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biologie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Arzneimittel im mittelalter und paracelsus





mittelalterliche Heilmittel: v.a. Pflanzenteile, meist getrocknet - daher der Begriff Droge vom althochdeutschen Wort "drög"(getrocknet), etwa 1/10 der Arzneidrogen mineralisch
in Europa im Mittelalter schon Trennung zw. Arzneihersteller (=Apotheker) & Heilperson (=Arzt) vollzogen
Vieles von Griechen und Araber übernommen, durch Klöster Verbreitung des Wissens.
Besonders reger Kulturaustausch zw. Morgen- und Abendland in Italien (z.B. Universität in Salerno) und Spanien
Es entstehen viele Arzneibücher mit Rezeptsammlungen (z.B. Theriak: mittelalterliches Allzweckheilmittel)

Schon bekannt war:
a)Wirkung von Qualität(fest, trocken, flüssig, etc.) der Droge abhängig,
b)Bessere Wirkung durch Kombination - Rezepte(oft mehr als 100 Inhaltsstoffe)

Von den im Mittelalter aus anderen Kulturräumen übernommen Arzneien sind z.B. Baldrian, Enzian, Süßholz, Melisse, Kümmel, Fenchel, Anis, Leinsamen, Myrrhe oder auch Opium(s.u.) bis heute in Verwendung.
Von den Heilmitteln aus europäischer Tradition sind z.B. Angelicawurzel, Rainfarn, Wacholder und Veronica in Verwendung geblieben.

Alchemie: Vorläufer der Chemie, entwickelte sich im Mittelalter.
2 Ziele:
1.Suche nach dem Stein der Weisen(ein Allheilmittel, das ewige Jugend bewirkt und Stein in Gold verwandelt)
2.Tennung von Wirksamen und Unwirksamen

Erfolge:
Gewinnung des "Spiritus Vini" (lat. "Geist des Weins" = reiner Alkohol) durch Destillation
Herstellung von Destillaten aus Pflanzen z.B. Aqua Vitae (lat. "Lebenswasser" = Kümmelwasser), Kräuterliköre


Paracelsus:
Geb. Ende 15.Jhdt. in der Schweiz
1527 wurde Paracelsus in Basel Stadtarzt und durfte somit auch Vorlesungen an der Universität halten. Zu dieser Zeit wurde noch nach der in der in der Antike aufgestellten Lehre von Galenus unterrichtet. Dieser wusste zum Beispiel noch nicht, dass der Mensch einen geschlossenen Blutkreislauf besitzt. Der Prosektor (lat. "Vorschneider" - Gehilfe des Professors) hatte die Aufgabe so zu sezieren, dass das Bild, das Galenus vom menschlichen Körper hatte, bestätigt wurde. Paracelsus stellte sich nun gegen diesen Autoritätsglauben des Lehrkörpers, indem er viel althergebrachtes in Frage stellte, und stieß damit auf große Ablehnung und musste die Universität verlassen. Er war in allen damals anerkannten Wissenschaften versiert und darüber hinaus sammelte er im laufe seines Lebens große Erfahrungen. Er beschäftigte sich mit der Volksmedizin (im Volk mündlich tradiertes Heilwissen), hatte Erfahrungen mit Dirnen, Landstreichern und einfachen Leuten wie mit angesehen Bürgern. Besonders fasziniert war er von der Alchemie. Die Alchemisten hatten gelernt Gold und Silber mit Hilfe des Antimoniums voneinander zu Trennen. Das mit Silber verunreinigte Gold wurde durch das Antimonium gereinigt bzw. "geheilt". Er schloss daraus, dass das Antimonium auch den kranken Körper reinigen, also heilen, können muss. So war das Antimonium lange auch in medizinischem Gebrauch. Die Wirkung konnte allerdings nie nachgewiesen werden. Das wichtigst Prinzip der Lehren Paracelsus' war das der Ähnlichkeit. Er glaubte, dass die rote Farbe mancher Pflanzen auf Blut hinweist oder gelbe Farbe auf die Galle; Blätter, deren Form der Hand ähnelt, mussten für die Heilung kranker Hände gut sein usw. Dieser Gedanke des Ähnliches mit Ähnlichem Heilen lebt noch heute in der Homöopathie weiter. Als Paracelsus 1541 starb, endete ein Leben das vom Grundsatz "continuus labor" (lat. "ständiges Arbeiten") und von der eigenen Erfahrung und der Auflehnung gegen Autoritäten geprägt war. Er hatte zwar mit seinen Lehren zu Lebzeiten wenig Erfolg und konnte kaum Verleger für seine Werke finden, doch seine Lehren lebten weiter und prägten die Medizin nachhaltig. Er brach mit dem sturen Glauben an antikes Wissen der Gelehrten zu seiner Zeit. Außerdem fanden die mineralischen Arzneimittel durch ihn erst in großem Maße Eingang in die Medizin.

 
 




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