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biologie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Traberkrankheit (engl. scrapie)





Krankheit und Verlauf Die Traberkrankheit bei Schafen ist in Großbritannien bereits seit dem 18. Jahrhundert bekannt und tritt bis heute gelegentlich auf. Der Name rührt von der Tendenz der erkrankten Schafe her, sich die Wolle abzuscheuern. Ferner treten Störungen der Körperkoordination und beim Laufen auf, die auf eine Erkrankung des Kleinhirns hindeuten. Daher stammt die deutsche Bezeichnung \"Traberkrankheit\" und die französische Bezeichnung \"la tremblante\". Gelegentlich wird auch ein Hang zum übermäßigen Wassersaufen (Polydypsie) beobachtet. Die Variation der Symptome erklärt sich vermutlich aus dem Befall jeweils anderer Teile des Gehirns. Wegen der langen Inkubationszeit, die mehrere Jahre betragen kann, erschient der symptomatische Krankheitsverlauf mit einer Dauer von zwei bis sechs Monaten relativ kurz.

Erreger
Prionen , näheres zu den Prionen siehe unter BSE


Inkubationszeit
Bis zum Auftreten der ersten körperlichen Symptome vergehen drei bis vier Jahre. Bis zu diesem Zeitpunkt sind die Tiere äußerlich gesund.

Diagnose

siehe unter BSE.


Übertragungswege
Die genauen Übertragungswege sind nicht bekannt. Die Erkrankung kann über den Mutterkuchen in der Gebärmutter der Tiere an den Embryo weitergegeben werden. Ferner lässt sich durch Übertragung von Nervengewebe erkrankter Tiere auf gesunde Schafe eine experimentelle Erkrankung erzeugen. Die so erzeugte Traberkrankheit hat einen schwereren Verlauf und führt zu wesentlich ausgeprägteren Veränderungen am Gehirn als die natürliche Infektion.


Therapie
Eine spezifische Therapie der Erkrankung gibt es, wie bei allen anderen Prionenkrankheiten, auch hier nicht. Die Tiere werden, um ein Ausbreiten der Erkrankung zu verhindern, vorsorglich isoliert und notgeschlachtet. Die Verbrennung der Kadaver soll die Infektionsquelle beseitigen. Wegen der langen Inkubationszeit und der spät einsetzenden Symptome ist die Aussonderung erkrankter Tiere schwierig. Daher ist mit einer unbekannten Zahl kranker Tiere in einer scheinbar normalen Herde zu rechnen.




Weitere Prionenerkrankungen bei Tieren
Außer bei Schafen und Rindern treten auch bei anderen Tieren Erkrankungen des Gehirns auf, die ähnliche Krankheitssymptome verursachen. Im Gehirn kommt es dabei zu den typischen schwammartigen Veränderungen. Man spricht daher allgemein auch von transmissibler spongiformer Enzephalitis (TSE).

Krankheit

Abkürzung erkranktes Tier
transmissible mink encephalopathy TME Nerz
chronic wasting disease CWD Elche, Hirsche
übertragbare spongiforme Enzephalopathien ohne spezielle Eigennamen bei weiteren Tierarten Hauskatzen, arabischer Oryx, Gemse, Kudu, Antilope





BSE-Test
Seit 1998 gibt es einen BSE-Schnelltest. Die erste Hoffnung, man könne so infizierte Tiere leichter aussondern, wurde leider bisher nicht erfüllt. Der Test schlägt erst bei Tieren an, die bereits mindestens 30 Monte alt und zudem schon hochinfektiös sind. Es ist nicht möglich, diesen Test an lebenden Tieren durchzuführen. Für den Test muss aus dem getöteten Tier Gewebe aus dem Gehirn entnommen und untersucht werden. Das Ergebnis liegt dann innerhalb weniger Tage vor. Ein negativer Test gibt allerdings keine 100% Sicherheit, dass das Tier auch tatsächlich gesund ist.
Entsprechend einer Eil-Rechtsverordnung aus dem Gesundheitsministerium in Berlin müssen in Deutschland ab dem 6. Nov.00 alle geschlachteten Rinder mit einem Alter über 30 Monate dem Schnelltest unterzogen werden. Wie oben erwähnt, gilt dies in der EU erst ab dem 1. Juli 2001. Da ein Test bis zu 200 DM kostet, ist mit geringen Preissteigerungen für Rindfleisch zu rechnen
Es sei erwähnt, dass ca. 60-70% der Schlachttiere in Deutschland Jungbullen in einem Alter zwischen 17 und 22 Monaten sind. In diesen Fällen greift der Schnelltest natürlich nicht.

Therapie
Eine Behandlung der BSE ist bisher nicht möglich. Die Isolation erkrankter Tiere ist wegen der langen Inkubationszeit und dem innerhalb des Krankheitsverlaufes späten Auftreten der typischen Symptome schwierig. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass es in den Rinderherden eine bisher unbekannte Zahl infizierter, aber noch nicht erkrankter Tiere gibt. So könnte man sich die, trotz umfangreicher Notschlachtungen, immer wieder neu auftretenden Erkrankungsfälle bei Rindern erklären.

 
 




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