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"herrenjahre" von gernot wolfgruber


1. Drama
2. Liebe



Inhalt Die Hauptperson dieses Romans heißt Bruno Melzer. Melzer wächst in einer österreichischen Kleinstadt, wo er eine Tischlerlehre besucht, die ihm mehr oder weniger von seinem Vater aufgezwungen wurde. Diese Lehrzeit ist eine Zeit, in der er sich gegenüber dem Vorgesetzten unterordnen und dessen Anweisungen unbedingt befolgen muß. Doch diese Lehre ist weit von seiner Vorstellung der idealen Arbeit entfernt. Er träumt von einem Abenteurerleben, in dem es niemals langweilig wird. Dadurch verbindet er alles, was von ihm als Realität empfunden wird, mit aufgezwungenen und monotonen Tätigkeiten. In diesen Lehrjahren wird er immer bevormundet, von seinem Meister aber auch von der Mutter. Diese Bevormundung ist ein weiterer, subtilerer Zwang der Realität. Den Lehrjahren, so wird es Melzer versprochen, sollen die Herrenjahre folgen, in denen er in seiner Vorstellung von Bevormundung, Zwängen und Monotonie befreit ist. Doch diese Zeit will nicht kommen und so rettet sich Melzer im Alkohol. Während dieser Zeit ist er für seine Umwelt nur ein minderbemittelter Arbeiter, der in der Gesellschaft ganz unten steht. Melzer läßt sich in der Lehrzeit ausnützen, was sich später, als er arbeitet, auch nicht ändert. Gegen seine Vorgesetzte wird Melzer übermäßig tolerant und versucht diese vor sich selbst zu rechtfertigen. Doch die aufgestaute Wut auf seine Vorgesetzten läßt er auf schwächere Menschen los: z.B.: jüngere Lehrlinge und später seine Frau
Doch seine Vorgesetzten und die anderen Dorfbewohner denken nicht anders als er. Mit dem monotonen Arbeitsalltag, der von dieser Unterdrückung gekennzeichnet ist, redet sich Melzer ein, daß er ein gutes Leben führt, da er erwachsen und frei von Verantwortung ist. Diese Verantwortung wären für ihn eine Frau und ein Kind. Das Leben seiner verheirateten Freunde hält er für langweilig, doch sein Leben ist auch nicht besser. Melzer kann nur an den Wochenenden aus seinem Arbeitsalltag ausbrechen.
An einem Wochenende trifft er Maria, die von ihm schwanger wird. Schließlich heiratet er sie wegen seiner konservativen Lebenseinstellung. Als er die Entscheidung zu der Hochzeit trifft, ist er stolz auf seine Verantwortung und glaubt, daß die monotone Zeit ein Ende hat. Es bleibt aber beim alten Arbeitsalltag. Doch Melzer wird wie sein Vater, der Melzers Mutter verlassen hat. Er streitet sich oft mit Maria und seinen Kindern und ist ihr oft untreu. Melzer glaubt, daß er in seiner Jugend viel mehr Freiheit und Spaß hatte als jetzt mit Maria und seinen Kindern. Er wünscht sich diese Zeit zurück. Doch dann stellt sich eine einfache Entzündung des Halses seiner Frau als Krebs heraus, der nicht entsprechend behandelt wurde. Nach ihrem Tod bemüht sich Melzer um Hilfe bei der Fürsorge und bei der Caritas, aber die können ihm nicht viel helfen. Deshalb sucht er resignierend eine Frau, die ihm mit seinen Kindern hilft. Er achtet nicht mehr darauf, ob er diese Frau liebt, weil er in seinem Leben keinen Wert mehr sieht.

Deutung
Dieser Roman ist wahrscheinlich vom Leben des Autors beeinflußt worden, da dieser ähnlich aufgewachsen ist. Wolfgruber kritisiert mit diesem Buch die Minderbewertung der unteren Gesellschaftsschichten und die Unterdrückung durch die Macht der höheren Schichten. Anhand der Unfähigkeit Melzers aus der Realität auszubrechen, beschreibt Wolfgruber die Machtlosigkeit der Unterschichten. Dadurch entsteht meistens Aggression, die sich bei Melzer vor allem gegen seine Frau und seine Kinder richtet, um den Frust und Streß abzubauen. Eine weitere Folge der Monotonie ist das Verschwinden einer individuellen Persönlichkeit.

Zusammenhang zur Thematik
Durch den andauernd vorhandenen Streß und Zwang, mit dem Melzer konfrontiert, wird sein Leben zu einem einzigen Zwang. Den Frust läßt Melzer an seinen Mitmenschen aus. Die Flucht aus dem Alltag in eine Welt, die nicht so von Unterdrückung und Monotonie gekennzeichnet ist, gelingt ihm nur durch Alkohol.

Beschreibung
Dieser Roman wird von einem unbeteiligten, allwissenden Beobachter erzählt. Die Gefühle und Gedanken von Melzer werden direkt in die Erzählung einbezogen. Für Gespräche wird nur die indirekte Rede verwendet, um den Zusammenhang zu Melzers Gedankenwelt zu verdeutlichen. Zwischen der Erzählung befinden sich Einschübe, in denen Melzer rückblickend seinen damaligen Zustand schildert.

 
 




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