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biologie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Eventuelle entbindungsbeschleuniger





Zangengeburt und Saugglocke:/ Wenn eine Mutter ihr Baby aus eigener Kraft nicht zur Welt bringen kann - weil sie im entscheidenden Augenblick nicht mehr kräftig genug mitpressen kann oder die Wehen nicht stark genug sind, weil sich im Verlauf der Entbindung herausstellt, daß das Ungeborene nicht mehr ausreichend Sauerstoff bekommt oder aus anderen Gründen die Geburt beschleunigt werden muß -, dann können die Ärzte und Hebammen mit der Saugglocke oder der Zange helfend eingreifen. Das ist aber nur in etwa 3% aller Geburten der Fall. Gelegentlich ergibt sich die Notwendigkeit auch erst dadurch, daß die werdende Mutter allzu wirksame wehendämpfende Medikamente bekommen hat

Voraussetzung dafür sind einmal der vollständig erweiterte Muttermund und zum anderen ausreichend Platz für das Kind, um durch das Becken und den übrigen knochigen Geburtskanal zu gelangen. Ohne örtliche Betäubung für die Mutter geht es nicht, Vollnarkose ist nur ganz selten nötig.
Der Einsatz der Zange ist die ältere Methode, wobei die Zange eher die Form von 2 gekreuzten flachen Löffeln hat, die ganz genau um den Kopf des ungeborenen Kindes passen. Wie eine verlängerte Geburtshelferhand wird dieses Instrument zwischen die wände des Gebärmutterkanals und das herausdrängelnde Kind geschoben, um an der richtigen Stelle den erforderlichen Zug auszuüben. Zwei bis Vier Tage nach der Geburt sind am Kopf des Kindes noch die Spuren der Zange zu erkennen, diese leichten Druckstellen lassen sich leider nicht ganz vermeiden.
Die Saugglocke wird inzwischen in vielen Entbindungskliniken lieber eingesetzt als die Zange, weil sie auf den Kopf des Kindes schonender, aber ebenso zuverlässsig einwirkt: Die mit einer Pumpe verbundene kleine metallene Saugkappe wird am Kopf des Kindes, der schon in der Öffnung des Muttermundes sichtbar ist, angesetzt. Dann wird durch vorsichtiges Ansaugen dieser schwerste, breiteste und widerstandsfähigste Körperteil durch die Scheide herausgeholt, und der Rest der Entbindung kann ohne weitere Hilfe wie üblich ablaufen. Einziger Nachteil auch Geburtshelfermethode ist es, daß am Kopf des Kindes ein runder, deutlich abgegrenzter Bluterguß auftritt, der aber schon nach 48 Stunden wieder verschwunden ist.
Oft stellt sich während der Wehen im Verlauf der zweiten Entbindungsperiode heraus, daß der Einsatz von Saugglocke oder Zange notwendig wird, um Risiken für Mutter und Kind zu vermeiden. Wenn das erst Baby einer Frau mit >technischer Hilfe> zur Welt gekommen ist, bedeutet das also keineswegs, daß ihr zweites Kind nicht ganz ohne derartige Unterstützung geboren werden kann. Zweite und weitere Entbindungen sind ohnehin in der Regel leichter, brauchen weniger Zeit und auch weniger Hilfe von außen.
Kaiserschnitt:
Ziel aller Geburtshelfer und Geburtshilfemethoden ist es, Schwierigkeiten zuvorzukommen, Bevor Mutter und Kind gefährdet sind. Ein Kaiserschnitt kann schon Wochen vor dem Entbindungstermin als Notwendigkeit beschlossen worden sein, weil z.B. das Beckender Mutter eindeutig zu klein für den großen Kopf ihres Kindes ist oder weil die Mutter unter schwerer Plazenta praevia leidet, einer Komplikation, bei der die Plazenta den Geburtsweg versperrt, während einer normalen Entbindung zerstört würde und das noch ungeborene Kind von jeder Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen abgeschnitten wäre.
Die akute Notwendigkeit für einen Kaiserschnitt kann sich aber auch erst im Verlauf der Wehen herausstellen, z.B. bei einer Unterversorgung des Foetus schon während der Eröffnungswehen oder wenn sich nach längerer Zeit erweist, daß alles Mitarbeiten, Pressen und Hecheln der Mutter nicht ausreicht, um das Kind normal durch die Scheide zur Welt zu bringen.
Der Kaiserschnitt ist in der Regel 15-20 cm breit und wird im untersten Teil der Bauchdecke, direkt über dem Schambeinknochen ( unterhalb der Bikinigrenze) angesetzt. Gleichzeitig wird auch die Gebärmutter in ihrem untersten Abschnitt geöffnet. So kann der Geburtshelfer das Baby herausholen, Plazenta und Eihäute, die eigentliche Nachgeburt, ebenfalls gleich mit entfernen und dann die Gebärmutterwand und die Bauchdecke wieder zuzunähen. Insgesamt dauert die Operation etwa eine knappe Dreiviertel Stunde unter Vollnarkose - die Mutter ist aber meist kurz nach den letzten Stichen wieder bei Bewußtsein, um ihr Kind zu begrüßen. Ein Kaiserschnitt ist sicher weniger anstrengend für Mutter und Kind, beide "sparen" sich stundenlanges Pressen und Gedrückt werden. Ein Kaiserschnitt ist aber sicher weniger befriedigend, und im nachhinein mag bei der Mutter das Gefühl stärker werden, um eine beglückende Erfahrung und um ein Erfolgserlebnis "betrogen" worden zu sein.
Kaiserschnitt-Mütter erholen sich meist ebensogut wie alle anderen Mütter von den Strapazen, bleiben aber ein paar Tage länger in der Klinik und werden nach etwa 6 Tagen von den Fäden oder Klammern befreit. Die Narbe macht meist keine Schwierigkeiten und ist bald nur noch als schmaler Strich zu erkennen.
Je nach Anlaß für den Kaiserschnitt muß die Frau auch bei späteren Schwangerschaften wieder mit einer solchen Notwendigkeit rechnen. Es gibt aber sehr viele Fälle, in denen Mütter ihr zweites oder drittes Kind ganz normal und sicher ohne Operation zur Welt gebracht haben.
Geburtsorte
Vieles hat sich im Bereich der Geburtshilfe in den letzten Jahrzehnten getan. Während noch vor 20- 30 Jahren manche Klinikräume, in denen Frauen "Kreißten", also in den Wehen lagen, zu Recht mit Saal bezeichnet wurden, bietet sich heutzutage den Frauen mit der frohen Erwartung meist ein ganz anderes Bild: Statt einer sterilen Klinikatmosphäre in kaltem Weiß mit nüchternen Apparaturen und Mobiliar aus Metall finden sie nun moderne "Entbindungszimmer" in warmen Tönen und freundlicher Einrichtung vor, die eher eine Wohnzimmer - als eine Krankenhausstimmung erzeugen. Die Frauen können sich heute frei bewegen und ausprobieren, was ihnen die Geburt am leichtesten macht - Sitzen auf einem Entbindungsstuhl, hocken auf einem Ball oder Hängen in einem Entbindungsrad.
Außerdem besteht heutzutage auch die Möglichkeit, eine Geburt viel freier und individueller zu planen: Es gibt die ambulante Geburt (im Kreissaal in der Klinik, man kann die Klinik aber schon am Tag der Geburt bei gutem Zustand verlassen), die Hausgeburt oder die Geburt in der Klinik (mit anschließendem Klinikaufenthalt).

 
 




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