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deutsch artikel (Interpretation und charakterisierung)

"emilia galotti" von g. e. lessing zum inhalt:


1. Drama
2. Liebe



Prinz Hettore von Guastalla hat sich in Emilia Galotti verliebt und will sie um jeden Preis haben. Doch er erfährt, dass diese bereits an den Grafen Appiani vergeben ist und dass diese Hochzeit noch am selben Tage vollzogen werden sollte.
Um das zu verhindern, schlägt Marinelli, nicht ganz uneigennützig, einen Plan vor: Eine Bande von bezahlten Räubern soll die Kutsche mit Emilia, deren Mutter und dem Grafen überfallen. Dann soll eine Truppe "tapferer" Männer des Weges kommen und Emilia "retten", indem man sie auf das Schloss des Prinzen bringt.
Unvorhergesehen jedoch wird der Graf bei dem Überfall getötet, wovon Emilia allerdings noch nichts weiß. Man bringt sie also auf das Schloss, wenig später auch ihre Mutter.
Plötzlich taucht auch noch Gräfin Orsina auf und erfährt, dass er sie nicht mehr liebt, denn "er ist beschäftigt und nicht allein" (S.57, Z.11f). Die Gräfin, die verständlicherweise darüber sehr erregt ist, wird wütend und redet dem eben ankommenden Odoardo Galotti ein, dass der Prinz der Anstifter des ganzen Dramas sei, denn "des Morgens sprach der Prinz Ihre Tochter in der Messe, des Nachmittags hat er sie auf seinem Lust - - Lustschlosse" (S.63, Z.23f).
Der Vater verlangt wutentbrannt nach dem Prinzen, um Klarheit zu erlangen und erfährt, dass man seine Tochter zu einer zweilichten Familie schicken will. Er tut so, als ob er ruhig nähme, aber in seinem Inneren brennt er. Er verlangt, seine Tochter noch ein letztes Mal sehen zu dürfen, was ihm auch gestattet wird.
Emilia fleht ihren Vater an, ihr den Dolch zu geben, damit sie sich von ihrem Unglück befreien kann, doch er weigert sich. Nach langem Bitten willigt er schließlich ein, denn er versteht, was seine Tochter durchmachen muss, und sticht ihr den Dolch in die Brust.
Der Prinz kommt wieder herein und sieht, dass Emilia tot ist und offensichtlich Odoardo Galotti der Mörder ist. Doch aus Trauer um seine geliebte Emilia lässt er ihren Vater laufen ohne ihn zu verurteilen, weil "sein Blut soll mit diesem Blute sich nicht mischen" (S.79, Z.20f).

 
 




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