Seite 46 "Der Thomas ist nicht da , seine Schwester ist heute nacht gestorben." - Seite 47 "Aber Helmut will heute nicht mit ihr reden. sagt er. Ilse sieht , dass er geweint hat. fragt sie.")
Monologe oder zumindest die Darstellung der Gedankenwelt findet sich auch häufig. So zum Beispiel auf Seite 46 , wo es folgendermaßen heißt : "Ob ihre Mutter jetzt weint? denkt Ilse. Natürlich auch der Thomas wird weinen ...". Diese Belege sollen auf der einen Seite den Umgang miteinander , aber auch die im Buch vorherrschende fehlende Kommunikation darstellen.
Die Erzählperspektive ist auktorial , der Autor ist allwissend und tritt teilweise bewertend auf.
Die Zeitabfolge ist chronologisch , wobei auch in die Vergangenheit geschaut wird , dann allerdings werden Gedanken , zurückliegende Ereignisse aufgezeigt.

















3. Eigenes abschließendes Urteil

Der Roman "Novemberkatzen" von Mirjam Pressler ist meiner Meinung nach
trotz der Anhäufung von Elend , eine leise einfühlsame Geschichte.
Mirjam Pressler schafft es , dass der Leser sich sehr gut mit Ilse identifizieren kann und somit Stellung gegen Ungerechtigkeit , Vorurteile und dergleichen beziehen kann. Man ergreift Partei für das ungerecht behandelte Kind und wird somit hellhörig auf derlei Taten.
Aus Gesprächen mit anderen Lesern konnte ich erkennen , die selbst gerade 12 Jahre alt waren , als sie das Buch lasen , dass das Buch weniger abschreckt und erschüttert sondern hilft , andere benachteiligte Kinder zu verstehen und sich nicht als etwas Besseres zu sehen.
Ich fand das Buch sehr interessant , da es kein gewöhnliches Buch ist. Es beschreibt realistisch die Lebens- , Gefühls- und Gedankenwelt eines jungen Mädchens , das versucht das Beste aus ihrem Leben zu machen. Wie wir alle.
Doch hat sie denkbar schlechtere Voraussetzungen als andere.
Man entwickelt während der Geschichte ein sicheres Gespür für das seelische Befinden und die realen Probleme mit denen sich Ilse tagtäglich auseinander-etzen muss.
Mirjam Pressler beschreibt das Leben dieses Mädchens mit einer äußerst intensiven , schnörkellosen Klarheit und Offenheit , der auch erwachsene Leser "verfallen" können , so wie ich das tat.

 
 




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