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biologie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Alternative landwirtschaft - Ökologische landwirtschaft





Eine ökologisch orientierte Landwirtschaft nützt die Stoffkreisläufe in der Natur. Die biologischen Landwirtschaft kennzeichnen eine integrierte Schädlingsbekämpfung, weniger verschwenderi¬sche Methoden der Bewässerung, organische Düngemittel und neue Anwendungsfor¬men von Ernterückständen und Mulchdecken, um das Land zu schützen. Eine inte¬grierte Schädlingskontrolle versucht nicht mehr, die Schädlinge auszurotten, sondern ihre Bestände auf einem erträglichen Niveau zu halten, indem man eine Reihe natürli¬cher Einschränkungen einsetzt. Ein bodenschützender Anbau benötigt nur ein Mini¬mum an Eingriffen und ist energiebewußt. Da Ernterückstände und Stoppeln auf dem Boden belassen werden, werden Nährstoffe bewahrt und die Erosion verhindert. Zwi¬schenfruchtanbau und Fruchtwechsel erhalten das Gleichgewicht des Bodens und re¬duzieren Schädlinge. So verhindert eine Gründecke unterhalb von Pflanzen, die rei¬henweise angeordnet sind, Verdunstung und Erosion. Hülsenfrüchte, als Stickstoffbin¬der, erneuern die Fruchtbarkeit des Bodens, wenn sie z. B. zwischen Mais angepflanzt werden. In südlichen Ländern hilft eine Tropfbewässerung. Sie erfolgt durch Rohre, die mit Löchern versehen sind. Dadurch wird Wasser gespart und gleichzeitig die An¬sammlung von Salzen, die durch Verdunstung entsteht, reduziert.
Nahrungspflanzen, die an arme Böden angepaßt sind, bieten neue Lösungen für die Länder der Dritten Welt. So der in der Sahelzone beheimatete somalische Yeheb¬strauch; er hat nahrhafte erdnußgroße Samen, die zu einer Hauptnahrungsquelle der Wüsten werden könnten. Die Flügelbohne, vor zehn Jahren noch beinahe unbekannt, verspricht heute die Sojabohne der Tropen zu werden. Jeder Teil der Pflanze ist ge¬nießbar. Da sie zu den Hülsenfrüchten gehört, bindet sie auch Stickstoff.

Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise:
Bei den verschiedenen Richtungen des alternativen Landbaus besteht der größte Unter¬schied zwischen der biologisch-dynamischen Richtung und den anderen. Die biolo¬gisch-dynamische Wirtschaftsweise wurde 1924 von Dr. Rudolf Steiner in Deutsch¬land begründet. Sie beruht auf einem komplexeren und umfassenderen natur- und gei¬steswissenschaftlichen Fundament als alle anderen Richtungen.
Typische technische Merkmale sind die betriebseigene Haufenkompostierung aller or¬ganischer Abfälle des Hofes, unter Verwendung von sechs selbst hergestellten Pflan¬zenpräparaten; eine Verwendung von zwei selbst hergestellten wachstumsanregenden und stärkenden homöopathischen Spritzpräparaten; ferner die genaue Beachtung des Zeitpunkts aller Feld- und Gartenarbeiten gemäß dem Rhythmus kosmischer Konstel¬lationen (eine Verwissenschaftlichung alter Bauernregeln) und die Verwendung nur ungiftiger Hilfsmittel.
Häufig ist die Bauernarbeit noch kombiniert mit einer erzieherischen, fürsorgerischen, philosophischen oder kulturellen Tätigkeit. Die Waren aus einem biologisch-dynami¬schen Landbau sind mit dem Warennamen und Markennamen "Demeter" gekenn¬zeichnet. Waren aus Umstellungsbetrieben (bis vier Jahre nach der Umstellung) kom¬men unter der Bezeichnung "biodyn" in den Handel.

Die Wiederherstellung der Bodengesundheit:
Methoden zur Wiederherstellung der Bodengesundheit in Landwirtschaft sind seit 60 Jahren bekannt und werden in alternativen Landbauformen angewandt. Gestützt auf jüngste Forschungsergebnisse hat eine Stiftung für ökologischen Landbau ein dem na¬türlichen Ökosystem angepaßtes Verfahren zur Wiedergesundung der heute extrem geschädigten Böden über den gesamten durchwurzelbaren Raum entwickelt und in Beispielsbetrieben angewandt. Seine Weiterentwicklung für die Wiedergesundung der Waldböden dürfte möglich sein. Aufbauzeit in der Landwirtschaft drei bis vier Jahre, für die Waldböden wahrscheinlich länger - alles unter der Voraussetzung, daß die jet¬zigen Schadstoffgehalte durch strikte und rasche Verhinderung aller Emissionen nicht wesentlich zunehmen. Da sich aber die Vielzahl fast toter Böden kaum mehr regenerie¬ren kann und Emissionen wegen ihrer weiträumigen Entstehung uns noch viele Jahre erreichen, befindet sich die Wiederherstellung der Bodengesundheit in einem gefährli¬chen Wettlauf mit der Zeit. Nur wenn sofort und von sehr vielen Land- und Forstwir¬ten gehandelt wird, besteht noch Aussicht auf Erfolg.

 
 




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