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deutsch artikel (Interpretation und charakterisierung)

Die weise von liebe und tod des cornets christoph rilke, interpretation


1. Drama
2. Liebe



Interpretation: In dieser Geschichte erkennt man sehr stark, dass es in der Zeit des Symbolismus und des Impressionismus geschrieben wurde. Das schließt sich daraus, dass der Autor Rainer Maria Rilke viele Umschreibungen für Gegenstände, Tatsachen aber auch Gefühle gebraucht.
Rilke beschreibt das Land oder die Gegend, durch die die Reiter ziehen sehr düster und traurig. "Und immer das gleiche Bild. Man hat zwei Augen zu viel.", schreibt er gleich zu Anfang in dem Buch. Die Reiter wollen lieber blind sein als immer nur das gleiche Bild zu sehen. Christoph würde am liebsten wieder zurückkehren und nach Hause zu seiner Familie, aber er ist genau wie die anderen im Krieg und hat auch genau wie die anderen einen Auftrag zu erledigen. Das sieht man deutlich an der Stelle: "...wo traurige Frauen von uns wissen." Sie reiten nur und das schon drei Monate lang. Die Luft ist raus, sie haben keinen Mut mehr, besonders keine Kraft. Und nun redet der kleine Franzose auf seinem samtenen Sattel nichts mehr. Rilke schreibt: "Es ist wie ein Kind, das schlafen möchte. Staub bleibt auf seinem feinem weißen Spitzenkragen liegen; er merkt es nicht. Er wird langsam welk..." Der Franzose fällt innerlich schon zusammen. Es gibt da ein modernes Sprichwort: "Kleider machen Leute." Und so wie er sich kleidet ist auch sein Charakter oder er drückt auch damit seine Gefühle aus. Er hat schon keine Kraft mehr und ist vorerst am Ende. "Staub bleibt liegen." Er will eigentlich nicht mehr. Der von Langenau, Christoph Rilke, muntert ihn wieder auf, indem er Heimatgefühle in im weckt: "Gewiss seht ihr eurer Mutter ähnlich."
An anderer Stelle erzählt ein Deutscher und Rilke beschreibt ihn wie er erzählt indem er schreibt: "Wie ein Mädchen, das Blumen bindet, nachdenkliche Blume um Blume probt und weiß noch nicht was aus dem Ganzen wird." Wer auch kein deutsch versteht, fühlt jetzt einzelne Worte. Er spricht von der Liebe seiner Mutter und alle hören ihm zu. Sie haben offenbar genau das erlebt von was der Deutsache da erzählt: "Als ob es nur eine Mutter gäbe..."
Später am Abend beschreibt Rilke den Marquis. Melancholie beschleicht die Reiter und keiner zählt mehr die Tage und Nächte. Trotzdem bleibt aus der Sicht des von Langenau die Erinnerung an eine verfallene Madonnastatur als lichter Augenblick in dem glatten, schwarzen Haaren des Marquis.
Man sitzt ums Feuer und jeder wartet, dass etwas passiert. Der Autor macht die Müdigkeit der Gruppe spürbar, dennoch bringt er einen kleine Lichtblick hinein, indem er den Franzosen als etwas Besonderes darstellt. Er bekam von seiner Geliebten eine Rose als Talisman mit auf die Reise. Der von Langenau hat keine und singt stattdessen ein altes, trauriges Lied, das zu Hause die Mädchen auf den Feldern gesungen haben, wenn die ernten langsam zu Ende gingen ... und so fühlt er sich auch.
Später unterhalten sich der Marquis und der von Langenau. "In Trauer halb und halb in Trotz.", sagt Rilke, dass er erst achtzehn sei. Er hat zu Hause seine Magdalena und seine Familie hinterlassen und glaubt, dass er nicht mehr lebendig zurück kommt. In dem Satz: "Magdalena - dass ich immer so war, verzeih." Beschreibt der Autor, dass Rilke ihr eigentlich etwas angetan haben muss, ihr wahrscheinlich sogar die Kindheit geraubt hat. Rilke ist freiwillig mit gegangen, mit den Reitern, um wiederzukehren. Vielleicht einen Orden zu erhalten oder einfach mit Ehre, Stolz und Einsatz im Krieg zu fallen. Es kann aber auch sein, dass er die Absicht hatte, mit dem Leben davongekommen zurückzukehren und seine Magda ihm bis dahin verziehen hat.
Und dann war die Zeit da. Rilke und der Marquis mussten sich jetzt trennen, denn das Heer, zu dem Rilke letztendlich wollte, war in Sicht. Die beiden hatte eine sehr enge Freundschaft aufgebaut, eigentlich waren sie schon fast Brüder. Der Marquis entnahm der Rose ein Blatt und sagte, dass es den von Langenau beschirmen würde. Rilke lächelte traurig, weil er meinte, dass ihn eine fremde Frau beschützt und nicht seine eigene ... ein trauriges Lächeln.
Irgend ein Tag wird durchbrochen durch das stete Einerlei des Marschierens. Rilke schilderte ein buntes Treiben, dass es eigentlich nur im Krieg geben kann, da man nicht einfach das machen kann, was man will, eben nur im Krieg. "Wein oder Blut?" Krieg oder Frieden? Man nimmt es, wie es kommt.
Nun ist Rilke vor Spork, dem großen General. Er ist ein sehr "hohes Tier" in dem Heer. Aus seinem Mund wandern nur Flüche und Beschimpfungen, den Rest macht er mit seiner rechten Hand, aber jeder versteht es auch, muss es verstehen, sonst gibt es Ärger. Der von Langenau liest dem General sein Befehlungsschreiben vor. Dann sagt er nur noch "Cornet". Rilke ist ab diesem Tag Fahnenträger, eine besondere Aufgabe, die nicht jeder bekommt.
Rilke reitet alleine weiter, ohne die Compagnie. Dann hört er eine Frau, sie ist nackt und blutig an einen Baum gefesselt. " Er springt hinab in das schwarze Grün." Es ist eine düstere, traurige Landschaft. Die junge Frau ist erleichtert, es zeichnet sich etwas auf ihren Lippen ab, aber der Cornet weiß nicht ob sie lacht. Er schreibt einen Brief an seine Mutter: "Meine gute Mutter, seid stolz: Ich trage die Fahne, seid ohne Sorge: Ich trage die Fahne, habt mich lieb: Ich trage die Fahne-" Groß, ernst und langsam schreibt er ihn. Rilke fühlt sich glücklich als Cornet und das will er auch seine Mutter wissen lassen, sie kann auf ihn stolz sein. Dann steckt er sich den Brief neben das Rosenblatt unter den Waffenrock, seine heimlichste Stelle wie der Autor schreibt. Er denkt dann auch über den Tod nach. Das heißt, wenn ihn einer haben will, muss er den Cornet schon umbringen: "...denn der Feind ist nah."
Schließlich erreichen sie das Dorf; "sie reiten über einen erschlagenen Bauer." Der Autor sagt nur, dass sich etwas in seinen weit geöffneten Augen spiegelt, aber er geht nicht genauer darauf ein. Mir zeigt das sehr deutlich, wie groß das "Bauerndasein" und die Armut in dieser Zeit war. Hinter dem Dorf taucht dann das Schloss auf.
Rilke sagt selber, dass er mal eine Auszeit brauche. Mut und Kraft muss er wieder tanken. Er wurde auf ein Fest eingeladen und schließlich wurde es ein großes Fest, welches alle hinriss. "Ein Sich-Begegnen und ein Sich-Erwählen." Es entstanden Freundschaften aber man sah auch alte Bekannte wieder. Wenig später beschreibt der Autor den Cornet einfach nur als "Einer". Er ist sehr erstaunt über diese Pracht, da er so etwas noch nie gesehen hatte, wie ein Traum. Die Frauen dort sind auch sehr offenherzig und machen den Männern eindeutige Angebote, während sie sie in ein Gespräch verwickeln. "Sich eine Krone verdienen für die Stirn, die leer ist." Er würde auch gern eine dieser Frauen haben und sich damit schmücken. Rilke ist verwirrt von der Wirklichkeit, aber er kann aus diesem Traum nicht aufwachen, da es keiner ist. Daraufhin flieht er in die kühle Nacht, und der Autor lässt ihn dort wieder auf die junge Frau treffen. Sie fordert ihn auf, weiterhin ihr Page zu sein. Rainer Maria Rilke verwendet in diesem Teil der Geschichte sehr vor Bildausdrücke wie zum Beispiel: "...dieses sanfte dunkle Kleid." Es steht für seine verlorene Kindheit, das Kleid was er abgelegt hatte. Rilke lässt uns zwischen der Beziehung von dem Cornet und Gräfin intensiv teilhaben und er schildert das Zusammensein der beiden als etwas leises, einmaliges und nicht wiederkehrendes.
Ein heranziehender Sturm beschwört das Unglück. Das Liebespaar in der Turmstube bemerkte nicht das lodernde Feuer der Schlosses. Der Autor beschreibt in eingehender Weise das Feuer: Trommeln, Gebete, Geschrei, Flüche. Alles und alle durcheinander. Der Cornet ist nicht dabei als der "Haufen" aufbricht. Der Fahnenträger fehlt. Hals über Kopf verlässt er das Schloss; ohne Helm aber die Fahne hoch erhoben reitet er in seiner Wirrnis mitten unter dem Feind. Rilke beschreibt Verwunderung und Entsetzen auf beiden Seiten. Der Fahnenträger stirbt einen sinnlosen Tod.
Das letzte Kapitel beschreibt die Vergänglichkeit; nichts bleibt von der Existenz des von Langenau - nur seine Mutter weint als ein Bote ein halbes Jahr später die Nachricht des Todes überbringt.

 
 




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