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"die leiden des jungen werther" - johann wolfgang goethe


1. Drama
2. Liebe



Inhaltsangabe Von einer Reise schreibt Werther seinem Freund Wilhelm Briefe, in denen er berichtet, was er erlebt. Wesentliches Ereignis ist die Bekanntschaft mit Charlotte, in die er sich Hals über Kopf verliebt. Sein Glücksgefühl lässt nach, als ihr Verlobter Albert zurückkehrt. Da Lotte ihm keine Hoffnungen macht, ist Werther lange unschlüssig, was er mit seinem Leben anfangen soll. Schliesslich nimmt er Abschied, um eine Stelle bei Hofe anzutreten.
Dort kommt Werther mit einem Gesandten, bei dem er als Sekretär tätig ist, nicht zurecht. Einziger Trost ist das Verständnis das Grafen C. und die Bekanntschaft mit Fräulein von B., die ihn an Lotte erinnert. Bei einer Abendgesellschaft des Grafen muss Werther den Saal verlassen, da sich Adelige an der Anwesenheit eines Bürgerlichen stören. Wegen dieser Demütigung bittet er um Entlassung bei Hofe und zieht wieder in die Nähe Lottes, obwohl sie inzwischen geheiratet hat. Werthers Liebe ist unvermindert, und seiner Meinung nach wäre Lotte mit ihm glücklicher als mit ihrem Mann Albert. Hier enden Werthers Briefe.
Ein Herausgeber fasst die letzten Ereignisse zusammen: als Werther Lotte küsst, will sie ihn nie mehr sehen. Obwohl ihrer Liebe nun sicher, begeht er Selbstmord, um ihre Ehe nicht zu gefährden, und zwar mit einer Pistole die er unter einem Vorwand von Albert leiht.

Die Thematik
Goethes Roman erregte Skandal, weil er das Recht des Individuums anerkennt, einem als Qual empfundenen Leben ein Ende zu setzen. Werther, der ebenso leidenschaftlich wie unglücklich liebt, bringt sich um, ohne dass diese Tat vom Autor kritisch kommentiert würde. Ein Teil des Publikums empörte sich darüber, da es die christliche Lehre verinnerlicht hatte, wonach Gott das Leben schenkt und der Selbstmörder die schwere Sünde der Undankbarkeit auf sich lädt.

Die Wirkungsgeschichte
Der Roman gehört zu den erfolgreichsten Büchern im 18. Jahrhunderts. Er machte Goethe sofort in ganz Europa berühmt und hatte Folgen wie sie heute eher von einem Film als von einem Buch ausgelöst werden. Eine Folge davon war, dass eine eigene Werther-Kleidermode entstand: Man trug eine gelbe Weste, einen blauen Frack mit Messingknöpfen, braune Stulpenstiefel und einen Filzhut. Dazu liess man das Haar locker und ungepudert.
Vieles, was damals neu und aufregend wirkte (18. Jh.), findet sich heute in jeder Illustrierten. Von daher wird dieser Roman nie wieder die sensationelle Begeisterung bei Jugendlichen hervorrufen, die er einmal auslöste.
Der Briefroman
"Die Leiden des jungen Werthers" gehören zu der für das 18. Jahrhundert typischen Gattung des Briefromans, der in manchem dem Tagebuch ähnelt. Ausser der Einleitung und dem Schluss hat Goethe für die Erzählung seines Romans die Form eines Briefromans gewählt.
Der Briefroman:
 Berichtet die Geschichte aus der Perspektive einer Person. Dazu treten Antwortbriefe oder Dokumente und Kommentare eines fiktiven Herausgebers.
 Kombiniert die Ereignisse nicht sehr streng. Äussere Eindrücke, eigene Empfindungen und allgemeine Reflexionen folgen unvermittelt aufeinander, da der Briefschreiber sich spontan äussert.
 Erzählt nicht kontinuierlich, sondern in Zeitsprüngen, die aus dem Datum der Briefe ersichtlich werden.
 Gewährt durch die Ichform unmittelbaren Einblick in das Seelenleben des Briefschreibers und wirkt daher realistisch und authentisch (echt).

Sturm und Drang
Goethe schrieb den Briefroman im Jahre 1774. Diese Zeit wird der Sturm und Drang- Epoche (1767 - 1785) zugeschrieben.

Elemente der Sturm und Drang- Epoche:
 Die Gesellschaft und ihre Standesgrenzen werden kritisiert. In Übereinstimmung mit der Aufklärung erscheinen Fürsten und Adelige mit ihren Konventionen und in ihrer Abgrenzung vom Volk als unnatürlich und lasterhaft.
 Das Individuum tritt in den Vordergrund, man feiert es als Kraftkerl oder Genie. Selbstverwirklichung ist das Ziel.
 Der Künstler gilt als Ideal. Er ist ein zweiter Gott und schafft aus dem Erleben, ohne sich an Regeln zu halten.
 Die Natur wird nicht mit wissenschaftlicher Neugier betrachtet, sondern als Offenbarung Gottes erfahren.

 
 




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