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biologie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Klima im tropischen regenwald



Was ist Klima? Klima nannte Aristoteles (384-322 v.Chr.) die Neigung der Erdoberfläche gegen die auffallenden Sonnenstrahlen. Im Laufe der Zeit erhielt das Wort Klima immer andere Bedeutungen. Heute ist unter Klima die Gesamtheit der Witterungserscheinungen eines Ortes oder einer Landschaft zu verstehen. Der Zustand der Atmosphäre in seiner aktuellsten Phase heißt Wetter, in einem längeren Zeitraum Witterung und in seinem durchschnittlichen Zustand Klima. Es ist beim Klima üblich von einer Epoche zu sprechen (von mindestens einem Jahrzehnt). Die Grundlage liefern Durchschnittswerte und auch Extremwerte von Luftdruck, Temperatur, Feuchtigkeit, Niederschlag, Sonnenschein, Bewölkung, Wind und Sicht. Geprägt wird das Klima durch die Lage zum Meer, Bodenbeschaffenheit, Höhenlage und Bebauung, woraus sich verschiedene Bezeichnungen wie ozeanisches, kontinentales oder Übergangsklima und im medizinisch-meteorologischen Sinne Reizklima, Schonklima und Belastungsklima ergeben. Über das Klimagefühl schrieb Heinrich Hauser (1901-1955): \"Ich glaube, daß der größte Teil der Heimatgefühle, die wir in uns tragen, ein Klimagefühl ist.

Was sind Klimazonen?
Während man früher die drei Klimazonen der Tropen, der gemäßigten Breiten und der Polargebiete unterschied, ist heute eine von W. Köppen und R. Geiger geschaffene Einteilung in fünf Hauptklimazonen am gebräuchlichsten.
Dies sind:
A. Tropisches Klima, im Einflußbereich der tropischen Konvergenzzone
B. Arides (trockenes Klima, innerhalb der subtropischen Hochdruckgürtel, Wüstengebiete
C. Warmes, gemäßigtes Regenklima der Westwindzonen
D. Schneewaldklima der nördlkichen Westwindzone und
E. Polares Klima jenseits der Baumgrenze.
Diese grobe Einteilung wird durch Kennzeichnung von zwei zusätzlichen Buchstaben differenziert.



Wie ist das Klima im tropischen Regenwald?
Das tropische Regenwaldklima in Äquatornnähe weist gleichmäßig hohe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit auf. Die Luftfeuchtigkeit fällt selten unter 95% und überschreitet oft den Taupunkt, also 100%. Wegen des hohen Feuchtegehaltes der Luft bleibt die Lufttemperatur erheblich unter den Werten der Trockengebiete in den Tropen und übersteigt selten 33°C. Die Tagestemperaturen bewegen sich Nachts zwischen 22°C und 23°C, Mittags zwischen 28°C und 30°C. Die Monatsmitteltemperturen betragen immer über 18 °C, die Jahresmitteltemperaturen in Meereshöhe 25-26°C. Die Temperaturschwankung zwischen Tag und Nacht beträgt bis zu 100°C und ist damit ausgeprägter als die zwischen den Jahreszeiten. Deshalb bezeichnet man das Klima als Tageszeitenklima, d.h. an jedem Tag werden zu einer bestimmten Stunde in etwa gleiche Temperaturen erreicht. Es fehlen überhaupt ausgeprägte Jahreszeiten. Die Folge: der immergrüne tropische Regenwald. Große Mengen Niederschlag von mindestens 1500mm pro Jahr (wenn die jährliche Niederschlagsmenge wenigstens 2000mm pro Jahr erreicht und keine Trockenzeit von mehreren Monaten auftritt, können sich in der Tropenzone zwischen den Wendekreisen tropische Regenwälder entwickeln) , in manchen Gebieten sogar mehr als doppelt so hoch, sind auf das Jahr verteilt, weisen jedoch jährlich, dem zweimaligen Zenitstand der Sonne sowie ihren Tiefständen am 21. Juni und 21. Dezember folgend, als \"Zenitalregen\" ein zweimaliges An- und Abschwellen auf und fallen überwiegend in Form nachmittäglicher Schauer und Gewitter aus kräftiger Haufenbewölkung. Es gibt aber auch Tage und sogar Wochen ganz ohne Niederschläge. Trotzdem ist immer genug Wasser vorhanden, so daß man während des ganzen Jahres verschiedene Nutzpflanzen anbauen kann. Es ist ein für den Europäer schwer erträgliches, schwüles Klima, das weder Frost noch längere Trockenheit aufweist. Es umfaßt das Kongobecken in Mittelafrika, das Amazonasbecken in Südamerika, die gesamte Inselwelt Indonesiens sowie die Südwestküste von Vorder- und Hinterindien, verursacht durch stauenden Sommer-Monsunregen und gekoppelt mit einer winterlichen Trockenzeit, was die üppige Pflanzenwelt nicht sonderlich beeinflußt. Als Wirtschaftsformen existieren hier nebeneinander niedere Anbauwirtschaft und hochentwickelte Plantagenwirtschaft mit Monokultur. Das für das tropische Regenwaldklima verantwortliche Wettergeschehen läßt sich in zwei Sätzen wiedergeben. Die aus dem subtropischen Hochdruckgürtel der äquatorialen Tiefdruckrinne als Passat zuströmende Luft wird gezwungen aufzusteigen, dabei löst sie gewaltige konvektive Niederschläge aus, um als Oberpassat in einer Höhe von über 10 km wieder dem Subtropenhoch der Roßbreiten zuzuströmen und dort schließend den Kreislauf wieder abzusinken.

Und strömt vom Indischen Ozean feuchtigkeitsbeladene Luft gegen das sommerlich erhitzte asiatische Bergland mit niedrigem Luftdruck, so werden über Indien Monsun-Niederschläge ausgelöst. Zitat eines berühmten Geographen: \"Dieser Wald kennt keine Jahreszeiten. In der immerwährenden Feuchtigkeit und Wärme sproßt, grünt, blüht und fruchtet jede Pflanze ohne Unterbrechung. Neben einem kahlen Baum steht ein anderer in Blüte, ein dritter trägt Frucht. Fortwährend fällt und erneuert sich das Laub, aber nie steht eine Gruppe von Bäumen völlig kahl da.\"

 
 

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