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deutsch artikel (Interpretation und charakterisierung)

Facharbeit: vorleser von berhard schlink (geschichtlicher hintergrund, autor, inhaltsangabe, interpretation, quellen)


1. Drama
2. Liebe



Informationen zum geschichtlichen Hintergrund des Buches


Im Buch von Bernhard Schlink wird unter anderem das Thema der deutschen nationalsozialistischen Vergangenheit behandelt. Angesprochen wird vor allem der weibliche Wachdienst in KZs, sowie die Todesmärsche.




Konzentrationslager
"KZ sind gefängnisähnliche Einrichtungen zur massenhaften Internierung von politisch und weltanschaulich missliebigen Personen." 1 Seit der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland 1933-1945 verbindet man den Begriff Konzentrationslager vor allem mit der gezielten staatlichen Verfolgung und Ermordung von Andersdenkenden und anderweitig gesellschaftlich Ausgegrenzten, insbesondere mit der Verfolgung der europäischen Juden und dem Holocaust. Die Nazis selbst verwendeten ihn, ohne zwischen den während ihrer Gewaltherrschaft errichteten Arbeitslagern und Vernichtungslagern zu unterscheiden. Es war ein geplanter und industriell durchgeführter Massenmord an Millionen von Menschen, der die Lager von allen bisherigen Gefangenenlagern unterscheidet.

Man schätzt heute, dass ca. zwei Drittel der sechs Millionen Juden, die dem Holocaust zum Opfer fielen, in den Lagern des Dritten Reiches direkt ermordet wurden oder dort an den Folgen von Misshandlungen und Krankheiten gestorben sind. Es wurden in den KZs auch viele andere Menschen ermordet, wie z. B.: Homosexuelle, geistig Behinderte, sogenannte Asoziale ... . Die Anzahl der Toten ist bis heute unklar, da die Mörder längst nicht über alle Opfer Akten führten und am Ende des Krieges keine Ermordungen mehr festgehalten wurden und viele Unterlagen unwiederbringlich verloren gingen. Das NS-Regime betrieb damals im Reichsgebiet und den besetzten Gebieten mehr als 24.000 Lager, einschließlich aller Außenlager.


Arbeitslager
Auch die Arbeitslager dienten der Vernichtung, nämlich durch Arbeit. Menschen, die keine Arbeit mehr leisten konnten wurden, soweit sie nicht an den unmenschlichen Bedingungen von selbst zugrunde gingen, ermordet, insbesondere durch Erschießen. Kranke Menschen, die nicht in voraussichtlich vier Wochen wieder arbeitsfähig waren, wurden vom medizinischen Personal mit Phenol oder Anderem zu Tode gespritzt. Auch in den Arbeitslagern überlebten viele Gefangene nur kurze Zeit.

Wachdienst/Aufseherinnen zur NS- Zeit in KZs

Der Wachdienst erfüllt die Aufgabe, Menschen zu überwachen. Im Roman werden die KZs Auschwitz-Birkenau und das etwa 60 km entferntes Außenlager Krakau angesprochen.

Alle KZs hatten die gleiche organisatorische Struktur, die aus drei Elementen bestand: Die Lagerverwaltung, der Wachdienst, und die Einheiten der SS-Hauptämter. Die SS-Wachen (Aufseher) wurden in die gesamte Lagerstruktur integriert. Die Hauptaufgaben der SS-Wachen waren die Isolierung des Lager-Geländes von der Außenwelt und die Verhinderung der Flucht von Gefangenen, aber sie dienten auch anderen Abteilungen der Lagerverwaltung als Ersatzpersonal.

Zwei Drittel der Leute, die in Auschwitz arbeiteten, waren Aufseher. Das KZ Auschwitz wurde April 1940 gegründet, und in diesem Jahr gehörten ungefähr 500 SS-Mitglieder zum Auschwitz-Personal. Im Januar 1945, als Auschwitz evakuiert wurde, erreichte die Zahl der SS-Leute im Lager ihren Höhepunkt mit 4.481 SS-Männer und 71 SS- Aufseherinnen. Von der Eröffnung des KZ Auschwitz bis zum Ende arbeiteten insgesamt 6.800 SS-Männer und rund 200 SS-Frauen dort. Die meisten KZ-Aufseher stammten aus den unteren Klassen und waren vorher entweder Fabrik- oder Büroarbeiter oder Haushaltshilfen gewesen. In der Regel wurden nur unverheiratete und kinderlose Frauen eingestellt, und sie wurden wegen einer Schwangerschaft entlassen. Nur 10% der KZ-Aufseher waren Frauen, und Frauen bildeten nur einen kleineren Teil der Einsatzgruppen.

Unter den Überlebenden gibt es gegensätzliche Meinungen zur Brutalität der SS- Aufseherinnen. Zeugen, die als jüdische Gefangene in Auschwitz waren, behaupteten, dass es große Unterschiede zwischen den männlichen und weiblichen SS-Wachen gab nämlich, dass die Aufseherinnen im allgemeinen weniger brutal, als die Aufseher waren. Andere wiederum beschreiben, dass die KZ- Aufseherinnen sogar böser und abscheulicher handelten, als die männlichen Wachen.


Todesmärsche im Dritten Reich

"Ein Todesmarsch ist ein Marsch, zu dem eine Gruppe von Menschen - meist Häftlinge oder Kriegsgefangene - gezwungen werden und auf dem ein großer Teil der Marschierer aufgrund der Bedingungen umkommt." 2

Die Ursache für die hohe Todesrate bei solchen Märschen ist auf die Gleichgültigkeit bei den Bewachern und ihren Vorgesetzten zurückzuführen. Die Tode werden zwar nicht aktiv angestrebt, aber auch nicht als Problem betrachtet. Daher sind die Marschbedingungen so, dass viele der Marschierer aufgrund von Unterernährung, Überbeanspruchung oder Krankheit sterben, ohne dass Gegenmaßnahmen getroffen werden. Todesmärsche können aber auch bewusst so gestaltet werden, dass viele oder alle der Marschierer sterben sollen. Dann kommen oft zu den oben genannten Bedingungen noch Gewalttaten durch Aufseher oder auch durch eine feindliche Bevölkerung.

Viele Verlegungen aus KZs 1944 und 1945 waren gleichzeitig Todesmärsche. Beim Herannahen der jeweiligen Befreiungsarmeen (US-Armee, Rote Armee) wurden die Häftlinge der KZs auf Märsche geschickt, die in entgegengesetzter Richtung zu anderen Lagern oder zu Schiffen führten.

An vielen Orten, besonders in Ostdeutschland, sind Stellen, an denen Menschen auf Todesmärschen starben, auf den Straßen mit Gedenksteinen markiert. Jedoch geben diese Mahnmale keinen Hinweis, um welche Menschen es sich jeweils handelte.

Die Anzahl der auf diesen Todesmärschen zu Tode gekommenen Menschen ist nicht bekannt.




Die Ausschwitz- Prozesse

In den Auschwitz-Prozessen wurde das Gesamtgeschehen der "Endlösung\" anhand historischer Gutachten dargelegt. Zugleich schilderten die Zeugen erstmals vor einer breiten Öffentlichkeit die an den Häftlingen begangenen Grausamkeiten und den genauen Vollzug der Vernichtung.








Der Autor


Bernhard Schlink ist ein deutscher Jurist, Romanautor und Richter. Er wurde geboren am 6. Juli 1944 im ostwestfälischen Großdornberg bei Bielefeld. Er wuchs in Heidelberg auf, wo sein Vater Edmund Schlink als Theologieprofessor tätig war. Seine Mutter ist Schweizerin. Bereits in jungen Jahren fühlt er sich der Literatur verpflichtet und möchte Dichter werden, oder zumindest Geschichte und Soziologie studieren.



Nach dem Abitur studiert er in Heidelberg und Berlin Rechtswissenschaften. Sein eigentlicher Studienwunsch, Geschichte und Soziologie, wird ihm vom Vater verboten. Nach dem Studium hält sich Schlink in Kalifornien auf. Er forscht dort an der Entwicklung von Computerprogrammen für die Rechtsprechung und über die automatische Entscheidung von Rechtsfällen. Schlink wird dann wissenschaftlicher Assistent an den Universitäten Heidelberg, Darmstadt, Bielefeld und Freiburg. 1975 legt er seine Dissertation zur "Abwägung im Verfassungsrecht" vor. Sechs Jahre später erlangt er mit seiner Arbeit über "Die Amtshilfe" die Lehrberechtigung für Universität und Hochschule (Habilitation). Von 1982 bis 1991 war er Juraprofessor an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn und von 1991 bis 1992 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Seit 1987 ist Schlink Richter am Verfassungsgerichtshof von Nordrhein-Westfalen. Er wird zunächst Professor für Verfassungs- und Verwaltungsrecht an der Universität Bonn. Seit 1990 ist er Jura-Professor an der Berliner Humboldt- Universität. Seit 1992 hat er an der Humboldt-Universität zu Berlin einen Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie. 1993 und 1997/98 lehrt er als Gastprofessor an der Yeshiva- University in New York.

Im August 2005 vertrat er die Bundesregierung im Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht über die Klagen von zwei Bundestagsabgeordneten gegen die Entscheidung von Bundespräsident Köhler, den Bundestag aufzulösen und Neuwahlen festzusetzen.



Zu diesen Aufgaben kommen schriftstellerische Tätigkeiten hinzu. Schlink ist als Verfasser von Aufsätzen und Neubearbeitungen alter juristischer Fachbücher und als Mitherausgeber eines Standardkommentars zu den "Grundrechten" wissenschaftlicher Fachautor.



Schlink ist aber auch Romanschriftsteller. 1987 erscheint sein erster Kriminalroman, 1988 und 1992 folgen zwei weitere. Mit dem Roman "Der Vorleser" aus dem Jahr 1995 wird Schlink einem breiten internationalen Publikum bekannt.



Bernhard Schlink lebt heute in Berlin und Bonn





Inhaltsangabe


Das Buch ist in der Form einer fiktiven Autobiographie des Erzählers Michael Berg gehalten, der in der zweiten Hälfte des Jahres 1994 im Alter von 51 Jahren seine Erinnerungen niederschreibt. Das Buch ist in drei Teile und Zeitrahmen (neben dem Zeitpunkt des Aufschreibens) eingeteilt.

 
 




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