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deutsch artikel (Interpretation und charakterisierung)

Biographie und werksübersicht von jules verne


1. Drama
2. Liebe

Jules Verne wurde am 8. Februar 1828 in Nantes, Frankreich, geboren.
Mit Victor Hugo als einziger Ausnahme, ist Jules Verne der bekannteste und erfolgreichste Autor der jüngeren französichen Literaturgeschichte, seine bekanntesten Arbeiten sind nach der Bibel und den Werken von Tolstoi und Lenin die meistübersetzten Bücher der Welt.
Nach seiner Jugend in Nantes begann Verne in Paris Jura zu studieren, erkannte aber nach dem Studium bald, daß seine wahre Berufung im Schreiben von Romanen, Theaterstücken und Opernlibretti liegt.
Darüber hinaus hat sich Verne auch autodidaktisch mit den rapide wachsenden Naturwissenschaften des letzten Jahrhunderts, insbesondere mit der Ingenieurswissenschaft und der Geologie beschäftigt.
1863, als Verne schon 35 war, stellte er sein erstes Buch "Cinq semaines en ballon" (Fünf Wochen im Ballon), in Paris vor. Es wurde in kürzester Zeit ein überwältigender Erfolg und erwies sich als Überraschung, da es vorher von 15 Verlagen abgelehnt worden war.

Der finanzielle Erfolg durch sein Erstlingswerk ermöglicht Verne von nun an ein unabhängiges Schreiben und einen vornehmeren Lebensstil. Er ist zwar durch und durch ein Pariser, zieht aber mit seiner Frau zu deren Verwandten nach Amiens, wo er ein großes Haus mit dazugehörigem Grundstück kauft. Trotzdem kehrt er regelmäßig für ein oder zwei Tage im Monat nach Paris zurück, so auch 1886, als sein Neffe ihn bei einem seiner Parisbesuche mit einer Pistole in das linke Bein schießt. Die Gründe für den Vorfall sind nie aufgeklärt worden, aber fest steht, daß Verne danach humpelte und erheblich in seinem täglichen Leben eingeschränkt war.

Was Jules Verne als Menschen charakterisierte, war ein extremer Perfektionismus. Jedes Buch (er veröffentlichte durchschnittlich zwei Romane pro Jahr) mußte bis zu acht Mal auf Fehler überprüft werden, bis Verne es zum Druck freigab und die Stilistik hatte in seinen Augen perfekt zu sein, bevor er zufrieden war. Auch in wissenschaftlichen Details ließ er besondere Sorgfalt walten, indem er bei jeder Unklarheit seinen Freund Joseph Bertrand befragte, der an einem Institute beschäftigt war.
Auch der Alltag von Jules Verne war entsprechend durchorganisiert: Früh aufstehen, bis Mittag in seinem Arbeitszimmer an seinen Werken arbeiten, Essen, weiterarbeiten, Essen, früh schlafen gehen.

Verne hat mit diesen Methoden insgesamt 98 Bücher veröffentlicht, zu den bekanntesten und erfolgreichsten seiner Werke gehören zum Beispiel "Voyage au centre de la terre" ("Die Reise zum Mittelpunkt der Erde", 1864), ein Werk, das die wachsende Neugier für den eigenen Planeten ausdrückt. "De la terre á la lune" ("Von der Erde bis zum Mond", 1865) thematisiert tatsächlich die Raumfahrt, die damals nur als wilde Spekulation gelten konnte. Zwar wird der Mond mit aus heutiger Sicht lächerlichen Mitteln, nämlich einer Kanone, erreicht, aber allein die Bereitschaft, sich mit einer solchen menschlichen Vision auseinanderzusetzen drückt schon Vernes sichtbare Faszination für die Technik aus, die ihn mit vielen Lesern verband. In "Vingt mille lieues sous les mers" ("20000 Meilen unter den Meeren", 1869) geht es um das Unterseeboot, "Nautilus", was Mitte letzten Jahrhunderts zwar auch noch pure Fiktion war, aber die Leser akzeptierten das Thema trotzdem oder wahrscheinlich gerade deshalb so offensichtlich. Das vierte Buch Vernes, das wie die anderen wirklich weltweiten Erfolg hatte, war schließlich "Le tou du monde en 80 jours" ("Die Reise um die Erde in 80 Tagen", 1873).

Wer die Protagonisten in Vernes Büchern sind, ist klar: die Helden sind immer die Gelehrten, Ingenieure oder Erfinder, die im Laufe der Geschichte, die fast immer eine Reise zum Thema hat, zu Entdeckern werden, um den wissens- und sensationslustigen Leser mit in bisher unerforschte Regionen der Erde oder der Technik zu nehmen.

Verne wollte, laut eigener Aussage, immer Bücher schreiben, "aus denen die Jugend profitieren" konnte, jedoch kein Prediger, er verstand sich offensichtlich eher als Mann der Wissenschaft, der diese seinen Lesern näherbringen wollte. Dennoch hat Verne mit seinem Spätwerk, den "Voyages Extraordinaires", die etwa 60 Bücher umfassen, gezeigt, daß er sich auch der negativen Folgen seiner perfekten Technik in einer unperfekten Zeit bewußt war.
Jedoch hatte er seine großen Erfolge mit den genannten früheren Werken, aber daß es auch schon früh einen kritischen Jules Verne gab, konnte man bis zu der Veröffentlichung von "Paris im 20. Jahrhundert" 1994 nur ahnen. Jules Verne starb 1905 in Amiens.

 
 

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