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biologie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Fungizide





(von lat.: fungus = Pilz); Auch einige Kleinpilze können den Pflanzen schaden. Diese Pilze durchsetzen die Pflanzen mit einem feinen Fadengeflecht und saugen diese damit aus. Äußerlich sieht man an den pilzkranken Pflanzen Blattflecke, Fäulniserscheinungen und Schimmel.
Fungizide ist die Bezeichnung für solche Präperate, die Pilze und deren Sporen abtöten oder ihr Wachstum hemmen. Einige pilzbildeten Krankheiten sind zum Beispiel: der falsche und der echte Mehltau, die Krautfäule bei Erdäpfeln, der Kakaokrebs, der Schorf des Obstes, die Moniliakrankheit und der Reisbrand.










SCHORF MEHLTAU MONILIA


Fungizide sind auch Chemikalien, die das Wachstum von Schadpilzen auf Lebensmitteln, Textilien, Wänden, Papier, Holz, Leim, Farben, Schmiermitteln und Treibstoffen verhindern sollen. Insbesondere Schimmelpilze, die durch Mykotoxine entstehen, können ein ernsthaftes Problem werden: Mykotoxine sind vorwiegend von Pilzen ausgeschiedene Stoffwechselprodukte, die für Menschen, Tiere und Pflanzen toxisch, d.h. giftig sind. Da sie vorwiegend auf Nahrungs und Futtermitteln gebildet werden, sind sie häufig die Ursache von Lebensmittelvergiftungen. Zu den am stärksten befallenen Lebensmitteln gehören verschiedene Getreidesorten, Backwaren, Nüsse, Käse, Reis und Fruchsäfte.
Außer Brot und anderen Lebensmitteln können auch viele technische Produkte, wie z.B.: Textilwaren, Holz, Seile, Farben, Leim und Papier, von Schimmelpilzen befallen werden und dadurch Schaden erleiden.
Zur Bekämpfung des Schimmelpilzes im Hygiene und Lebensmittelbereich dienen Desinfektions und Konservierungsmittel, im technischen Bereich die Fungizide.


2.1. Einteilung:

Bei den als Pflanzenschutzmittel eingesetzten Fungiziden unterscheidet man je nach Anwendungsort zwischen Blatt Fungiziden, Boden Fungiziden und Beizmitteln (=Saatgutbehandlungsmitteln), wobei jedoch ein Wirkstoff zu mehreren Gruppen gehören kann.
* Die Blatt Fungizide werden als Spritzmittel auf der Pflanze verteilt.
* Die Boden Fungizide werden flüssig oder als Pulver in den Boden eingebracht.
* Beizmittel haben die Aufgabe, die auf den Samen, Knollen oder Zwiebeln lebenden Erreger abzutöten und vor allem junge Pflanzen vor Krankheiten zu schützen.

Die Wirkung von Fungiziden kann systemischen oder nicht systemischen sein.
Fungizide führen auch nach dem Sichtbarwerden von Symptomen noch zu einem Heilungserfolg.

Ebenfalls lassen sich die Wirkstoffe in anorganische, metallorganische und organische Verbindungen unterteilen:


2.2. Anorganische Fungizide:

Zu den anorganischen Fungiziden gehören einige Verbindungen aus Schwefel, die Kupferkalkbrühe und die Kupfersodabrühe.

2.2.1. Schwefel:

Der Schwefel ist ein gutes Vorbeugungs- und Bekämpfungsmittel für den Mehltau der Reben, der Rosen und der Äpfel.
Zur Verbesserung der Wirkung verwendet man heute äußerst feinen Schwefel in Verbindung mit Haftmitteln.

2.2.2. Kupferkalkbrühe, Kupfersodabrühe:

Auf den Blättern der Weinrebe sehen wir häufig blaugrüne Flecke, welche durch die Kupferkalkbrühe, auch Bordeauxbrühe genannt, entstehen. Dies ist eine Mischung aus gebranntem Kalk, Kupfersulfat und Wasser. Der Kalkzusatz ist notwendig, weil sonst das Kupfersulfat die Blätter angreifen würde. Auch könnte es infolge seiner guten Wasserlöslichkeit vom Regen weggespült werden.

Wird an Stelle des Kalkes Soda verwendet, entsteht die sogenannte Kupfersodabrühe. Hier wird das Kupfersulfat mit Hilfe von Soda neutralisiert und in unlösliches Carbonat verwandelt:


CuS04 + Na2CO3 ---> CuCO3 + NaSO4

Um die mühsame Herstellung der Kupferkalkbrühe zu vermeiden, versuchen viele Pflanzenschutzfirmen, gebrauchsfertige kupferhaltige Präparate auf den Markt zu bringen, die man bei Bedarf einfach mit der vorgeschriebenen Wassermenge auflöst und verspritzt.


2.3. Metallorganische Fungizide:

Zu den metallorganischen Fungiziden gehören Verbindungen aus Kupfer und Zinn.

Mit Kupferverbindungen bekämpft man den Falschen Mehltau, Krautfäule der Erdäpfel sowie den Schrot der Äpfel, Birnen und des Steinobstes.



2.4. Organische Fungizide:

Die meisten Fungizide sind jedoch organisch und kommen aus verschiedenen Substanzklassen mit sehr unterschiedlicher Wirkung.

In den letzten Jahren wurden auch eine Reihe von synthetischen Fungiziden hergestellt, von denen viele bienenunschädlich sind. Oft werden diese synthetischen Mittel auch mit Schwefel- bzw. Kupferpräparaten oder auch mit Insektiziden kombiniert.

 
 




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