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biologie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Das gewissen



1. Bedeutung Das Gewissen hat für den Menschen im allgemeinen verschiedene Bedeutungen. Es ist
- eine innere Stimme, die uns sagt, was wir tun sollen bzw. was richtig ist;
- ein innerer Gerichtshof, der unsere Taten bewertet und über sie urteilt;
- ein Kompass, der uns den richtigen Weg weist;
- ein Seismograf, der darüber entscheidet, ob unsere Taten etwas wert sind;
- ein Schatten, den wir nicht abwerfen können;
- eine Ampel, die uns aufhält oder weiterführt.

Das Gewissen weiß, was mit uns geschieht, es ist immer da, auch wenn wir es nicht merken. Es kommentiert unsere Taten, hilft uns bei Entscheidungen und weißt uns den Weg zum Guten.

Das Wort "Gewissen" stammt aus der alten griechischen Welt, wurde ins Lateinische als "conscientia" übersetzt und bedeutet soviel wie "Mitwissen" bzw. "Gewissen". In dem Wort steckt "wissen" und "gewiss" drin, d.h. das Gewissen weiß, was wir tun sollen und ob etwas gut oder böse ist; das Gewissen ist also "gewiss". Es bewertet unsere Taten, egal ob wir uns nach ihm richten oder nicht.

Gewissensformen:

Urgewissen:
- allgemeine Instanz;
- Goldene Regel: " Tu das Gute und meide das Böse!"
Konkretes Gewissen:

- das Gewissen eines einzelnen Mensche;
- unterschiedliche Bewertung von Gut und Böse



2. Stufen der Entwicklung
1. Bis zum 4. Lebensjahr ist das Gewissen noch nicht ganz ausgebildet. Das Kind weiß noch nicht, wie es damit umgehen soll und was das Richtige ist. Damit sich das Gewissen ausprägen kann, sind die Kinder auf die Eltern angewiesen, die ihm nach und nach beibringen, wie es sich zu verhalten hat und wie nicht.
2. Vom 4. bist zum 10.-12. Lebensjahr lernt das Kind sich alleine anzupassen. Auch hier ist es noch auf die Eltern angewiesen. Es führt Befehle aus, um belohnt und anerkannt zu werden. Andere Menschen werden Vorbilder, zuerst Menschen aus der Familie, dann Außenstehende wie Freunde oder Prominente. Das Kind lernt, alleine zu erkennen, was Recht und Unrecht ist, z.B. durch Schule, Freunde, Familie, usw. .
3. Die Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren fangen erstmals an, über Regeln und Befehle nachzudenken. Sie entwickeln Ansprüche, lehnen Gebote und Verbote von vornherein ab und leben nach ihren selbsterschaffenen Regeln. Oftmals fühlen sie sich dadurch frei. Diese Zeit der Gewissensentwickeln ist für die Angehörigen nicht besonders leicht.
4. Ab dem 16.-18. Lebensjahr ist die Gewissensbildung im Endstadium. Die Jugendlichen erkennen, dass Regeln im Leben notwendig sind und dazugehören und sie halten sich auch daran. Sie lernen Verantwortung zu übernehmen und auf ihr Gewissen zu hören und gehen mehr auf ihre Ängste, Veranlagung und Schuldgefühle ein.
Das Gewissen entwickelt sich also genauso wie der Rest von uns auch. Allgemeine Dinge wie Schule, Freunde, Familie, Medien, Staat und Religion haben also großen Einfluss auf die Entwicklung unseres Gewissen und auch wir selbst sind nicht ganz unbeteiligt.

Die vier Stufen der Gewissensentwicklung sind eine Verallgemeinerung, die nicht auf jeden von uns zutreffen. Manche laufen nicht alle Stufen durch, andere wiederholen die ein oder andere mehrmals. Die einzelnen Stufen lassen auch inhaltlich Abweichungen zu.



3. Güterabwägung
Würde das Gewissen nur Gut und Böse unterscheiden, würde uns vieles leichter fallen. Es gibt viele Situationen, in denen es keine Entscheidung gibt, die nur gut und/oder nur schlecht ist. Jede Entscheidung hat also seine Vor- und Nachteile. Man kann sich das bildlich auf einer Waage vorstellen: Die Waage ist im Gleichstand und auf beiden Seiten sind die positiven Seiten zweier Entscheidungen, die aber auch beide ihre negativen Seiten haben. Das Gewissen hat hier also eine schwere Entscheidung zwischen richtig und falsch zu treffen, da beides ja richtig und falsch sein kann. Manchmal helfen dir die Argumente von Außenstehenden weiter, und wenn du eine Entscheidung getroffen hast und an dein Gewissen glaubst, ist es deine Recht, das Problem so zu lösen.

Bei wissenschaftlichen Gewissensentscheidungen sollte man sich ebenfalls auf sein Gewissen verlassen und die getroffene Entscheidung nicht durch finanzielle oder wissenschaftliche Interessen ablenken und beeinflussen lassen.



4. Störung und Zerstörung
Das Gewissen kann uns nicht nur den richtigen Weg zeigen, es kann auch regelrecht zerstört oder gestört werden. Es gibt mehrere Fehlformen des Gewissens, die manchmal ineinander übergehen:

Das unmündige Gewissen:
Das unmündige Gewissen hat sich nicht entwickeln können. Es immer noch das kindliche Gewissen. Dafür verantwortlich ist meistens die Erziehung bzw. die Eltern (manchmal auch die Schule, Freunde, Medien, usw.). Sie legen bei ihrem Kind wert auf wichtige aber nicht grundlegende Dinge, z.B. auf Pünktlichkeit, Ordnung, usw. . Das Gewissen kann sich nicht entwickeln und die Person wirkt herzlos und lernt nicht, wichtige Entscheidungen zu treffen. Sie lernt nie, über Entscheidungen nachzudenken.

Das irrende Gewissen:
Jemand mit einem irrenden Gewissen handelt mit gutem Gewissen, obwohl seine Taten schlecht sind. Z.B. wenn jemand guten Gewissens einer Sekte beitritt, das aber in Wirklichkeit nicht gut ist.

Das verstummte Gewissen:
Das verstummte Gewissen ist ganz zerstört. Durch die Taten eines Menschen, der diese für richtig hält, obwohl sie böse sind, kann das Gewissen zerstört werden; es wird regelrecht von diesem Menschen vergewaltigt. Das Gewissen steht einem bei Entscheidungen also nicht mehr zu Seite. Um so ein Gewissen zu heilen, kostet es viel Zeit und Kraft. Derjenige mit einem verstummten Gewissen muss eine Heilung aber auch wollen, sonst schafft er es nie, wieder ein "normales" Gewissen zu bekommen.




5. Gewissensbildung und Gewissensfreiheit
Da das Gewissen irren und zerstört werden kann, sollte jeder darauf achten, dass dies nicht geschieht. Gewissensbildung gehört zum Leben dazu, wie irgendwelches Lernen, damit man besser wird. Wir wollen ja auch, dass unser Gewissen "gebildet" wird. Dazu gehört folgendes:

- auf sein Gewissen hören:
Wir sollten versuchen auf unser Gewissen zu hören und ihm zu folgen. Wenn wir nur auf das hören, was wir für uns selbst wollen, kann das Gewissen unterentwickelt bleiben.

- gewissenhaft handeln:
Durch gewissenhaftes Handeln wird uns ehre klar, was gut und was böse ist, und wir können gewissenhaft Entscheidungen treffen. Das fördert das Gewissen.
- Fehlentwicklungen erkennen und abbauen:
Jeder muss sich bei Entscheidungen fragen, ob er nach sich selbst oder nach seinem Gewissen gehandelt hat. Man muss immer wieder darüber nachdenken, welches Gewissen man hat und erkennen, wann das Gewissen eine Fehlentwicklung hat.

Die Gewissensfreiheit ist eine Forderung der Kirche. Sie besagt, dass jeder Mensch frei ist und nicht zu etwas gezwungen werden darf. Niemand darf gezwungen werden, gegen sein Gewissen zu handeln, noch darf er daran gehindert werden, nach seinem Gewissen zu handeln, egal ob derjenige nach religiösen oder nichtreligiösen, privaten oder öffentlichen
Gründen oder alleine oder mit Unterstützung anderer handelt.

 
 

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