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biologie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Vögel - hecke





Es leben viele Vogelarten in dem Ökosystem Hecke.
Dort lebende Vögel können zum Beispiel sein: der Neuntöter (Lanius collurio) , die Grauammer (Miliaria calandra), die Goldammer (Emberiza citrinella), die Gartengrasmücke (Sylvia borin), oder die Klapper-grasmücke (Sylvia curruca).Es gibt sicherlich noch einige mehr, jedoch wollen wir uns auf die Tiere beschränken, die wir selbst in unseren Exkursionsgebieten ausmachen konnten. Für die hier angeführten Vögel, bieten Hecken optimale Lebensbedingungen. Im Folgenden, werden wir speziell auf die Neuntöter eingehen, da diese sehr gefährdet sind und wir uns diesen Tieren besonders widmeten.


5.1. Neuntöter (Lanius collurio)

Der Neuntöter ist ein Singvogel der zur Gruppe der Würger gehört. Seine Größe beträgt ca. 16 Zentimeter bis 18 Zentimeter. Er brütet in offenen Kulturlandschaften mit Hecken, Dorngebüschen, Wachholderheiden oder überwachsenen Kahlschlägen. Von Mai bis September ist es möglich den Neuntöter in unseren Breitengraden anzutreffen. Den Winter verbringt dieser jedoch in Afrika. Kennzeichnend für den Neuntöter sind die weiße Kehle, der helle aschgraue Scheitel, die breite schwarze Augenmaske, die helle braunrosa Brust und der sehr kräftige Schnabel (Anlage 28 - 31).
Männchen und Weibchen unterscheiden sich jedoch in ihrem Federkleid. Das Weibchen hat eine gebänderte Brust und einen dunkelbraunen Rücken, was beim Männchen nicht der Fall ist.
Der Gesang ist leise und nur selten zu hören. Der Neuntöter ist jedoch in der Lage andere Vögel gut zu imitieren. Biologen bezeichnen diese Eigenschaft als "spotten". Die Ruflaute bestehen meist aus heiseren "wäw" oder "gäh". Bei Erregung, schlägt das Weibchen den Schwanz seitwärts. Seine Nahrung besteht größtenteils aus mittelgroßen Insekten wie zum Beispiel Käfer, Schmetterlinge, Heuschrecken oder Hautflügler. Aber auch kleine Reptilien, Jungvögel und Mäuse stehen bei ihm auf der Speisekarte.
Das Neuntöter Weibchen legt etwa 4 bis 7 Eier, welche weißlich sind und am stumpfen Ende einen Ring von dunklen Flecken haben. Nachdem die Eier gelegt wurden, brütet das Weibchen etwa 12 bis 16 Tage und die Jungen bleiben nach dem schlüpfen noch ca. 15 Tage im Nest. Neuntöter brüten einmal im Jahr in der Zeit zwischen Mai und Juli. In der Balz lässt sich das Weibchen vom Männchen füttern. Das Nest besteht aus Halmen, Ästen, Moos und Federn. Es wird niedrig im Dorngestrüpp angelegt.
Der Neuntöter jagt nach einem bestimmtem Prinzip. Er fängt seine Beute und spießt diese dann an Dornen oder Zweigen auf. Er legt sich stets einen Vorrat an und ihm wird nachgesagt, dass er erst nach dem neunten Beutetier anfängt diese zu verspeisen. Dieser Eigenschaft verdankt er den Namen "Neuntöter" oder auch "Dorndreher". Er ist ein typischer Ansitzjäger und er fliegt seine Beute bis zu 50 Meter präzise an. Die große Gefahr für das Überleben des Neuntöters ist die Zerstörung seines natürlichen Lebensraumes. Die Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung und der damit verbundene Rückgang des Nahrungsangebotes erschwert es dem Neuntöter sich zu vermehren. In vielen Regionen gilt seine Art bereits schon als stark gefährdet. Jedoch gibt es einige Menschen, die sich um das Überleben des Neuntöters kümmern. Zum Beispiel das Anpflanzen neuer attraktiver Lebensräume für diesen Vogel. So wie es in unserem zu untersuchendem Gebiet der Fall ist.


5.2. Grauammer (Miliaria calandra)

Die Grauammern gehören zu den Singvögeln und sind in die Gruppe der Ammern einzuordnen. Die Grauammer hat eine Größe von etwa 16 Zentimeter bis 19 Zentimeter. Sie brütet in Europa in extensiv genutztem, offenem Feldgelände. Meistens bei den großen Getreide-, Grünfutter- oder Gemüsefeldern. Grauammern sind meist Jahres-Vögel, sehr gesellig und nicht besonders scheu.
Die Grauammer ist ein relativ großer Vogel mit schwerem Körper und einem kräftigem Schnabel. Ihr Gefieder ist lerchenähnlich gefärbt. Die Oberseite ist graubraun und dunkel gestreift. Unterseits ist die Grauammer beigeweiß mit einer dunklen Strichelung auf den Kehlseiten. Der Schwanz ist mittellang und der Kopf ist auf beigeweißem Grund gestreift. Auf dem Kopf sind ein dunkler Fleck auf den hinteren Ohrdecken und angedeutete Wangenstreifen (Anlage 32-33).
Der Gesang der Grauammer ist kurz und besteht aus wenig variierten Strophen, welche er häufig wiederholt. Sie beginnt zögernd und endet mit einem immer schneller werdendem Knirschen und Rasseln. Die Grauammer ruft dissonant, metallisch "tsritt" auch kurz klickend "bitt". Diese Rufe werden oft zu schnellen, "elektrisierten" Folgen aneinandergereiht. Grauammern benötigen erhöhte Singwarten wie zum Beispiel Einzelbäume, Büsche, Stromleitungen, Berghänge oder dornige Sträucher. Der Flug dieses Vogels wirkt oft schwerfällig und beschränkt sich auf kurze Distanzen. Ebenso beschränkt sich die Nahrung. Die Grauammer frisst Insekten, Spinnen, Weichtiere, Samen und grüne Pflanzenteile.
Das Nest besteht aus Halmen, Gestrüpp und Gräsern in denen die Grauammern ihre Eier ausbrüten. Diese werden von Mai bis August ausgebrütet. Die Brut besteht meist aus 4 bis 5 Eiern. Auch bei diesem Vogel gibt es teilweise starke Bestandsrückgänge in den mitteleuropäischen Gebieten. Da dort oft industrialisierte Landwirtschaft betrieben wird.


5.3. Goldammer (Emberiza citrinella)

Die Größe der Goldammer beträgt in etwa 15 Zentimeter bis 17 Zentimeter. Sie ist ein Singvogel und gehört der Gruppe der Ammern an. Auffindbar sind diese Vögel in Feld- und Gebüschlandschaften, an Waldrändern, baumreichen Weiden aber auch auf Heiden, Lichtungen, Kahlschlägen und Küsten mit einzelnen Bäumen und Sträuchern. Goldammern sind Teilzieher. Sie kommen im Herbst und Winter aus Skandinavien in teils sehr großen Schwärmen. Kennzeichnend ist das gelb/"goldene" Gefieder, welches diese Vogelart auf dem Kopf und auf der Brust trägt. Hier gibt es jedoch auch einen Unterschied zwischen Männchen und Weibchen. Das Männchen besitzt wenige dunkle Markierungen auf dem Scheitel und den Ohrdecken, eine sattgelbe Unterseite, rotbraun gestrichelte Flanken und den unverkennbaren fast ganz gelben Kopf. Wobei der Kopf des Weibchens eher Graugrün ist und mit gestricheltem Scheitel und einem hellen Fleck versehen ist. Die Brust und die Flanken sind grauschwarz gestreift. Ein wenig gelb sind lediglich die graugrünen Ohrdecken und unterseits ist nur ein blasses gelb zu erkennen. Der Ruf der Grauammer ist ein dissonantes "stüff", wobei es daneben noch zahlreiche kürzere, erstickte, knackende Rufe gibt (Anlage 34 - 37).
Der Gesang ist sehr bekannt und einprägsam. Er besteht aus einer schnellen Folge von kurzen Tönen mit einem langgezogenen Ende. Die vorletzte Silbe ist oft höher und die letzte tiefer als die anderen. Dazu gab mir die Leiterin unseres Projekts eine Hilfe zur Erkennung des Gesangs. Und zwar mit der Eselsbrücke, dass der Gesang sich anhöre wie ein " wie wie wie hab ich dich so lieb." Und mit diesem Tipp haben wir die Goldammern sehr gut identifizieren können. Die Nahrungssuche dieses Vogels findet meist am Boden statt.
So verzehrt die Goldammer hauptsächlich liegen gebliebene Getreidekörner auf Stoppelfeldern, Insekten und Weichtiere. Ähnlich der Grauammer. Das Nest bestehend aus zarten Gräsern, Blättern, Moos und Farnen ist gelegentlich mit Haaren oder Fell ausgepolstert. Goldammern legen in etwa 2 bis 5 Eier, welche die Weibchen ca. 13 Tage lang allein ausbrüten. Die Brutzeit ist von Mai bis August. Auch der Bestand der Goldammer hat sich durch Einwirkungen des Menschen reduziert.
Ebenso leidet diese durch Industrialisierung und durch Zerstörungen des natürlichen Lebensraumes. Naturschützer versuchen dies zu verhindern. So wurde zum Beispiel die Goldammer von der NABU zum Vogel des Jahres 1999 gewählt. Und auch durch Anpflanzungen von Hecken gewinnt die Goldammer ihren Lebensraum zurück.



5.4. Gartengrasmücke ( Sylvia borin)

Gartengrasmücken sehen sehr unscheinbar aus, da sie nur eine Größe von ca. 13 Zentimeter bis 14 Zentimeter haben. Im Allgemeinen halten sich Grasmücken in dichtem, dornigem Gebüsch oder im Wald auf. So sind Gartengrasmücken in Feldgehölzen, an lichten und gebüschreichen Waldrändern aber auch in unterwuchsreichen Parks und verwilderten Gärten zu finden. Diese Vogelart überwintert im tropischen Afrika und ist somit ein Sommervogel. Gartengrasmücken sind recht kräftig gebaute Zweigsänger ohne deutliche Merkmale. Dieser Vogel ist olivebraun bis grau und besitzt helle Augenringe, hat einen hellgrauen Anflug an den Halsseiten, hellgraue Beine und einen recht dicken, stumpfen Schnabel.
Die Lock- und Erregungsrufe bestehen aus einer Folge von gackernden, nasalen Tönen. Ähnlich wie ein "tschäck-tschäck-tschäck". Das Tempo nimmt dabei mit steigender Beunruhigung zu. Der Gesang ist wohl tönend und besteht aus schnellen, bald rauen Tönen, die ohne klare Gliederung wie ein Bach "dahinplätschern". Die Männchen zeigen auch oft Singflüge (Anlage 38 - 39).
Das Gelege umfasst ca. 3 bis 5 Eier, wobei bei diesem Vogel zwei Jahresbruten möglich sind. Die Nahrung beschränkt sich auf kleine, weiche Insekten und Früchte. Wie bereits schon erwähnt ist die Gartengrasmücke ein hervorragender Singvogel. Er ist jedoch auch fast nur an seinem Gesang zu erkennen, da er sehr unscheinbar wirkt und sehr schnell ist. Die Gartengrasmücken haben nicht ganz so viele Probleme in ihrer Ausbreitung und Vermehrung. Sie sind sehr flexibel und können sich ihrer Umgebung bestens anpassen.


5.5. Klappergrasmücke (Sylvia curruca)

Klappergrasmücken sind sehr kleine Vögel. Ihre Größe beträgt ca. 11 Zentimeter bis 13 Zentimeter. Habitate dieses Vogels können Gebüsche, Hecken, Parks, Gärten, offene Waldgebiete mit Lichtungen oder auch Nadelbaum-Schonungen sein. Die Klappergrasmücke ist ein Sommervogel, meistens von April bis September, und sie überwintert in Nordostafrika.
Die Klappergrasmücke ist kräftig gebaut und besitzt einen kurzen Schwanz. Merkmale dieses Vogels können die dunkelgrauen Ohrdecken, der graubraune Scheitel, die dunkelgrauen Beine oder der grauweiße Überaugenstreif sein. Da diese Vogelart recht klein ist, sind sie meist nur am Gesang oder an den Ruflauten zu erkennen. Der Ruf klingt schnalzend "tett". Der Gesang beginnt mit einem leisen eiligen schnalzen. Die Gesangsstrophen sind dann eher laut klappernd (Anlage 40 - 41).
Es gibt jedoch auch Tiere dieser Gattung, bei denen der "Vorgesang" dominanter ist. Klappergrasmücken leben am Brutplatz zurückgezogen. Die Nester sind in gut geschützten, dichten Gebüschen oder Hecken. Das Vogelpärchen baut das Nest zusammen auf. Es besteht aus Grashalmen und wird innen mit kleinen Wurzeln ausgepolstert.
Die Gelege der ersten Brut findet man in der zweiten Maihälfte und das zweite Gelege etwa Anfang bis Mitte Juli. Das Weibchen brütet ca. 11 bis 12 Tage und behütet dann die Jungen. Klappergrasmücken fressen Insekten, Spinnen, Zweigspitzen, Blätter aber auch Beeren. Der Bestand der Klappergrasmücken ist relativ stabil. Jedoch leidet auch dieser Vogel oft unter den Einwirkungen die der Mensch verursacht. Zum Beispiel kann es passieren, dass die Klappergrasmücke ihre Eier abstößt, wenn ein Mensch sie nur einmal betrachtet hat oder in deren Nähe war.

 
 




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